Heuer haben wir zum ersten Mal jene Muße, die man braucht, um Bummel über Weihnachtsmärkte genießen zu können, was mir zunächst die Erkenntnis gebracht hat, dass das, was dort als Punsch verkauft wird, auch tatsächlich entsprechend Alkohol enthält. Notiz, mir selbst hinter die Ohren zu schreiben: Punsch, wenn überhaupt, nur mehr zuhause, ansonsten Kinderpunsch. Hätt ich mir aber eh denken können, dass jemand, der nach einem Achtel Wein schon weiche Knie hat (ich zum Beispiel), mit warmem Alkohol eher zurückhaltend sein sollte ...
Äußerst angenehm aufgefallen ist mir, dass es keine Musikberieselung und keine Ramschbuden gibt, zumindest in Schönbrunn und beim Rathaus nicht, und, dass es ein paar sehr interessante Standln hat, bei denen sich gut einkaufen lässt. Beim Rathaus beispielsweise findet sich ein Stand mit einigen von Staud's hervorragenden Produkten sowie den sehr schmackhaften Likören (Rosenmarillenlikör ist exzellent, der Eierlikör schmeckt wie selbstgemacht !) des Gänserndorfer Kulinariums; auch andere Köstlichkeiten werden angeboten. Entdeckt haben wir ferner einen Stand mit echtem Triestiner Marzipan in verschiedenen Zubereitungen, von denen eine aromatischer ist als die andere. Wer Marzipan aufgrund überbordender Süße nicht sehr ansprechend findet, sollte diese Variante verkosten, denn sie ist weniger süß und geschmacklich intensiv !
Stimmungsvoll ist natürlich vor der großartigen Kulisse des Schlosses der Schönbrunner Weihnachtsmarkt. Das allerdings weiß nicht nur ich, sodass es hier schon mal recht voll wird und sich vor manchen Pavillons (Spiralerdäpfel !) Schlangen bilden wie weiland an den Wochenenden vor den Metzgereien in Prag. Schön ists allemal, und ich habe mir hier bei einer burgenländischen Modistin den ersten Hut meines Lebens gekauft (von Strohhüten für die Gartenarbeit einmal abgesehen). Schick, ein bissl schräg, zeitlos schön - und echte Handarbeit. Foto gibts aber keines, denn das Teil hat einen relativ hohen Wiedererkennungswert ...
Zusatz: Beim Frick am Graben wird derzeit eine Gesamtausgabe aller Karikaturen, die jemals im New Yorker erschienen sind, angeboten; es handelt sich um ein wunderschönes, großformatiges Buch in Hardcover mit zwei CDs - sehr unterhaltsame Zeitgeschichte um nicht ganz 25 Euro !
Äußerst angenehm aufgefallen ist mir, dass es keine Musikberieselung und keine Ramschbuden gibt, zumindest in Schönbrunn und beim Rathaus nicht, und, dass es ein paar sehr interessante Standln hat, bei denen sich gut einkaufen lässt. Beim Rathaus beispielsweise findet sich ein Stand mit einigen von Staud's hervorragenden Produkten sowie den sehr schmackhaften Likören (Rosenmarillenlikör ist exzellent, der Eierlikör schmeckt wie selbstgemacht !) des Gänserndorfer Kulinariums; auch andere Köstlichkeiten werden angeboten. Entdeckt haben wir ferner einen Stand mit echtem Triestiner Marzipan in verschiedenen Zubereitungen, von denen eine aromatischer ist als die andere. Wer Marzipan aufgrund überbordender Süße nicht sehr ansprechend findet, sollte diese Variante verkosten, denn sie ist weniger süß und geschmacklich intensiv !
Stimmungsvoll ist natürlich vor der großartigen Kulisse des Schlosses der Schönbrunner Weihnachtsmarkt. Das allerdings weiß nicht nur ich, sodass es hier schon mal recht voll wird und sich vor manchen Pavillons (Spiralerdäpfel !) Schlangen bilden wie weiland an den Wochenenden vor den Metzgereien in Prag. Schön ists allemal, und ich habe mir hier bei einer burgenländischen Modistin den ersten Hut meines Lebens gekauft (von Strohhüten für die Gartenarbeit einmal abgesehen). Schick, ein bissl schräg, zeitlos schön - und echte Handarbeit. Foto gibts aber keines, denn das Teil hat einen relativ hohen Wiedererkennungswert ...
Zusatz: Beim Frick am Graben wird derzeit eine Gesamtausgabe aller Karikaturen, die jemals im New Yorker erschienen sind, angeboten; es handelt sich um ein wunderschönes, großformatiges Buch in Hardcover mit zwei CDs - sehr unterhaltsame Zeitgeschichte um nicht ganz 25 Euro !
walküre - am Sonntag, 6. Dezember 2009, 20:00 - Rubrik: Einkaufen & Handwerk
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
In der vergangenen Nacht bin ich aufgewacht, weil ich wieder einmal irgendeinen Schwachsinn der gewohnten Art geträumt hatte; dachte: "naja, wenn ich schon wach bin, kann ich auch gleich das stille Örtchen aufsuchen" und habe beim Aufstehen im Vorbeiwanken auf die phosphoreszierenden Zeiger meines Weckers geschielt. Ein paar Minuten nach fünf Uhr, super ... Auf dem Rückweg von der Toilette hab ich dann im Zimmer der Tochter noch Licht gesehen und beschlossen, mich erzieherisch zu Wort zu melden. "Kind, es ist kurz nach fünf Uhr früh - trotz des Wochenendes solltest du besser jetzt schlafen gehen !!!" Die Tochter hat mich mit einer Mischung aus Amüsiertheit und Mitleid angeschaut und dann in entsprechendem Tonfall gemeint: "Mamaaa, es ist nicht fünf, sondern jetzt grad halb zwei !"
Ich stelle fest, dass ich rapide an pädagogischer Glaubwürdigkeit verliere.
Ich stelle fest, dass ich rapide an pädagogischer Glaubwürdigkeit verliere.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Heute hat der gleichermaßen ersehnte und gefürchtete Facharzttermin bei einem Neurologen stattgefunden, um zu klären, was hinter diesen Symptomen steckt, und manche Faktoren ausschließen zu können. Die Untersuchung war äußerst gründlich und hat sich vom EEG bis hin zur Feststellung eines möglichen Eisenmangels erstreckt; ein Laborbericht wird noch nachgeliefert, anhand dessen auch Schilddrüsenwerte und ein paar andere Feinheiten ersichtlich sind.
Fazit: Die Enzephalitis hat trotz ihrer Schwere keinerlei Schäden hinterlassen, soviel steht fest - eine Diagnose, die mich unendlich erleichtert, denn ich hatte mir all die Jahre zeitweise durchaus heftige Selbstvorwürfe gemacht, weil ich meine Tochter einer Gefahr ausgesetzt hatte, die vermeidbar gewesen wäre, hätte ich meiner inneren Stimme gehorcht, die Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen in meiner Kindheit normale und weitgehend harmlose Kinderkrankheiten geäußert hatte (Dass es sich bei der Enzephalitis um eine Reaktion auf die MMR-Impfung gehandelt hat, konnte übrigens bis jetzt kein Arzt ausschließen !).
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge liegt - natürlich auch zur Freude meiner Tochter, die wohl bewusst oder unbewusst nicht wenig von meinen Befürchtungen übernommen hatte - kein dauerhaftes Problem vor, dafür hat sich aber eine verblüffend einfache mögliche Lösung für die vorliegende Symptomatik herausgestellt: Auch Jugendliche im Alter meiner Tochter brauchen nach Aussage des Arztes noch im Durchschnitt 9 Stunden Schlaf pro Nacht, auf mehr als sieben bis acht Stunden kommt die Tochter aber nicht, weil sie vor 23 Uhr nach eigener Aussage nicht müde ist. Schlaflieder vorsingen und Gutenachtgeschichten vorlesen hilft in ihrem Alter nur mehr mäßig, also müssen wir wohl eine Alternative finden. ;-)
PS: Falls dieser Eintrag etwas wirr wirken sollte, möge man mir dies nachsehen: Ich bin heute, nachdem diese große Last von mir abgefallen ist, unglaublich müde. Und sehr dankbar für dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk.
Fazit: Die Enzephalitis hat trotz ihrer Schwere keinerlei Schäden hinterlassen, soviel steht fest - eine Diagnose, die mich unendlich erleichtert, denn ich hatte mir all die Jahre zeitweise durchaus heftige Selbstvorwürfe gemacht, weil ich meine Tochter einer Gefahr ausgesetzt hatte, die vermeidbar gewesen wäre, hätte ich meiner inneren Stimme gehorcht, die Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen in meiner Kindheit normale und weitgehend harmlose Kinderkrankheiten geäußert hatte (Dass es sich bei der Enzephalitis um eine Reaktion auf die MMR-Impfung gehandelt hat, konnte übrigens bis jetzt kein Arzt ausschließen !).
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge liegt - natürlich auch zur Freude meiner Tochter, die wohl bewusst oder unbewusst nicht wenig von meinen Befürchtungen übernommen hatte - kein dauerhaftes Problem vor, dafür hat sich aber eine verblüffend einfache mögliche Lösung für die vorliegende Symptomatik herausgestellt: Auch Jugendliche im Alter meiner Tochter brauchen nach Aussage des Arztes noch im Durchschnitt 9 Stunden Schlaf pro Nacht, auf mehr als sieben bis acht Stunden kommt die Tochter aber nicht, weil sie vor 23 Uhr nach eigener Aussage nicht müde ist. Schlaflieder vorsingen und Gutenachtgeschichten vorlesen hilft in ihrem Alter nur mehr mäßig, also müssen wir wohl eine Alternative finden. ;-)
PS: Falls dieser Eintrag etwas wirr wirken sollte, möge man mir dies nachsehen: Ich bin heute, nachdem diese große Last von mir abgefallen ist, unglaublich müde. Und sehr dankbar für dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk.
Ich habe heute im Postkasten FPÖ-Wahlwerbung für die Wiener Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr vorgefunden, und zwar in dreifacher Ausführung, fein säuberlich - und korrekt ! - an jedes einzelne Mitglied unseres Haushalts adressiert. Auch an die Tochter, die erst im kommenden November 16 wird.
Persönlich an die wahlberechtigten Mitglieder eines Haushalts adressierte Wahlwerbung flattert immer wieder mal ins Haus, aber stets so, dass man sich die Bekanntheit der eigenen Adresse erklären kann - sei es wegen einer Unterschriftenaktion, an der man teilgenommen hat oder auch, weil von einem selber einmal interessehalber Informationsmaterial angefordert worden ist. Woher aber die FPÖ diese Adressen - und vor allem die einzelnen Namen - bekommen hat, ist uns eigentlich schleierhaft und erweckt bei mir den Verdacht, dass sich da irgendjemand beim Zentralen Melderegister ein Zubrot verdient hat. "Einfach so" ist doch keiner Partei der Zugriff auf solche Daten erlaubt - oder doch ???
Übel finde ich übrigens auch, dass die Möglichkeit einer Rücksendung von vornherein ausgeschlossen wird.
Persönlich an die wahlberechtigten Mitglieder eines Haushalts adressierte Wahlwerbung flattert immer wieder mal ins Haus, aber stets so, dass man sich die Bekanntheit der eigenen Adresse erklären kann - sei es wegen einer Unterschriftenaktion, an der man teilgenommen hat oder auch, weil von einem selber einmal interessehalber Informationsmaterial angefordert worden ist. Woher aber die FPÖ diese Adressen - und vor allem die einzelnen Namen - bekommen hat, ist uns eigentlich schleierhaft und erweckt bei mir den Verdacht, dass sich da irgendjemand beim Zentralen Melderegister ein Zubrot verdient hat. "Einfach so" ist doch keiner Partei der Zugriff auf solche Daten erlaubt - oder doch ???
Übel finde ich übrigens auch, dass die Möglichkeit einer Rücksendung von vornherein ausgeschlossen wird.
walküre - am Freitag, 27. November 2009, 18:08 - Rubrik: Gesellschaft
Ein Mensch, der sich partout und strikt weigert, mehr als ein Medikament einzunehmen, obwohl er das erste benötigt und gut verträgt und das zweite ihm ohne nennenswerte Nebenwirkungen binnen kürzester Zeit einen Großteil der alterssymptombedingt beinträchtigten Lebensqualität zurückgeben würde. Ich spreche hier übrigens nicht von einer todgeweihten Person, sondern von jemandem, der noch etliche Jahre vor sich hat, und zwar so oder so, denn das angesprochene Symptom wirkt sich - wenn überhaupt - nur indirekt auf die Lebensdauer aus.
[Rubrik 1: Altersstarrsinn]
[Rubrik 2: Ich hab die Schnauze voll]
[Rubrik 1: Altersstarrsinn]
[Rubrik 2: Ich hab die Schnauze voll]