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Besser spät als nie !

 
Wie Sie vielleicht schon wissen/Ihr vielleicht schon wisst, habe ich unlängst ein Buch fertiggestellt, welches nunmehr unter anderem hierorten in Form eines E-Books zu einem fairen Preis feilgeboten wird.

edit: Download via neobooks

Was es in diesem Buch zu finden gibt:
Eine geradezu verschroben zu nennende Sprache, unzumutbar lange Schachtelsätze, schwer verständliche Austriazismen, direkte und indirekte Rede, Passivkonstruktionen sowie sämtliche Zeit- und Konjugationsformen außer der Vorzukunft (obwohl...).

Was noch vorkommt:
Der amerikanische Traum (wobei ich zu meiner Entschuldigung sagen muss, dass beim Verfassen meines Buches offiziell von der NSA noch keine Rede war), jede Menge Lokalkolorit, der 1. Wiener Gemeindebezirk, eines meiner Lieblingslokale in Wien, ein fiktiver Ort im Kamptal.

Wovon nichts in meinem Buch steht:
Spionage (wobei ich auch hier zu meiner Entschuldigung sagen muss, dass beim Verfassen meines Buches offiziell von der NSA noch keine Rede war), SM, Kindererziehung, Silvio Berlusconi. Ach ja, und mit dem gerne zu dieser Jahreszeit angedrohten „sommerleichten Lesespaß“ kann ich auch nicht dienen.

Warnung: Über Risiken und mögliche Nebenwirkungen der Lektüre meines Buches liegen derzeit noch keine Informationen vor !


Lesermeinungen:

Was für ein Unsinn ! Und am schlimmsten ist die Tatsache, dass in diesem Machwerk ein Hund vorkommt, der im Bett liegen darf ! IM BETT LIEGEN !!! EIN HUND !!!!! DIESE GESCHMACKLOSIGKEIT MUSS MAN SICH EINMAL VORSTELLEN !!!
Horst-Alfred Scharrer-Schnappitz, Gründer der Vereinigung bakteriophober Choleriker


Wie kommt diese Person dazu, sich über die Frauenheilkunde der Sechzigerjahre zu mokieren ? Als ob eine Geburt nicht etwas wäre, das permanent unter die Kontrolle eines erfahrenen Arztes gestellt werden muss ! Und dann die Anspielung auf unsere Ausbildung in der Nachkriegszeit – eine einzige Frechheit. Ich muss unverzüglich meinem Freund Dr. Engele schreiben. Diese Verleumdung wird Folgen haben !
Prof. Dr. Dr. A. Metzger, aus juristischen Gründen derzeit unbekannten Aufenthaltes


Ich verstehe nicht, warum sich die Au ... äh ... die Ver ... äh ...die Frau, die das Buch geschrieben hat, über Leute lustig macht, nur weil sie in abgelegenen Gegenden wohnen. Mein Ururgroßvater, der alte Meier, hat immer gemeint: „Wir Meiers müssen zusammenhalten !“, und das haben wir getan. Wir sind schon soweit, dass die meisten Leute in unserer Gegend „Meier“ heißen, und die anderen kriegen wir noch, und außerdem steht doch in der Bibel, dass man seinen Nächsten lieben soll ! Meine Schwester Sieglinde sagt das übrigens auch.
Siegmund Meier, In der Einöde (Postleitzahl unleserlich)

Offensichtlich muss man sich hier nur deutlich genug aufregen, damit etwas ins Rollen kommt:
Seit heute ist bei Amazon und anderen Anbietern ein E-Book von mir zu finden. Wer meinen Echtnamen kennt, entdeckt es übrigens sehr schnell.


[Lampenfieber pur]

Mir graust jedes Jahr wieder sowohl vor einer größeren Anhäufung von Feiertagen in einem Monat (=Maifeiertage) als auch vor den Sommerferien, weil ich mich des Eindrucks schon lange nicht mehr erwehren kann, dass zu diesen Zeiten aushäusig organisatorisch genau gar nichts weitergeht, unter anderem, weil allem Anschein nach in allen möglichen Behördern, Ämtern und Firmen nur Journaldienst verrichtet wird, da die meisten Angestellten Urlaub genommen haben. Beispiele gefällig ?
  • Ich habe nicht nur mehrere Wochen(!) auf (Routine-)Unterlagen gewartet, die meinen Führerschein betreffen, sondern mich überdies (Achtung, Ironie !) sehr amüsiert darüber, dass bei der Umstellung von Papier zu EDV bei jener Behörde, die mir vor vielen Jahren meinen Taxischein ausgestellt hat, ein gravierender Fehler passiert ist, und zwar dergestalt, dass offensichtlich Daten verwechselt wurden, sodass mein Führerschein in der entsprechenden Datenbank der österreichischen Behörden verstörenderweise zunächst nicht auffindbar war.
  • Beruflich warte ich seit April auf bestimmte Entscheidungen und Abläufe, die zum größten Teil nicht von mir beeinflussbar sind und sich bestenfalls im Schneckentempo bewegen. Bei meiner Tochter verhält es sich übrigens ähnlich. We are not amused.
  • Eine Immobiliensache zieht sich aus weitgehend unerfindlichen Gründen wie ein Strudelteig, wobei begleitend die absurdesten Nebengeschichten ins Spiel kommen. Beispielsweise ein Interessent, bei dem sich herausstellt, dass er nicht geschäftsfähig ist. Oder ein anderer Interessent, in dessen Familie die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, was grundsätzlich nicht relevant ist, aber eine gewisse nicht zu unterschätzende Bedeutung erlangt, wenn es ums Zahlen geht - vor allem, wenn es sich um Ehepartner handelt. (Von den Leuten, die sich Immobilien anschauen, weil sie grad nichts Besseres zu tun haben, red ich erst gar nicht.)
  • Seit mehr als einem Monat ist ein Präparat, welches nur über eine bestimmte Firma bezogen werden kann, nicht lieferbar. Pech, dass es sich ausgerechnet um eine Salbe handelt, die meiner Schwiegermutter hilft, ihre Lebensqualität im Hinblick auf ihre Gesundheit ein wenig zu heben. Pech, dass es sich um kein Medikament im eigentlichen Sinn handelt, sodass auch kein Generikum verfügbar ist. Pech für mich, dass ich deswegen längere vertröstende Telefonate führen muss, die im Endeffekt zu nichts führen außer zu Wut auf die betreffende Firma und Frustration ob der sich stets nach dem selben Schema wiederholenden Telefonate.
  • Als Obershauberl habe ich heute zwei Briefe in der Post gefunden, die nach bereits erfolgter Öffnung mit dem Vermerk "falsch zugestellt" versehen und wieder zugeklebt wurden, darunter ein wichtiges Personaldokument. Natürlich wars die Urlaubsvertretung (sic !) unseres Zustellers, und natürlich ist bei der zuständigen Zustellbasis am Freitagnachmittag niemand mehr erreichbar.
[Sollte heute noch jemand auf die Idee kommen, mich realiter schief anreden zu müssen, könnt es sein, dass ihn verbal niederbügle, und da hat er dann sogar noch Glück gehabt. Der Chuck-Norris-Teil meines Wesens trainiert nämlich schon.]

Wienfluss-Tour endete im AKH

Ein 55-jähriger deutscher Tourist hat sich am Pfingstsonntag bei einer eigenmächtigen Tour und nicht wie ursprünglich angegeben bei einer organisierten Führung im Wiener Kanalsystem schwer verletzt. Seine Bergung gestaltete sich schwierig.

Laut Wien Kanal war der Mann beim Stadtpark in den Wienfluss gestiegen. Er war von dort aus unterwegs in Richtung Naschmarkt, als er ausrutschte und sich dabei mehrere Brüche zuzog.


Geiz ist nur scheinbar geil; Schadenfreude sei in diesem Fall erlaubt.

Heute im Programm:

Frau Kelef strikes back. Auf russisch.

[Italienisch wär auch mal was. So richtig gestenreich per Redeschwall seinen Dialogpartner zum Verstummen bringen ...]

Liebe Leserschaft,

hier drüben hat soeben meine neue (Achtung, Kalauer !) Zweigstelle eröffnet. Es gibt schon ein bissl was zu lesen, schauen und rätseln, und unter den schön blühenden alten Obstbäumen in der Wiese ist genug Platz zum Sitzen und Entspannen !

Gleich vorweg möchte ich mich sehr herzlich für die besorgten Mails bedanken, welche mich in den vergangenen Tagen erreicht haben (und die ich selbstverständlich auch noch persönlich beantworten werde), weil es hier in der letzten Zeit etwas ruhig geworden ist !

Weshalb ich weniger geschrieben habe als sonst, ist leicht zu erklären; in diesem schier endlos scheinenden Winter (vor etwas mehr als zwei Wochen ist hier noch Schnee gelegen, wobei "hier" eine der wärmsten Gegenden Österreichs bezeichnet) war ich mit der Arbeit an einem Projekt beschäftigt, bei dem ich noch auf Rückmeldungen warte, danach hatte ich in Summe beinahe eine ganze Arbeitswoche damit zu tun, sämtliche Unterlagen zu sichten, die sich mit und seit dem Ableben meiner Eltern angesammelt hatten, wobei auch unsere eigenen Ordner gründlich gesichtet und ausgemistet wurden. Ausgesehen hat es in einer Ecke meines Arbeitszimmer bis dahin ungefähr so wie beim seligen Marcel Prawy, nur dass ich Papiersackerl statt Plastiktaschen verwendet hatte, und irgendwann war meine organisatorische Schmerzgrenze erreicht, wobei mir eben auch das unfreundliche Wetter meine Arbeit erleichtert hat. Ein dreiviertelvolle Altpapiertonne mit entsorgtem Aktenmaterial war das durchaus sehr befriedigende Ergebnis - und ein wieder ansprechend aufgeräumtes Arbeitszimmer.

Ostern war grauslich. Kälte und Schnee hatten am Abend des Ostersonntags buchstäblich einen Lagerkoller bei mir ausgelöst, wobei ich mir nicht ausmalen möchte, wie sich selbiger erst in einer Wohnung gestaltet hätte. Ab Ostermontag ist es hier wetter- und stimmungsmäßig allmählich wieder bergauf gegangen; die erste Morgenrunde mit dem Herrn Hund, bei der ich nach Monaten(!) nicht adjustiert war wie für eine Arktisexpedition, spürte sich nachgerade an wie ein Triumphzug aus Anlass des Sieges über den Winter. Ja, und dann ... dann ist buchstäblich der Frühling explosionsartig über uns bzw. mich hereingebrochen, denn was sich sonst zwischen Ende Februar und Mitte April im Garten abspielt, hat binnen einer Woche stattgefunden. Sozusagen der fliegende Wechsel von der Schneefräse zum Rasenmäher, und als Krönung hatte ich nach einem gärtnerischen Parforceritt am Donnerstag (strahlender Sonnenschein, etwas Wind und 25° im Schatten) gestern mit einem leichten Sonnenstich zu kämpfen, was man sich als dezente Mischung aus Migräne und Lebensmittelvergiftung vorstellen darf, gewürzt mit wiederkehrenden Kreislaufproblemen. Nach einem Tag mit viel Ruhe und sehr viel Flüssigkeitszufuhr bin ich heute wieder auf dem Damm, und beim nächsten Mal garteln bleibt der Strohhut garantiert nicht im Kasten. Ich bin ja lernfähig. Zeitweise halt.

Dazwischen Jobsuche; derzeit nicht sonderlich ergiebig, aber möglicherweise steht mir da mitunter auch meine Selbstwahrnehmung im Weg, denn unlängst habe ich im Kurier gelesen, Männer würden sich für eine Stelle schon bewerben, wenn die Übereinstimmung zwischen Anforderungsprofil und Qualifikation bei 50% oder mehr liege, Frauen erst bei 90% oder darüber. Da könnt was dran sein - was mich angeht, auf jeden Fall.

Über familiäre Dinge gibts auch nichts zu schreiben; der beste aller Ehemänner und ich sind dabei, unser gemeinsames Leben neu zu arrangieren, zumal die Tochter auch mittlerweile erwachsen ist und sich generell in den vergangenen Jahren einige unserer Lebensumstände verändert haben - eine Entwicklung, der Rechnung zu tragen ist, aber gemeinsame Veränderung sollte eigentlich in einer lebendigen Beziehung ohnehin der Standard sein. Die beste aller Schwiegermütter: Jo mei, aber gegen die Begleiterscheinungen des Alters ist halt nun einmal kein Kraut gewachsen.

Weiters nehme ich dankbar zur Kenntnis, dass auch im hiesigen Umfeld keinerlei Aufregungen menschlicher Art zu vermelden sind; die Nachbarn ringsum sind freundlich-entspannt, wie generell die meisten Leutchen hier, sodass sich unsere Koexistenz sehr friedlich gestaltet, was den (allerdings durchaus leicht verschmerzbaren) Nebeneffekt mit sich bringt, dass es keine wilden Geschichten zu posten gibt. Und das ist auch schon alles, was ich über mein derzeitiges Leben sagen kann ... naja, nicht ganz, denn in den kommenden Tagen habe ich (sofern ich mit meinen Vorbereitungen gut vorankomme) noch eine kleine Überraschung für mein p.t. Publikum parat.

 

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