In der aktuellen Werbebroschüre für Mai 2008 (Nr. 20/08) der SPAR-Linie "Gourmet" steht folgendes zu lesen:
Tirol-Milch ist der einzige industrielle Speiseeis-Hersteller in Österreich. Bereits durch die Marke "Tiroler Eistraum" wird ein direkter Bezug zur Herkunft hergestellt und somit klar die Positionierung des heimischen Speiseeis kommuniziert.
Doch Tirol Milch kann noch mit einer weiteren Einzigartigkeit punkten: Tiroler Eistraum wird aus frischer Tiroler Alpenmilch hergestellt und damit aus frischen Zutaten direkt aus der Molkerei. Ein klarer USP, der von den Mitbewerbern nicht so leicht imitierbar ist.
Abgesehen von der Frage, was ein "Speiseei" ist, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Verfasser dieses Textes sich in dermaßen lichten Höhen bewegt, dass er bereits völlig den Bodenkontakt, sprich: den Bezug zum Konsumenten, verloren hat. Wie ließe sich sonst die allgemeine Ausdrucksweise und speziell die Verwendung der Bezeichnung "USP" (Unique Selling Point, gemeint ist ein spezieller und im günstigsten Fall einzigartiger Produktvorteil) erklären ? Die pensionierte Oberlehrerin von nebenan weiß jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit nicht, was mit dieser Abkürzung gemeint ist, und mindestens 80% der Menschen, die dieses Werbeblatt erhalten haben, dürften ebenfalls mit solcher Diktion überfordert sein.
Dachte ich mirs doch: Der Text steht wortwörtlich auf der "Eistraum"-Site von Tirol Milch. Merke: So etwas kommt beim Kopieren und Einfügen ohne Zwischenschaltung des eigenen Gehirns heraus. Dass auf der selben Seite der Broschüre dem Eishersteller Häagen Dazs attestiert wird, es gäbe ihn bereits seit fast 80 Jahren, ist hingegen schlichtweg auf schlechte Recherche zurückzuführen.
Tirol-Milch ist der einzige industrielle Speiseeis-Hersteller in Österreich. Bereits durch die Marke "Tiroler Eistraum" wird ein direkter Bezug zur Herkunft hergestellt und somit klar die Positionierung des heimischen Speiseeis kommuniziert.
Doch Tirol Milch kann noch mit einer weiteren Einzigartigkeit punkten: Tiroler Eistraum wird aus frischer Tiroler Alpenmilch hergestellt und damit aus frischen Zutaten direkt aus der Molkerei. Ein klarer USP, der von den Mitbewerbern nicht so leicht imitierbar ist.
Abgesehen von der Frage, was ein "Speiseei" ist, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Verfasser dieses Textes sich in dermaßen lichten Höhen bewegt, dass er bereits völlig den Bodenkontakt, sprich: den Bezug zum Konsumenten, verloren hat. Wie ließe sich sonst die allgemeine Ausdrucksweise und speziell die Verwendung der Bezeichnung "USP" (Unique Selling Point, gemeint ist ein spezieller und im günstigsten Fall einzigartiger Produktvorteil) erklären ? Die pensionierte Oberlehrerin von nebenan weiß jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit nicht, was mit dieser Abkürzung gemeint ist, und mindestens 80% der Menschen, die dieses Werbeblatt erhalten haben, dürften ebenfalls mit solcher Diktion überfordert sein.
Dachte ich mirs doch: Der Text steht wortwörtlich auf der "Eistraum"-Site von Tirol Milch. Merke: So etwas kommt beim Kopieren und Einfügen ohne Zwischenschaltung des eigenen Gehirns heraus. Dass auf der selben Seite der Broschüre dem Eishersteller Häagen Dazs attestiert wird, es gäbe ihn bereits seit fast 80 Jahren, ist hingegen schlichtweg auf schlechte Recherche zurückzuführen.
walküre - am Donnerstag, 15. Mai 2008, 11:06 - Rubrik: Zwiebelfischlein
Heute nachmittag war ich mit der Tochter ein wenig bummeln und wir sind aus diesem Anlass selbstredend, da beide Intensivleserinnen, in einer Buchhandlung stöbern gewesen. Der Tochter hab ich für den letztwöchigen Matheschularbeitszweier(!!!) als Draufgabe zur Siegesprämie noch ein Buch spendiert, ich selber hab einfach ziellos geschmökert und bin auf ein Buch gestoßen, das meine Neugier sofort geweckt hat. Es heißt "Pralle Prinzessinnen", wurde von Tine Wittler, die ich als Moderatorin sympathisch finde und deren ältere Schwester ich von der Figur her sein könnte, geschrieben und versteht sich in erster Linie als Mode- und Stilberatung für üppige Frauen, wiewohl auch andere Lebensbereiche gestreift werden. Ein kurzer Blick ins Innenleben des Buches genügte, um festzustellen, das es keinesfalls ein Fehlkauf sein würde.
Zuhause angekommen, habe ich mirs auf dem Sofa gemütlich gemacht und mit der Lektüre begonnen, die sich durchaus so gestaltet, wie man es von "Einsatz in 4 Wänden" her kennt. Tine Wittler wirft Klischees über den Haufen und bietet zum Teil unorthodoxe, jedoch sehr ansprechende Lösungen an; das Ganze wird garniert von den liebevollen Zeichnungen der Illustratorin Steffi Schütze. Dieses Zurechtrücken mancher Irrtümer und das gleichzeitige Anbieten attraktiver Alternativen macht das Buch für mich sehr reizvoll, zumal es mir genauso ergeht, wie die Autorin anfangs schildert: viele "pralle Prinzessinnen" würden gerne schöne Kleidung kaufen, scheitern aber im Endeffekt an der Ignoranz der Modeindustrie und begnügen sich letztlich resignierend mit faulen Kompromissen.
Dass ich nach der Lektüre zweier Drittel des Buches plötzlich sehr müde wurde, liegt keineswegs an Tine Wittler, sondern ist ein Zeichen für mich, dass ich nicht länger um die Frage meines Äußeren herumschleichen kann und darf wie die Katze um den sprichwörtlichen heißen Brei, sondern eine klare Entscheidung fällig ist. Stehe ich zu meinem Aussehen oder beuge ich mich aufgezwungenen Normen ? Mein Leben lang wurde mir von verschiedenen Seiten suggeriert, ich sähe häßlich bis abstoßend aus und müsse mich dafür, dass ich so bin, wie ich bin, schämen. Schämen für meine Figur, erst recht schämen für Genüsse kulinarischer Art ("Wer so aussieht, sollte überhaupt nichts essen !"), schämen für meine Sexualität ("Dicke haben kein Liebesleben zu haben, allein der Gedanke ist ekelhaft"). Es hat Jahrzehnte gedauert, um diesem Morast aus Schuldgefühlen und Selbstzweifeln zu entrinnen, und auch heute noch genügt meist eine dumme Bemerkung, ein abschätziger Blick, um mich mit einem Fuß bereits wieder in diesem Sumpf versinken zu lassen, von diversen Abbildungen sogenannter Traumfrauen ganz zu schweigen. Ich habe gelernt, mich wie weiland Münchhausen selber aus dem Moor zu ziehen, dennoch bleibt mein Alltag eine Gratwanderung des Selbstwertgefühls, für dessen Stabilisierung viel Energie verbraucht wird, die ich andernorts sinnvoller, das heißt produktiver, verwenden könnte.
Ich denke, es ist an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen - die Entscheidung, zu meinem Äußeren zu stehen, zumal ich selbst es nicht als abstoßend empfinde. In meiner Jugend war ich deutlich größer als die meisten anderen Mädchen, und wenn auch meine Figur in Relation zu meiner Größe durchaus dem Mittel entsprach, hat sich aus der unseligen Konstellation von Schmähungen und einem gnadenlosen Modediktat im Geiste Twiggys eine deutlich gestörte Selbstwahrnehmung herausgebildet, die erst in den vergangenen Jahren teilweise verschwunden ist. Würde ich mich jetzt einmal mehr auf irgendeine Diät einlassen, täte ich dem Modediktat Genüge, nicht jedoch mir selbst, weil ich durchaus empfinde, dass mein Äußeres meinem reichen Innenleben entspricht. Warum ich mich kasteien soll, sehe ich nicht ein, zumal ich mittlerweile seit einigen Jahren völlig problemlos auf dem selben Gewicht bleibe und darüber hinaus - ärztlich verbrieft - absolut tolle Laborwerte aufweise. Hätte ich mich schon vor zwanzig Jahren mit meinem Aussehen angefreundet, brächte ich heute geschätzte fünfundzwanzig Kilogramm weniger auf die Waage - diese habe ich mir nämlich kontinuierlich mittels Jojo-Effekt zugelegt. Rückblickend kann ich sagen, dass ich nach jeder diätbedingten Gewichtsabnahme binnen vier bis fünf Monaten auch bei starker körperlicher Belastung drei bis vier Kilos mehr als vor der Diät auf den Rippen (und nicht nur dort !) hatte.
Gegen meine Körperfülle anzukämpfen wäre für mich heute ein sinnloser Kampf gegen mich selber, von außen angezettelt, geführt nicht um meiner selbst willen, sondern um oktroyierten Normen gerecht zu werden und somit selbstzerstörerisch. Soviel zum theoretischen Teil. Der praktische sieht anders aus. Ich stelle nämlich gerade fest, dass es mir schwerfällt, mich aufzurichten, wenn die Geister der Vergangenheit hohnlachend über mir schweben.
Zuhause angekommen, habe ich mirs auf dem Sofa gemütlich gemacht und mit der Lektüre begonnen, die sich durchaus so gestaltet, wie man es von "Einsatz in 4 Wänden" her kennt. Tine Wittler wirft Klischees über den Haufen und bietet zum Teil unorthodoxe, jedoch sehr ansprechende Lösungen an; das Ganze wird garniert von den liebevollen Zeichnungen der Illustratorin Steffi Schütze. Dieses Zurechtrücken mancher Irrtümer und das gleichzeitige Anbieten attraktiver Alternativen macht das Buch für mich sehr reizvoll, zumal es mir genauso ergeht, wie die Autorin anfangs schildert: viele "pralle Prinzessinnen" würden gerne schöne Kleidung kaufen, scheitern aber im Endeffekt an der Ignoranz der Modeindustrie und begnügen sich letztlich resignierend mit faulen Kompromissen.
Dass ich nach der Lektüre zweier Drittel des Buches plötzlich sehr müde wurde, liegt keineswegs an Tine Wittler, sondern ist ein Zeichen für mich, dass ich nicht länger um die Frage meines Äußeren herumschleichen kann und darf wie die Katze um den sprichwörtlichen heißen Brei, sondern eine klare Entscheidung fällig ist. Stehe ich zu meinem Aussehen oder beuge ich mich aufgezwungenen Normen ? Mein Leben lang wurde mir von verschiedenen Seiten suggeriert, ich sähe häßlich bis abstoßend aus und müsse mich dafür, dass ich so bin, wie ich bin, schämen. Schämen für meine Figur, erst recht schämen für Genüsse kulinarischer Art ("Wer so aussieht, sollte überhaupt nichts essen !"), schämen für meine Sexualität ("Dicke haben kein Liebesleben zu haben, allein der Gedanke ist ekelhaft"). Es hat Jahrzehnte gedauert, um diesem Morast aus Schuldgefühlen und Selbstzweifeln zu entrinnen, und auch heute noch genügt meist eine dumme Bemerkung, ein abschätziger Blick, um mich mit einem Fuß bereits wieder in diesem Sumpf versinken zu lassen, von diversen Abbildungen sogenannter Traumfrauen ganz zu schweigen. Ich habe gelernt, mich wie weiland Münchhausen selber aus dem Moor zu ziehen, dennoch bleibt mein Alltag eine Gratwanderung des Selbstwertgefühls, für dessen Stabilisierung viel Energie verbraucht wird, die ich andernorts sinnvoller, das heißt produktiver, verwenden könnte.
Ich denke, es ist an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen - die Entscheidung, zu meinem Äußeren zu stehen, zumal ich selbst es nicht als abstoßend empfinde. In meiner Jugend war ich deutlich größer als die meisten anderen Mädchen, und wenn auch meine Figur in Relation zu meiner Größe durchaus dem Mittel entsprach, hat sich aus der unseligen Konstellation von Schmähungen und einem gnadenlosen Modediktat im Geiste Twiggys eine deutlich gestörte Selbstwahrnehmung herausgebildet, die erst in den vergangenen Jahren teilweise verschwunden ist. Würde ich mich jetzt einmal mehr auf irgendeine Diät einlassen, täte ich dem Modediktat Genüge, nicht jedoch mir selbst, weil ich durchaus empfinde, dass mein Äußeres meinem reichen Innenleben entspricht. Warum ich mich kasteien soll, sehe ich nicht ein, zumal ich mittlerweile seit einigen Jahren völlig problemlos auf dem selben Gewicht bleibe und darüber hinaus - ärztlich verbrieft - absolut tolle Laborwerte aufweise. Hätte ich mich schon vor zwanzig Jahren mit meinem Aussehen angefreundet, brächte ich heute geschätzte fünfundzwanzig Kilogramm weniger auf die Waage - diese habe ich mir nämlich kontinuierlich mittels Jojo-Effekt zugelegt. Rückblickend kann ich sagen, dass ich nach jeder diätbedingten Gewichtsabnahme binnen vier bis fünf Monaten auch bei starker körperlicher Belastung drei bis vier Kilos mehr als vor der Diät auf den Rippen (und nicht nur dort !) hatte.
Gegen meine Körperfülle anzukämpfen wäre für mich heute ein sinnloser Kampf gegen mich selber, von außen angezettelt, geführt nicht um meiner selbst willen, sondern um oktroyierten Normen gerecht zu werden und somit selbstzerstörerisch. Soviel zum theoretischen Teil. Der praktische sieht anders aus. Ich stelle nämlich gerade fest, dass es mir schwerfällt, mich aufzurichten, wenn die Geister der Vergangenheit hohnlachend über mir schweben.
walküre - am Mittwoch, 14. Mai 2008, 19:40 - Rubrik: Befindlichkeiten
Wenn eine Person - nennen wir sie "A" - mit 29 Personen ihres engeren Umfeldes ohne Heuchelei und Verstellung hervorragend zurechtkommt, mit einer einzigen (hier "B" genannt) jedoch immer wieder größtenteils um Nichtigkeiten erbitterten Streit hat und sich dennoch nicht von B distanziert, ohne dass materielle Ursachen für dieses Verhalten vorliegen, was hat A dann für Gründe, B nicht zum Teufel zu jagen, wie sie es normalerweise in dieser Situation machen würde ?
walküre - am Mittwoch, 14. Mai 2008, 11:25 - Rubrik: Gesellschaft
Gleich vorweg: Der Titel ist beim Steppenhund gestohlen, wobei ich hoffe, mir mit dieser schändlichen Handlung nicht seinen Unmut zugezogen zu haben. :-)
Auf den Muttertag könnte ich für meinen Teil ja ebenfalls gut verzichten, nur gibt es da eine ältere Generation, die diesen Tag anerkannt haben möchte, sodass ich um das Gedöns doch nicht ganz herumkomme. Da üblicherweise am Muttertag gute Lokale hoffnungslos überfüllt sind, habe ich mich entschlossen, selber zu kochen, was ich ja grundsätzlich gerne mache, und zwar umso lieber, je mehr Menschen in den Genuss meiner Kochkünste kommen. Passend zum frühlingshaften Wetter gab es Marchfelder Spargel mit heurigen Erdäpfeln, zweierlei Schinken und Sauce Hollandaise, als Vorspeise hab ich Avocadosalat kredenzt. Das Essen wurde von allen Seiten gelobt, und zwar nicht deswegen, weil Muttertag war und alle Angst vor meiner Reaktion bei einer negativen Bewertung hatten !
Wir hatten für den frühen Nachmittag einen Ausflug ins Helenental geplant, verbunden mit einem kurzen Spaziergang (meine Schwiegermutter ist momentan nicht sehr gut zu Fuß) und einer kleinen Kaffeejause in der Krainerhütte, in der ich vor vielen Jahren einmal zu Gast war und die ich in guter Erinnerung hatte. Die Hinfahrt war suboptimal, weil Herr Hund auf die zeitweilige Überdrehtheit der Tochter äußerst nervös reagiert und die Krainerhütte hatte wegen Renovierungsmaßnahmen über Pfingsten geschlossen (was nicht auf der Website ersichtlich war !). Nun ja. Der Spaziergang war allerdings angenehm, und der beste aller Ehemänner und ich haben beschlossen, gelegentlich zum Wandern ins Helenental zu fahren. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich auf entlegenere Landschaften (derzeit ?) mit Beklommenheit reagiere, und so war ich dann froh, wieder nach Wien zu kommen. Wir haben in Hietzing noch Kaffee getrunken, und weil wir grad so schön beim süßen Leben waren, haben wir später hervorragendes Sushi zu Abend gegessen (darüber gibt es demnächst einen Extraeintrag), sind danach im 1. Bezirk spazierengegangen, haben sehr viel später noch einen Kaffee in der Innenstadt genommen und dabei Menschen beobachtet. Soviel Russen wie in den vergangenen Wochen in Wien habe ich übrigens in meinem ganzen bisherigen Leben nicht gesehen, was aber keineswegs abwertend gemeint ist. Ich, die ich mit den eisernen Vorhang in relativer Nähe aufgewachsen bin, finde viel Gefallen daran, dass Europa zusammenwächst und nicht mehr durch irgendwelche Wahnsinnsregimes entzweigespalten wird - das nur nebenbei bemerkt.
Heute lange geschlafen, spät gefrühstückt. Was der Tag noch bringt, wird sich zeigen.
Auf den Muttertag könnte ich für meinen Teil ja ebenfalls gut verzichten, nur gibt es da eine ältere Generation, die diesen Tag anerkannt haben möchte, sodass ich um das Gedöns doch nicht ganz herumkomme. Da üblicherweise am Muttertag gute Lokale hoffnungslos überfüllt sind, habe ich mich entschlossen, selber zu kochen, was ich ja grundsätzlich gerne mache, und zwar umso lieber, je mehr Menschen in den Genuss meiner Kochkünste kommen. Passend zum frühlingshaften Wetter gab es Marchfelder Spargel mit heurigen Erdäpfeln, zweierlei Schinken und Sauce Hollandaise, als Vorspeise hab ich Avocadosalat kredenzt. Das Essen wurde von allen Seiten gelobt, und zwar nicht deswegen, weil Muttertag war und alle Angst vor meiner Reaktion bei einer negativen Bewertung hatten !
Wir hatten für den frühen Nachmittag einen Ausflug ins Helenental geplant, verbunden mit einem kurzen Spaziergang (meine Schwiegermutter ist momentan nicht sehr gut zu Fuß) und einer kleinen Kaffeejause in der Krainerhütte, in der ich vor vielen Jahren einmal zu Gast war und die ich in guter Erinnerung hatte. Die Hinfahrt war suboptimal, weil Herr Hund auf die zeitweilige Überdrehtheit der Tochter äußerst nervös reagiert und die Krainerhütte hatte wegen Renovierungsmaßnahmen über Pfingsten geschlossen (was nicht auf der Website ersichtlich war !). Nun ja. Der Spaziergang war allerdings angenehm, und der beste aller Ehemänner und ich haben beschlossen, gelegentlich zum Wandern ins Helenental zu fahren. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich auf entlegenere Landschaften (derzeit ?) mit Beklommenheit reagiere, und so war ich dann froh, wieder nach Wien zu kommen. Wir haben in Hietzing noch Kaffee getrunken, und weil wir grad so schön beim süßen Leben waren, haben wir später hervorragendes Sushi zu Abend gegessen (darüber gibt es demnächst einen Extraeintrag), sind danach im 1. Bezirk spazierengegangen, haben sehr viel später noch einen Kaffee in der Innenstadt genommen und dabei Menschen beobachtet. Soviel Russen wie in den vergangenen Wochen in Wien habe ich übrigens in meinem ganzen bisherigen Leben nicht gesehen, was aber keineswegs abwertend gemeint ist. Ich, die ich mit den eisernen Vorhang in relativer Nähe aufgewachsen bin, finde viel Gefallen daran, dass Europa zusammenwächst und nicht mehr durch irgendwelche Wahnsinnsregimes entzweigespalten wird - das nur nebenbei bemerkt.
Heute lange geschlafen, spät gefrühstückt. Was der Tag noch bringt, wird sich zeigen.
walküre - am Montag, 12. Mai 2008, 12:53 - Rubrik: Wien, wie ich es liebe
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walküre - am Samstag, 10. Mai 2008, 13:56 - Rubrik: Erinnerungen
Frühling im Schönbrunner Schlosspark:








walküre - am Freitag, 9. Mai 2008, 21:39 - Rubrik: Wien, wie ich es liebe
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