Geplant war das Treffen schon seit einigen Wochen, denn schließlich möchte man dann irgendwann doch nette Leute, denen man in einer virtuellen Welt begegnet, auch persönlich kennenlernen; einige weitere gemeinsame Interessen gibt es auch, und so kam zwanglos ein Termin zustande. Ein Abend in der Oper war fix eingeplant, der Rest sollte sich ergeben - ein wenig Sightseeing, nett essen gehen, zwischendurch fachsimpeln, das klang nach einem unverfänglichen verlängerten Wochenende !
Und so machten sich meine Tochter und ich am Mittwoch auf den Weg nach Wien, um am frühen Nachmittag die beiden Leutchen willkommen zu heißen, nachdem der beste aller Männer sie bereits mittags vom Flughafen abgeholt und ins Hotel gebracht hatte. Mit dem eigenen Auto wollte ich dann doch nicht in den 1. Bezirk fahren, zumal hier an Werktagen Parkplätze nicht unbedingt auf einen geradezu warten. Dass auch in Hietzinger Nebenstraßen Parkflächen zeitweilig durchaus Mangelware sind, hatte zur Folge, dass ich meinen Boliden etwas exzentrisch unter Vernachlässigung einiger Parkverbotsschilder deponierte, wohl wissend, dass mich bei meiner Rückkehr ein rechteckiges Stück Papier, dekorativ an der Windschutzscheibe drapiert und mittels Scheibenwischer befestigt, erwarten würde.
Hier war es angebracht, jede Vorsicht außer Acht zu lassen, denn das dramatische Sinken meines Koffeinspiegels erforderte eine schnellstmögliche Kaffeegabe, die dann auch im diesbezüglich bewährten Landtmann erfolgte. Wenige Minuten später trafen die beiden in Begleitung des kundigsten aller Wien-Führer ein, um sich zum Einstand ebenfalls Kaffee sowie eine Mehlspeise zu genehmigen, wobei der Ober einen Sekundenbruchteil zögerte, als der männliche Teil unserer Gäste zwei Mehlspeisen für sich reklamierte, dann aber mit Routine seine Überraschung kaschierte.
Solchermaßen gestärkt, beschlossen wir, einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt zu machen, der uns vom Palais Ferstel über den Kohlmarkt zum Michaelerplatz und dann weiter über Hofburg und Albertinaplatz zum Graben und natürlich zum Stephansdom führte, wo ich mich trotz latenter Höhenangst zu einer Fahrt zur Pummerin überreden ließ. Nun ja, bereut hab ichs nicht, denn der Blick über die Stadt ist schon sehr reizvoll, wenn auch der etappenweise Blick in den Abgrund unter den Füßen ein mulmiges Gefühl in der Magengrube heraufbeschwört ... Unsere Leutchen wollten noch die Katakomben besichtigen, wobei Kind & ich sich ausklinkten und ein warmes Getränk den tiefen Kellern vorzogen. Kind zeigte bereits deutliche Ermüdungserscheinungen, weshalb wir vereinbarten, Hotel bzw. Wohnung aufzusuchen und einander später zum Sushi-Essen wieder zu treffen. Zum Abschluss des Abends landeten wir hier auf einen Schlummertrunk ...
Fortsetzung folgt
Und so machten sich meine Tochter und ich am Mittwoch auf den Weg nach Wien, um am frühen Nachmittag die beiden Leutchen willkommen zu heißen, nachdem der beste aller Männer sie bereits mittags vom Flughafen abgeholt und ins Hotel gebracht hatte. Mit dem eigenen Auto wollte ich dann doch nicht in den 1. Bezirk fahren, zumal hier an Werktagen Parkplätze nicht unbedingt auf einen geradezu warten. Dass auch in Hietzinger Nebenstraßen Parkflächen zeitweilig durchaus Mangelware sind, hatte zur Folge, dass ich meinen Boliden etwas exzentrisch unter Vernachlässigung einiger Parkverbotsschilder deponierte, wohl wissend, dass mich bei meiner Rückkehr ein rechteckiges Stück Papier, dekorativ an der Windschutzscheibe drapiert und mittels Scheibenwischer befestigt, erwarten würde.
Hier war es angebracht, jede Vorsicht außer Acht zu lassen, denn das dramatische Sinken meines Koffeinspiegels erforderte eine schnellstmögliche Kaffeegabe, die dann auch im diesbezüglich bewährten Landtmann erfolgte. Wenige Minuten später trafen die beiden in Begleitung des kundigsten aller Wien-Führer ein, um sich zum Einstand ebenfalls Kaffee sowie eine Mehlspeise zu genehmigen, wobei der Ober einen Sekundenbruchteil zögerte, als der männliche Teil unserer Gäste zwei Mehlspeisen für sich reklamierte, dann aber mit Routine seine Überraschung kaschierte.
Solchermaßen gestärkt, beschlossen wir, einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt zu machen, der uns vom Palais Ferstel über den Kohlmarkt zum Michaelerplatz und dann weiter über Hofburg und Albertinaplatz zum Graben und natürlich zum Stephansdom führte, wo ich mich trotz latenter Höhenangst zu einer Fahrt zur Pummerin überreden ließ. Nun ja, bereut hab ichs nicht, denn der Blick über die Stadt ist schon sehr reizvoll, wenn auch der etappenweise Blick in den Abgrund unter den Füßen ein mulmiges Gefühl in der Magengrube heraufbeschwört ... Unsere Leutchen wollten noch die Katakomben besichtigen, wobei Kind & ich sich ausklinkten und ein warmes Getränk den tiefen Kellern vorzogen. Kind zeigte bereits deutliche Ermüdungserscheinungen, weshalb wir vereinbarten, Hotel bzw. Wohnung aufzusuchen und einander später zum Sushi-Essen wieder zu treffen. Zum Abschluss des Abends landeten wir hier auf einen Schlummertrunk ...
Fortsetzung folgt