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Ich wette, da geht noch was.

 
Entspannt und ruhelos zur selben Zeit, das muss mir auch erst einmal jemand nachmachen. Vom 3. Bezirk in die Innenstadt spaziert, beim Prückel in der Sonne einen Einspänner genossen. Am Tisch schräg gegenüber ein Mann, der mir wegen seines gepflegten Französisch auffällt und bei welchem es sich bei näherer Betrachtung um Peter Handke (attraktiv ist er, viel attraktiver als auf den meisten Fotos, und eine starke Ausstrahlung hat er auch) handelt, am selben Tisch mit dem sehr eleganten Luc Bondy, der bei den Wiener Festwochen Handkes Stück "Die schönen Tage von Aranjuez" inszeniert.

In der Vermischten Warenhandlung gestöbert, in einer der Auslagen ein Kärtchen mit einem Statement gefunden:

Ich bin nicht schwierig. Ich bin eine Herausforderung.

Passt. Aber sowas von.

  1. Mir ist kalt. 10° bei Wind und dichten Wolken ist keine Temperatur, bei der ich mich wohlfühle, schon gar nicht, wenn meine Nase allmählich immer mehr läuft.
  2. So aus den Augenwinkeln verfolge ich nach wie vor den Immobilienmarkt und habe am Wochenende festgestellt, dass "Haus für Freizeitarchitekten" für mich ziemlich bedrohlich klingt. "Exklusiver Landsitz" auch, allerdings aus anderen, eher gegensätzlichen Gründen.
  3. Irgendwie wäre mir stimmungsmäßig der Weltuntergang heute durchaus willkommen.

Da die Wetterprognose nicht Gutes verheißt (Vielleicht soll das wiederkehrende Muttertagsschlechtwetter ja ein Zeichen sein, selbigen endich abzuschaffen ?!?), stelle ich heute noch ein paar aktuelle Frühlingsbilder ins Netz und wünsche allen, die hier vorbeischauen, ein entspanntes/friedliches/aufregendes/kuscheliges/lauschiges/sportliches/kulinarisches (Gewünschtes bitte ankreuzen) Wochenende !

tiergarten_kraehe_saeule_mai2012
schoenbrunn_palmenhaus_paeonie2_mai2012

tiergarten_kastanienbluete2_mai2012

Meine Seele regeneriert sich nach und nach; anscheinend bewirkt aber die heftige Tätigkeit meines Unterbewusstseins einen immensen körperlichen Bewegungsdrang (und zwar noch deutlich mehr als sonst), sodass es mich geradezu magisch hinaus ins Frühlingsgeschehen zieht, was wiederum unter anderem zu Exkursionen fotografischer Art nach Schönbrunn führt. So kommt es, dass ich heute ein paar der Ergebnisse dieser Streifzüge hierorts mit meinem p.t. Publikum teile:

tiergarten_kraehenbad_mai2012
tiergarten_pfau_mai2012
tiergarten_roter_panda_mai2012

tiergarten_kastanienbluete_mai2012

tiergarten_robbenfuetterung_mai2012

tiergarten_robbenbulle_mai2012
tiergarten_kraehe_pavillon_mai2012

schoenbrunn_palmenhaus_paeonie_mai2012

mousepad_neu

Fledermauspad. Fledermousepad.

Einen tröstlichen und gleichzeitig leicht verstörenden Traum gehabt (auch Werwölfe mögen übrigens Hundeleckerlis, wie ich seit heute Nacht weiß), der zu meinem derzeitigen Zustand passt: Nach und nach kommen verschüttete Wünsche, Träume und auch das Wissen um Begabungen wieder zum Vorschein, und zwar nicht als Leichen, sondern recht lebendig. Wie an einem See, an dem dort und da versunken geglaubte Schätze ans Ufer gespült werden: Ein leises Plätschern - und plötzlich ist wieder ein weiterer Teil meiner selbst greifbar. Dass dabei auch Trauer mitgeschwemmt wird, ist unvermeidlich, mitunter weinend aus dem Schlaf aufzuwachen, ebenfalls.

Heute in der U4 (=U-Bahn) gen Hütteldorf sitzt neben mir ein Passagier, welcher auf das Läuten seines Handys hin dem Anrufer folgendes erklärt: "Hallo K., du, i bin grad in der U4 Richtung Klagenfurt ..."

Den Rest des - ohnehin kurzen - Gesprächs habe ich nicht weiter verfolgt, weil ich sehr damit beschäftigt war, mir das Lachen zu verbeißen.

 

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