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    <title>Walküre</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>walküre</dc:publisher>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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    <title>Walküre</title>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5039756/">
    <title>Schuhmoden HAPO, 1120 Wien</title>
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    <description>Es ist für mich nicht einfach, passende Schuhe zu bekommen: Ich bin mit Füßen versehen, die sich kategorisch weigern, in einer kleineren Schuhgröße als 42 Platz zu finden. Mit schöner Regelmäßigkeit beginne ich mich nach fünf Minuten in einem herkömmlichen Schuhgeschäft als eine Art Alien zu fühlen, das bestenfalls auf seinem Heimatplaneten passendes Schuhwerk bekommt, in Österreich jedoch auf keinen Fall. Unlängst haben nun der beste aller Ehemänner und ich auf dem Heimweg aus der Innenstadt aufgrund starken Verkehrsaufkommens einen anderen Weg genommen als sonst und prompt fiel mir im Vorbeifahren am Gürtel ein Schild an einem Schuhgeschäft auf. Ein schlichtes &quot;Übergrößen&quot; war dort zu lesen. Leider entfiel mir schnell wieder, auf welchem Gürtelabschnitt sich das Geschäft befand, aber der beste aller Ehemänner half meinem Gedächtnis auf die Sprünge. Beizeiten wollte ich unverbindlich einen Blick hineinwerfen, in der Erwartung, wahrscheinlich die üblichen unansehnlichen zehn Paar Schuhe in meiner Größe zu finden, wie es mir schon so oft passiert war, wenn ein Schuhhaus damit geprahlt hatte, Übergrößen zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nun meinte P., wir sollten hineinschauen, weil wir gerade in der Nähe waren. Naja, warum nicht, dachte ich mit eher gemischten Gefühlen. Schon beim Betreten des Geschäftes begann sich meine Stimmung zu heben, weil ich sah, dass es sich hier um ein Schuhgeschäft der klassischen Art im besten Sinne des Wortes handelt. Schuhkartons bis unter die Decke, geschlichtet in einfachen Regalen, in der Mitte der Decke ein großer Luster, wie er früher in jedem Geschäftslokal zu finden war, das etwas auf sich hielt. Die Chefin erklärte uns, ihr Geschäft gibt es schon seit über fünfzig Jahren, und unter &quot;Übergrößen&quot; versteht sie Damenschuhe regulär bis Größe 43, und, sofern lieferbar, manche Modelle auch in 44. So in etwa muss sich ein Blick ins Paradies anfühlen ! Diese Bemerkung will ich keinesfalls als Blasphemie verstanden wissen - ich habe seit meiner Jugend große Probleme, in meiner Größe Schuhe für diverse Anlässe zu fairen Preisen und in guter Qualität zu finden, und irgendwann zermürbt einen die fruchtlose Suche, weil sie regelmäßig mit faulen Kompromissen endet, sofern man nicht gewillt ist, barfuß zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei HAPO gibt es übrigens Bedienung ! Es ist eine großartige Sache, kurz umreißen zu können, was man sich vorstellt, und nach kürzester Zeit eine kompetente Fachkraft mit einem großen Stapel Schuhkartons aus dem Lager zurückkommen zu sehen, von denen rein von der Größe her jedes (JEDES !) Paar passt. Hier finden sich übrigens auch noch jene wunderbaren Schemel, die die Schuhanprobe zu einem Genuss machen, weil dem in bequemen Stühlen sitzenden Kunden von kundiger Hand in die Schuhe geholfen wird, wobei man sich durchaus ein wenig königlich fühlen darf. Die Beratung funktioniert wunderbar - Menschen, die wissen, was sie verkaufen, sind eine Wohltat. Die Verkäuferin riet mir beispielsweise, ein Paar Sandalen anzuprobieren, die ich eigentlich ohne Anprobe in die Schachtel zurücklegen wollte; sie meinte, dies sei ein Paar jener Schuhe, die am Fuß sehr viel besser aussehen würden als in der Schachtel. Recht hatte sie ! Die Sandalen gehören schon mir, und ein zweites Paar ebenfalls. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die relevanten Daten für interessierte Leidensgenossinnen (vor lauter Begeisterung haben wir vergessen, nachzufragen, bis zu welcher Größe Herrenschuhe lagernd sind):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schuhmoden HAPO&lt;br /&gt;
Hackl &amp; Pollak OG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1120 Wien&lt;br /&gt;
Gaudenzdorfer Gürtel 15 (Ecke Arndtstraße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tel. 01/813 76 05&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffnungszeiten:&lt;br /&gt;
Mo - Fr 9:00 bis 18:00, Sa 9:00 bis 12:00&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Einkaufen&quot;&gt;Einkaufen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-04T19:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5039548/">
    <title>Update Süssi, Operngasse</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5039548/</link>
    <description>Heute haben der beste aller Ehemänner und ich beschlossen, es sei wieder einmal Zeit für eine süße Sünde bei den freundlichen Herren vom &lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/stories/4976881/&quot;&gt;Süssi&lt;/a&gt;. Wir hatten zum Kaffee also eine Crème Catalane, die es wert wäre, auch fünf Kilometer Fußweg in Kauf zu nehmen, um in deren Genuss zu kommen, sowie &quot;Custard d&apos;Riz&quot;. Aroma und Konsistenz der Crème waren perfekt - nicht wie Pudding, aber auch nicht wie jene sehr fetthaltigen Süßspeisen, die die Galle noch zwei Tage nach dem Genuss auf Hochtouren laufen lassen. Würde man &quot;Custard d&apos;Riz&quot; aufgrund der Zutaten mit Milchreis vergleichen, liefe dieser Vergleich aufs selbe hinaus wie einer zwischen einer Uhr von Lange &amp; Söhne und einer beim Diskonter gekauften. Was mir serviert wurde, war eine geschmacklich feinst abgestimmte Komposition aus Reis, Obers, Karamel, Zimt und anderen Gewürzen, liebevoll garniert mit frischen Früchten - ein Fest für die Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &quot;Miss&quot; (Juli/August) wird das &quot;Süssi&quot; übrigens ganzseitig mit Bildern vorgestellt !</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Lokale&quot;&gt;Lokale&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-04T18:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5038359/">
    <title>Gipfelgespräch</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5038359/</link>
    <description>Weil bei uns leider derzeit bei weitem nicht alles so gut läuft wie unsere Ehe, werden der beste aller Ehemänner und ich am Wochenende ein intensives Gespräch anberaumen, um einige Weichen eventuell neu zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fixpunkte auf der Tagesordnung:

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Beruf 1&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Beruf 2&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Immobilienverkauf 1&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Immobilienverkauf 2&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Eltern&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;sowie die sich aus diesen Basisthemen ergebenden Verästelungen und Vernetzungen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;


Das Leben bleibt spannend.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Befindlichkeiten&quot;&gt;Befindlichkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-04T08:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5036274/">
    <title>Worthülsen</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5036274/</link>
    <description>Würde ich Aktien kaufen wollen, ich läse zuerst die Stellenangebote jenes Unternehmens, welches ich ins Auge gefasst hätte. Seriosität in der Geschäftsgebarung äußert sich auch in eher schlichten und dennoch präzisen Anforderungsbeschreibungen, die sowohl ohne prahlerische Anglizismen als auch ohne hochtrabende Formulierungen das Auslangen finden. Sieht man die größerformatigen Annoncen in diversen Zeitungen durch, stellt sich einem unweigerlich die Frage, wie wirtschaftlich stabil Firmen sind, die offensichtlich Unmengen von heißer Luft benötigen, um Mitarbeiter zu requirieren. Mehr scheinen als sein lautet die Devise, wenn Posten zur Besetzung ausgeschrieben werden. So sucht beispielsweise ein Unternehmen namens Austrian Energy &amp; Environment diverse Mitarbeiter und streut mitten in das deutschsprachige Inserat ein:Are you prepared to Act with Excellence &amp; Efficiency ? Abgesehen davon, dass die Wortspielerei mit den Anfangsbuchstaben eher uninspiriert wirkt  &lt;i&gt;muss&lt;/i&gt; man mit englischen Einsprengseln arbeiten, wenn in Österreich Mitarbeiter gesucht werden ? Sollte das Anforderungsprofil Fremdsprachenkenntnisse einschließen, lässt sich diese Voraussetzung problemlos und unprätentiös in ein Stellenangebot integrieren, möchte man meinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vielen englischen Berufsbezeichnungen bewirken ohnehin mittlerweile genau das Gegenteil dessen, was sie ursprünglich bezwecken sollten, nämlich den Ausdruck einer gewissen Exklusivität und einer internationalen Ausrichtung. Deutschsprachige Formulierungen sind selten geworden und offenbar fehlt vielen Auftraggebern für Annoncen darüber hinaus ein gewisses Gespür, das helfen könnte, Peinlichkeiten zu vermeiden. Wie sonst ließe sich erklären, dass Sätze wie Wir erwarten von Ihnen einen exzellenten Beitrag zur Umsetzung unserer Mission zu finden sind ? Wohlgemerkt - wir sprechen hier von einem österreichischen Gewürzgroßhändler, nicht von Ärzte ohne Grenzen oder Greenpeace. Aber auch deutsche Berufsbezeichnungen schützen nicht vor hohlen Schlagwörtern: Der großformatige Divisionsleiter entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Schleudersitzjob mit integrierter Fußabstreiferfunktion in einer Baumarktkette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weniger seltsam mutet der Verlust gelegentlicher zwangloser Treffen von Mitarbeitern einer Firma an. Noch bis vor vielleicht zehn, höchstens zwanzig Jahren gab es drei oder vier Mal pro Jahr einen Kegelabend, vielleicht auch einen Volksfestbesuch, ein Essen in entspannter Atmosphäre. Die Initiative für solche privaten Unternehmungen ging fast immer von den Angestellten aus. Heute nennt sich ein solches Treffen social event [ßo:schal ieeh:wäntt] und wird von der Chefetage oktroyiert, und wehe dem, der mehrmals an solch unentspanntem Schmafu nicht teilzunehmen gewillt ist: Er findet sich schneller auf der Abschussliste als ihm lieb sein kann. Gerne folgt solchen Zwangsbeglückungen am nächsten Tag ein äußerst, ÄUSSERST! wichtiges Meeting  wahrscheinlich entweder, um abzutesten, wer blaumacht, oder, um herauszufinden, mit wie wenig Schlaf ein Mitarbeiter noch klar denken kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal würde man schon gerne wissen, was sich in den Köpfen vieler Führungskräfte abspielt. Oder vielleicht auch nicht. Möglicherweise wäre bei einer Öffnung des Schädels nur ein Kärtchen mit einem Vermerk zu finden, worauf stünde: Leerraum produktionsbedingt.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Gesellschaft&quot;&gt;Gesellschaft&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-03T08:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5034210/">
    <title>Das nächtliche Grauen</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5034210/</link>
    <description>Ich hatte geglaubt, das Schlimmste sei überstanden und die alptraumbehafteten Nächte gehörten weitgehend der Vergangenheit an. Es war ein Irrtum, denn schon wieder kehren angsterfüllte, beklemmende Bilder der Kindheit zurück, mittlerweile auch oftmals mit Szenen aus meinem jetzigen Leben vermischt. So habe ich heute nacht geträumt, ich würde mit dem besten aller Ehemänner ein kleines Mansardenzimmer in Haus meiner Eltern beziehen, eingerichtet mit schäbigem, altem Mobiliar und düster, unbeleuchtet, wahrscheinlich sogar ohne Strom. Draußen kein einziger Sonnenstrahl, sondern Licht wie kurz vor einem schweren Regenguss, drinnen die vor dreißig Jahren zuletzt getünchten Wände und der alte Teppichboden. Kein anderer Mensch zu sehen oder zu hören, keine Verbindung zur Außenwelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Traum so verkrampft aufgewacht, dass ich mich kurzfristig kaum bewegen konnte. Jeden Knochen einzeln gespürt und die Muskeln und Sehnen eine einzige verklumpte, verhärtete Masse. Als ich die Augen öffne, sitzt der sandfarbene Kater neben mir, beobachtet mich aus großen Augen und maunzt mir ein fragendes Gurren zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht schon, irgendwie.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Befindlichkeiten&quot;&gt;Befindlichkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-02T09:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5032920/">
    <title>Abendfriede</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5032920/</link>
    <description>Es wird allmählich wieder. Natürlich habe ich heute an Arbeit aufgeholt, was gestern liegengeblieben ist, und morgen bin ich dann wieder auf dem Stand, den ich von mir selber erwarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Abend werde ich auf der Loggia verbringen, lesenderweise. Wolf Haas - Wie die Tiere. &quot;Silentium&quot; ist große Klasse, nur: Was mache ich, wenn ich alle Brenner-Krimis gelesen habe ? Mich Kommissar Maigret anschließen, vielleicht. Hm.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Befindlichkeiten&quot;&gt;Befindlichkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-01T16:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5028533/">
    <title>daneben</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5028533/</link>
    <description>Müde. Der Kreislauf mag ausgerechnet heute, am ersten wieder halbwegs normal temperierten Tag nicht mehr. Schwindlig und müde. Dazu merkwürdig übertriebene Geruchsempfindungen, weil Frauen und Hormone und Geruchssinn ja bekanntlich zwischendurch immer wieder mal eine seltsame Allianz eingehen. Und traurig, weil der beste aller Ehemänner gestern schon wieder weg musste. Zu den Tätigkeiten, die ich gestern noch voll Energie geplant hatte, kann ich mich auch nicht aufraffen. So unmotiviert und elend.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Befindlichkeiten&quot;&gt;Befindlichkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-06-30T08:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5026233/">
    <title>Frage in die Runde</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5026233/</link>
    <description>Bin ich eigentlich der einzige Mensch, dem, obwohl es sich nur um einen Besuch handelt, entsetzlich davor graut, dorthin zu fahren, wo er geboren und aufgewachsen ist ?</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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    <dc:date>2008-06-28T19:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5024250/">
    <title>Die Eleganz des Igels</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5024250/</link>
    <description>Heute ausgelesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ein Kriterium bei Belletristik, mit dessen Hilfe ich recht gut für mich selber definieren kann, wie sehr mir ein Buch gefallen hat. Kurz gefasst: Je länger ich brauche, um aus der Handlung wieder aufzutauchen, desto besser ist es geschrieben. Vor fast zwei Stunden habe ich &quot;Die Eleganz des Igels&quot; ausgelesen und bin noch immer nicht ganz zurück, was für meine Begriffe eine extrem lange Zeitspanne darstellt. Das Buch ist einfach wunderbar geschrieben: Franko- und sinophil, in schöner Sprache verfasst und Lachen und Weinen liegen so nahe beieinander wie halt im wirklichen Leben auch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider hat der Verlag die deutsche Erstausgabe dieses Romans nicht - wie sonst üblich - als Hardcover herausgebracht, sondern nur als Taschenbuch, was nichts Gutes bedeutet. Der Rückschluss scheint zulässig, dass sich diese Art von Büchern, die jenseits einer rosa-klebrigen Barbara-Cartland-Idylle angesiedelt ist, nicht sonderlich gut verkauft. Leider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Lektüreempfehlung für Sommertage in der Hängematte oder auf der Hollywoodschaukel lautet jedenfalls:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muriel Barbery - Die Eleganz des Igels &lt;br /&gt;
(dtv premium, ISBN 978-3-423-24658-3)</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/B%C3%BCcher&quot;&gt;Bücher&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-06-27T17:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5024170/">
    <title>Soirée</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5024170/</link>
    <description>Da sitzt nun also Herr Hund auf meinem Bett und schaut beim offenen Fenster hinaus, wobei er herzzerreißend heult, weil er auf der Gasse das Bellen der läufigen Nachbarshündin hört.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Unser+Hund&quot;&gt;Unser Hund&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-27T17:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5022966/">
    <title>Morgenstund hat Frust im Mund</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5022966/</link>
    <description>Schlecht und wegen der Hitze zu kurz geschlafen, dann aus dem Bad geläutet worden, später mit dem liebeskummerbehafteten Herrn Hund einen Spaziergang versucht (Herr Hund zieht, immer der Witterung der läufigen Hündin nach, in eine Richtung, ich drehe mich um und gehe in die andere Richtung, um zu signalisieren, dass ich hier das Alphatier bin, und das ganze wiederholt sich ungefähr zehn Mal, bis Herr Hund meine Botschaft verstanden hat.) und festgestellt, dass er sich gleichaltrigen Rüden gegenüber derzeit äußerst halbstark benimmt (beruht aber auf Gegenseitigkeit). Leichte Kopfschmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erfreuliche:&lt;br /&gt;
Tochter kommt demnächst heim - mit einem guten, angesichts des Schulwechsels während des Jahres sogar sehr guten Zeugnis.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Befindlichkeiten&quot;&gt;Befindlichkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-27T07:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5020496/">
    <title>Die Vertreibung aus dem Paradies</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5020496/</link>
    <description>Nach dem gestrigen Sturm schauts bei uns im Grätzl aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Dieser optische Eindruck passt allerdings ganz genau zu meiner Stimmung, und mit ein bissl Aberglauben könnte man das gestrige Gewitter recht gut als böses Omen werten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern also ist die Tochter am Abend wieder nach Hause gekommen, hat sich auch gefreut, wieder da zu sein und wirkte recht entspannt und zufrieden. Und ich blöde Kuh glaube ernsthaft, wenigstens ein paar Tage lang würde sie wieder schätzen, was sie an mir/uns und ihrem Zuhause hat. Schnepfendreck. Tatsache ist, dass sie heute früh bereits wieder eine Szene hingelegt hat, die den Erholungsfaktor meiner freien Tage zu 95% zunichte gemacht hat. Jammert hochgradig grantig herum, dass ihr so heiß sei, dabei hat sie ein langärmeliges T-Shirt aus relativ dickem Stoff an, obwohl daneben viel luftigere Sachen im Kleiderschrank hängen, und wird ausfallend, als ich sie auf diese Kleidungsstücke aufmerksam mache, denn nein, die sehen schei*e aus (O-Ton Tochter) und ganz nebenher versteigt sie sich noch dazu, mich bezüglich meines eigenen Kleidungsstils grob zu beleidigen. Was ich anziehe, sieht sowieso alles schei*e aus (ebenfalls O-Ton) und mir sei völlig egal, wie ich aussehe - ich frage mich in diesem Moment jenseits der Beleidigung, wo der an und für reichhaltige Wortschatz meiner Tochter wohl geblieben sein mag. Die restlichen 5% schafft sie übrigens heute mittag, da bin ich mir vollkommen sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
edit: Das am Montag gekaufte Gebäck rottet unangetastet im Rucksack vor sich hin, der übrige (gemeinsam ausgesuchte !) Proviant ist großteils unberührt, dafür liegt natürlich eine Fast-Food-Verpackung daneben. Diese Fundstücke sind auch nicht dazu angetan, meine Stimmung zu heben.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Kinder&quot;&gt;Kinder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5017867/">
    <title>Abendessen, gestern mit Frau Tilak</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5017867/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;schweizer-gedeck&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/schweizer-gedeck.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier sehen Sie ein sorgfältig gestaltetes Arrangement, welches als Schweizer Gedeck nach Wiener Art in die an kulinarischen Höhepunkten reiche Geschichte der österreichischen Kochkunst eingehen wird. Diese erlesene Komposition besteht aus Kirsch-, Cognac- und Williamsstengelis und richtet sich vor allem an jene Menschen, deren letzte Schweizreise länger als ein halbes Jahr zurückliegt und die aus diesem Grund an massiven Batons-Entzugserscheinungen leiden. Erste Feldstudien zeigen ein starkes Zukunftspotenzial dieses von der Nouvelle Cuisine inspirierten puristischen Genusses, wobei ein zusätzlicher Reiz ins Spiel kommt, wenn es darum geht, welche der drei Sorten bevorzugt wird. Nicht selten reicht in diesem Fall die abgebildete Menge nicht aus, sodass unverzüglich ein Supplement in Form einer größeren Stückzahl dieser Köstlichkeiten aus dem Hause Sprüngli, Zürich serviert werden muss. Sollte die Problematik der geschmacklichen Festlegung im Laufe eines einzigen Abends nicht einer hinlänglichen Klärung zugeführt werden können, erscheint es sinnvoll, so lange weitere Prüftermine anzuberaumen, bis die geistig äußerst herausfordernde (geschätzte 40%) Thematik endgültig erforscht ist. Besonderer Dank gilt übrigens an dieser Stelle &lt;a href=&quot;http://tilak.twoday.net/&quot;&gt;Frau Tilak&lt;/a&gt;, welche sich gestern freundlicherweise als erste Testperson zur Verfügung gestellt hat !</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Essen+%26+Trinken&quot;&gt;Essen &amp; Trinken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-25T09:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5015491/">
    <title>Urlaubslektüre</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5015491/</link>
    <description>Nachdem ich also einen genussvollen Kurzurlaub verbringe und aufgrund der Hitze derzeit wenig Ambition habe, mich in die Innenstadt zu begeben, bin ich mit mir übereingekommen, mir wieder Büchernachschub zu besorgen. Herrlich, ungestört schmökern zu können ! Ich frage mich allerdings, von wem die Vorgabe stammt, Bestseller aus dem angloamerikanischen Raum müssen dergestalt übersetzt werden, dass pro Doppelseite mindestens je einmal &quot;gottverdammt&quot;, &quot;wahnsinnig&quot; und &quot;irrsinnig&quot; vorkommt. Diese Diktion erinnert mich erstens an die Jerry-Cotton-Hefte, die ich in meiner Kindheit irgendwann einmal auf dem elterlichen Dachboden entdeckt (und natürlich gelesen) habe und zweitens an die zum Teil unglaublich schlechte Synchronisation englischsprachiger Filme in den 70er-Jahren (&quot;Killed by Wenzel Lüdecke&quot;). Zum Kauf solcherart übersetzter Bücher kann ich mich jedenfalls nicht entschließen, und Harry Rowohlt halte ich zeitweise schlichtweg für überschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Festgestellt habe ich auch, dass mir nach wie vor der Zugang zu &quot;Buddenbrooks&quot; fehlt. Fragt mich nicht, weshalb - ich habe schon mehrfach Anlauf genommen, bin aber über die ersten 50 Seiten nie hinausgekommen. An der Sprache liegt es sicher nicht, die wäre nämlich genau mein Fall. Auch Arno Geigers &quot;Es geht uns gut&quot; habe ich in Händen gehabt, dennoch hat mich irgendetwas zögern lassen, ohne dass ich sagen könnte, was es war, das mich dazu gebracht hat, das Buch nach der Lektüre einer Seite (in der Mitte des Buches, keinesfalls die erste Seite !) in das Regal zurückzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch bin ich nicht mit leeren Händen wieder gegangen, sondern habe vier Bücher gekauft und fünf bestellt. Bestellt habe ich die restlichen &quot;Brenner&quot;-Krimis von Wolf Haas (&lt;a href=&quot;http://www.herzdamengeschichten.de/&quot;&gt;Herr Merlix&lt;/a&gt; hat mich auf den Geschmack gebracht; &quot;Auferstehung der Toten&quot; und &quot;Der Knochenmann&quot; habe ich am Wochenende gelesen) sowie &quot;Menschenkind&quot; von Josef Winkler, für dessen Nichtkennen ich mich wirklich geniere. Sein Erstlingswerk ist 1979 erschienen, und eigentlich war ich damals schon sehr gut über junge österreichische Autoren informiert und habe sie auch gelesen; &quot;Herrenjahre&quot;, &quot;Wie kommt das Salz ins Meer&quot; und die Innerhofer-Trilogie &quot;Schöne Tage&quot;, &quot;Schattseite&quot; und &quot;Die großen Wörter&quot; habe ich sozusagen verschlungen. Aber genau hinter den Innerhofer-Büchern hat sich Josef Winkler für mich sozusagen versteckt, denn Innerhofer war als Salzburger meinen damaligen Erfahrungswelten naturgemäß näher als ein Kärntner Autor, der vom dortigen Landleben berichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gekauft habe ich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;buechertisch&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/buechertisch.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch über Kunst und Architektur in Wien musste einfach sein. Ich hab zwar erst geschätzte dreißig Bücher, die sich mit diesem Sujet befassen, aber das ist zuwenig. So. &quot;Die Eleganz des Igels&quot; ist eine Buchempfehlung der &lt;a href=&quot;http://barbaralehner.twoday.net/&quot;&gt;Frau Testsiegerin&lt;/a&gt;, auf die ich gespannt bin (Nicht auf die Frau Testsiegerin, die kenne ich ja mittlerweile schon ein bissl, sondern auf die Empfehlung !). Ebenfalls neugierig bin ich auf Sándor Márai, eine literarische Wiederentdeckung, und auch auf das ziemlich schräge &quot;Bunny&quot;-Buch, das von Kathrin Passig empfohlen wird. Wenns nicht passt, schicke ich der Frau Passig eine Mail und frage sie, was sie sich dabei gedacht hat - so unter uns Bloggerinnen halt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Bücher oben waren gestern und vorgestern mein Lesestoff; &quot;Mitten ins Herz&quot; habe ich wiedergelesen, und &quot;Das Gesicht des Mondes&quot; hat mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, zumal - wie meine Stammleserschaft ahnt - ich in diesem Buch etliche Ähnlichkeiten mit meinem familiären Hintergrund gefunden habe. Keine leichte Lektüre, aber Platz für Gedanken jenseits bestsellerstatusheischend-reißerischer Blicke in menschliche Abgründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls mich heute nachmittag jemand sucht - ich bin auf dem Sofa.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/B%C3%BCcher&quot;&gt;Bücher&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-24T11:03:00Z</dc:date>
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    <title>Frühsport</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5012678/</link>
    <description>Heute hat mein Wecker um halb sechs geläutet, um mich daran zu erinnern, dass meine Tochter mit ihrer Schulklasse für drei Tage in eine westliche Landeshauptstadt reist. Treffpunkt Westbahnhof, obere Halle um spätestens 7:15 steht auf dem Zettel mit den Informationen und Kontaktadressen für die Eltern. Um halb sieben wollten wir zur U-Bahn-Station gehen, so hatten wir gestern vereinbart, nachdem alle mehr oder weniger lebensnotwendigen Kleidungsstücke und diverse technische Begleiter eingepackt waren. Eine Mitschülerin der Tochter, die ums Eck wohnt, rief gestern am Abend an und wollte sich uns ebenfalls noch anschließen. Jetzt mahnt also der Wecker zum Aufstehen. Über den noch schlafenden Herrn Hund hinwegsteigend gelange ich zum Zimmer der Tochter, um sie ebenfalls aus dem Schlaf zu holen, denn sie hat ihren Wecker sofort kaltgestellt und weitergeschlafen, was aber wiederum kein Grund für Schelte ist, denn bei der momentanen Hitze ist vor Mitternacht ohnehin nicht an Schlaf zu denken. Die Nächte sind im Sommer zu kurz, sofern man nicht gerade Urlaub hat ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zehn vor halb sieben verlassen wir ohne Hektik das Haus. Wie seltsam ruhig die Straße um diese Uhrzeit noch ist ! Als wir beim Treffpunkt anlangen, sehen wir schon die Schulfreundin, die eine Minute später ebenfalls bei uns ist. Am Westbahnhof angekommen, stellen wir kurz vor sieben fest, dass wir die ersten sind. Von den beiden Schulklassen die ersten, ansonsten beginnt sich die anfangs nur wenig frequentierte Halle nämlich sehr schnell zu füllen. Schüler, Pendler und natürlich Reisende mit Gepäck in allen Ausführungen und Gewichtsklassen bevölkern die Halle, zwischen dem Gemurmel und Gewusel dringen die Zugansagen zu uns durch und gleichzeitig sehe ich draußen die Schienen, die mit den wartenden Zügen Abenteuer und neue Erfahrungen verheißen. Reisefieber bei den Kindern, Reisefieber bei mir. Einfach packen wie bei einer geplanten Urlaubsreise und dann, spontan, auf dem Bahnhof entscheiden, wohin man fährt ... Hamburg, Paris, unter Umständen sogar London ? Oder doch lieber in den Süden, nach Rom oder Barcelona vielleicht ? Und warum nicht ohne viel Umschweife in die Schweiz reisen, um prächtige Städte, hohe Berge und malerische Seen zu sehen ? Innerlich seufzend mache ich mich auf den Weg, um für meine Tochter zum Proviant noch frisches Gebäck zu kaufen, allerdings nicht ohne den Hintergedanken, mir für mich selber einen Kaffee zu holen. Beim Anker stehen die Leute schon Schlange, aber es ist für alle genug da und der Kaffee, den ich in meiner Morgendämmerung zu zuckern vergessen habe, schmeckt auch ungesüßt wirklich gut. In der Zwischenzeit sind schon viele Schüler eingetroffen, auch die Lehrer walten bereits ihrer Ämter. Ich frage eine sympathisch wirkende Frau, die neben einer Lehrerin wartet, ob sie ebenfalls Begleitperson sei, was sie verneint, um dann mit leichter Resignation anzumerken, sie sei die Mutter eines der mitreisenden Jungen, dem es allerdings peinlich sei, würde sie neben ihm stehen. Wenigstens &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; bleibt mir derzeit erspart (war aber schon da und wird auch wieder kommen) ! Um zehn Minuten nach sieben verabschiede ich mich von der Tochter und bin froh, nach der Hitze der Bahnhofshalle wieder nach draußen zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beste aller Ehemänner weilt beruflich für ein paar Tage ebenfalls nicht in Wien und so tritt die seit der Geburt meiner Tochter nicht mehr dagewesene Situation ein, dass ich drei Tage alleine bin. Alleine, wohlgemerkt, nicht einsam. Drei Tage lang keine Termine, kein Zeitdruck und garantiert kein Streit, das klingt mehr nach Urlaub als jede Reiseplanung ! Drei Tage lang Gedanken zu Ende denken können, ungestört lesen zu dürfen und ansatzweise in den Tag hineinleben, das erste Mal seit über dreizehn Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die U-Bahn hat stadtauswärts um diese Uhrzeit kaum Passagiere; zwei Bankreihen weiter sitzt ein Schüler, vielleicht zehn oder elf Jahre alt, der zwischendurch aufgeregte Selbstgespräche führt, ohne dass ich verstehe, was er sagt. Muss ich aber auch nicht, ich weiß, welcher Druck sich in seinem Alter oft auf diese Weise ein Ventil sucht. Meine Selbstgespräche in der runden Wurzelkuhle einer Baumgruppe hat damals kein Mensch gehört, und die Bäume, die können schweigen. Die U-Bahn aber auch. Der Bub schaut angestrengt in seine Schultasche und murmelt dabei vor sich hin, während eine junge Frau, die selber erst dem Teenageralter entwachsen scheint, den Jungen von Zeit zu Zeit verstohlen und skeptisch von der Seite her betrachtet. Mir schräg gegenüber sitzt ebenfalls eine junge Frau, durchaus attraktiv, jedoch mit einem Manko versehen, welches vielen Menschen nicht bewusst ist, das sich jedoch deutlich negativ auf den optischen Eindruck auswirkt: Sie ist mit einem iPod verkabelt, was aber für sich kein Problem darstellt, nur der dümmliche Gesichtsausdruck, den sie - ebenso wie viele andere Unterwegs-Hörer - vor sich herträgt, schmälert ihre Optik ganz entschieden. Der offene Mund und das vorgeschobene Kinn, dazu der trotz Sonnenbrille erkennbar ins Leere gehender Blick stellen einen seltsamen Kontrast zu der dezent modischen Kleidung und ansonsten gepflegt wirkenden Erscheinung dar. Beim Aufstehen normalisiert sich das Gesicht der Frau wieder. U-Bahn-Flirts dürften sich für sie mit iPod eher nicht ergeben, denke ich noch, bevor ich selber aussteige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rundum eher bewölkte Himmel hat eine von Wolkengekräusel umgebene Lücke gelassen, durch die jetzt ein Bündel Sonnenstrahlen dringt, weiter stadteinwärts, vielleicht sogar im ersten Bezirk. Ich biege, weg von der lauten Hauptstraße, in eine ruhige Seitengasse ein und bin fünf Minuten später wieder zuhause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Tage.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Luxus&quot;&gt;Luxus&lt;/a&gt;</dc:subject>
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