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Maria Hofbauer

 
Wie bereits vor vier Jahren bin ich wieder an einem Punkt angelangt, an dem ich über bestimmte Dinge nicht mehr reden, sondern nur mehr schreiben kann.

Der Tag des Gartenjahres, den ich am wenigsten mag, ist jener, an dem ich Schlauchwägen, Werkzeug, Gartenmöbel und nicht zuletzt die großen Kübelpflanzen zum Überwintern fertig mache. Heuer war ohnehin ein seltsames Jahr im Garten: Außer den Kirschen ausnahmslos alles Obst wegen des vielen Regens entweder kurz nach der Blüte schon abgefallen oder im bestenfalls halbreifen Zustand am Baum verfault. Keine Äpfel, keine Pfirsiche, keine Birnen, keine Quitten. Die Tomaten ebenfalls grün an den Stauden verfault, alles andere Gemüse so lala. Kürbisse hatte ich heuer keine im Garten, draußen auf den Feldern war die in anderen Jahren extrem üppige Ernte heuer katastrophal schlecht. Wie der Wein hier heuer wird, hängt wahrscheinlich in erster Linie von der Lage der Rieden ab. Die Grill- und Smokersaison ebenfalls unter jeder Diskussion, zweimal sogar mit Schirm beim Grill gestanden, und das hier, im sonnenreichsten Teil Österreichs.

Reifenwechsel steht diese Woche auch noch auf dem Programm; ich kann die Winterreifen nicht leiden, mag weder das Fahrverhalten des Wagens mit Winterreifen noch deren lautes Abrollgeräusch. Dass sich mein Körper von Jahr zu Jahr vehementer weigert, die Winterzeit anzunehmen, macht die Sache auch nicht besser.

Tochter hat heute am frühen Nachmittag einen Zahnarzttermin. Keine Routine wie etwa Zahnhygiene oder Kontrolle, sondern Entfernung eines tief wurzelnden und quer wachsenden Weisheitszahnes, der in den vergangenen Monaten immer wieder recht unübersehbar auf seine Existenz hingewiesen hat und deswegen zu Recht die rote Karte bekommt. Ich habe ein paar Erledigungen zu machen und erfahre per SMS, wie lange der Eingriff dauert, damit ich nachher rechtzeitig wieder da bin, um meine Tochter abzuholen. Die SMS sagt, eine Dreiviertelstunde. Passt. Zu Ende dieser Dreiviertelstunde bin ich wieder vor Ort. Und warte. Warte noch eine Weile und gehe dann in die Praxis, weil mir das Warten doch etwas lange erscheint. Drinnen ein recht volles Wartezimmer, darin etliche einigermaßen bleiche Menschen, und dazu als Soundtrack aus dem Behandlungsraum unüberhörbare Bohrgeräusche. Nicht im Wartezimmer: Meine Tochter. Ogottogott, sagt mein Mutterherz, das kann nur bedeuten, dass meine Tochter noch immer da drinnen ist. Seit mittlerweile mehr als eineinhalb Stunden. Eine der Assistentinnen wuselt herum und macht dabei einen ungewohnt gestressten Eindruck, und als sie plötzlich fragt, wer denn meine Tochter begleitet hat, wird mir kurzfristig sehr flau. Im nächsten Moment sehe ich meine Tochter im Behandlungssessel sitzen, also kann nichts sehr Schlimmes passiert sein. Die Zahnärztin erklärt mir kurz, der Weisheitszahn meiner Tochter sei offensichtlich stärker als sie, denn das letzte Stück lasse sich nicht und nicht entfernen, wir sollten bitte sofort in einen der umliegenden Orte zu einem ihrer Berufskollegen fahren, dieser wisse schon Bescheid und warte bereits auf uns.

Auf dem freien Stück Landstraße zwischen den Orten fahre ich 120. Kommentar des - durchaus sympathischen - Arztes nach dem Röntgen: "Leicht wird DAS nicht!" Meine Tochter erklärt ohne Zögern, sie wolle trotz der Umstände und einiger Schmerzen den Zahn noch heute an Ort und Stelle gänzlich entfernt haben, damit endlich Ruhe ist. Eine massive Betäubung und eine Stunde später haben alle Beteiligten die Sache überstanden; die Zahnärztin ist eigens noch nachgekommen und hat ihrem Kollegen bei dem Eingriff persönlich assistiert.

Und ich such jetzt anschließend im Internet nach Ersatzteilen für mein Nervenkostüm.

Vielleicht eine Erklärung.

Ohne Punkt und Komma, drüben im Wordpress-Blog.

fdf

n_katertier


Honeybunch of Athabaske
23.1.1997 - 13.9.2014

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