In meiner vorschulischen Kindheit, also in den 60er Jahren (des letzten Jahrhunderts - ach du Schande, wie das klingt !!!), gab es bei weitem kein so großes Angebot an Kinderbüchern wie es heute zu finden ist. Bilderbücher waren erhältlich, Bücher mit viel Text und wenig bis gar keinen Bildern ebenso, nur zwischen diesen beiden Extremen spielte sich nicht allzuviel ab, denn von Lesebilderbüchern oder Erstlesebüchern mit größerem Druck und vielen Bildern zur Auflockerung des Textes war noch keine Rede.
Schon vor Beginn meiner Schulzeit hatte ich das Interesse an den vertrauten Bilderbüchern weitgehend verloren; mit den vielen im Haus meiner Eltern vorhandenen Büchern, die gänzlich ohne Illustrationen auskamen, konnte ich jedoch naturgemäß noch nicht viel anfangen, wobei auch das Ansinnen meinerseits, manche dieser Bücher vorgelesen zu bekommen, weil ihre Schutzumschläge mit Bildern versehen waren, die Abenteuer versprachen, bei meiner Mutter nicht recht fruchten wollte. Aus heutiger Sicht verstehe ich ihre abwehrende Haltung, denn auch ich würde nicht unbedingt wollen, dass ein fünfjähriges Kind auf diese Art und Weise mit den bei der Besiedelung Nordamerikas durch die Weißen geschehenen Gräueln konfrontiert wird. Als Alternative dazu begann ich mich für zwei recht große und umfangreiche Bücher zu interessieren, deren Bilder mehr boten als Beschäftigung für fünf Minuten: eine Wilhelm-Busch-Gesamtausgabe, in helles Leinen gebunden und einige hundert Seiten dick, sowie dieses ebenfalls eher opulente Werk hier:

Die Textseiten waren naturgemäß damals noch eher uninteressant, die Bilder jedoch umso faszinierender, eröffneten sie mir doch den Blick auf Welten, die ich bislang nur vom Hörensagen gekannt hatte. Selbstverständlich waren nicht alle Fotos färbig, denn das hätte damals die Druckkosten derart in die Höhe getrieben, dass das Buch für die meisten Menschen kaum mehr leistbar gewesen wäre. Dennoch hat mich eine dieser schwarzweißen Doppelseiten besonders in ihren Bann gezogen:

Wien - das war damals für mich eine Stadt in schier unerreichbarer Ferne, und hätte ich geahnt, wie lange es dauern würde, bis ich sie wirklich kennenlerne, wäre mir das wie eine ganze Ewigkeit erschienen. Auf dem Bild rechts ist die Votivkirche im Winter zu sehen; die Aufnahme hat einen seltsamen Reiz, obwohl oder vielleicht gerade weil sie melancholisch und morbide wirkt.
Zu meinen Lieblingsseiten in Farbe gehören diese hier, weil ich Salzburg immer schon mochte und noch immer mag, Touristenscharen und Mozartvermarktung hin oder her. Was ich mich allerdings frage, ist, wann das rechte Foto aufgenommen wurde. Es scheint aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass an einem sonnigen Tag im Frühling oder Sommer sich in der Getreidegasse nur eine einzige Person aufhält !
Na ja, irgendwann ließen mir dann die Bildunterschriften keine Ruhe mehr, und als ich das Alphabet genügend verinnerlicht hatte, lernte ich langsam, aber sicher mit diesem Buch lesen ...
Schon vor Beginn meiner Schulzeit hatte ich das Interesse an den vertrauten Bilderbüchern weitgehend verloren; mit den vielen im Haus meiner Eltern vorhandenen Büchern, die gänzlich ohne Illustrationen auskamen, konnte ich jedoch naturgemäß noch nicht viel anfangen, wobei auch das Ansinnen meinerseits, manche dieser Bücher vorgelesen zu bekommen, weil ihre Schutzumschläge mit Bildern versehen waren, die Abenteuer versprachen, bei meiner Mutter nicht recht fruchten wollte. Aus heutiger Sicht verstehe ich ihre abwehrende Haltung, denn auch ich würde nicht unbedingt wollen, dass ein fünfjähriges Kind auf diese Art und Weise mit den bei der Besiedelung Nordamerikas durch die Weißen geschehenen Gräueln konfrontiert wird. Als Alternative dazu begann ich mich für zwei recht große und umfangreiche Bücher zu interessieren, deren Bilder mehr boten als Beschäftigung für fünf Minuten: eine Wilhelm-Busch-Gesamtausgabe, in helles Leinen gebunden und einige hundert Seiten dick, sowie dieses ebenfalls eher opulente Werk hier:

Die Textseiten waren naturgemäß damals noch eher uninteressant, die Bilder jedoch umso faszinierender, eröffneten sie mir doch den Blick auf Welten, die ich bislang nur vom Hörensagen gekannt hatte. Selbstverständlich waren nicht alle Fotos färbig, denn das hätte damals die Druckkosten derart in die Höhe getrieben, dass das Buch für die meisten Menschen kaum mehr leistbar gewesen wäre. Dennoch hat mich eine dieser schwarzweißen Doppelseiten besonders in ihren Bann gezogen:

Wien - das war damals für mich eine Stadt in schier unerreichbarer Ferne, und hätte ich geahnt, wie lange es dauern würde, bis ich sie wirklich kennenlerne, wäre mir das wie eine ganze Ewigkeit erschienen. Auf dem Bild rechts ist die Votivkirche im Winter zu sehen; die Aufnahme hat einen seltsamen Reiz, obwohl oder vielleicht gerade weil sie melancholisch und morbide wirkt.
Zu meinen Lieblingsseiten in Farbe gehören diese hier, weil ich Salzburg immer schon mochte und noch immer mag, Touristenscharen und Mozartvermarktung hin oder her. Was ich mich allerdings frage, ist, wann das rechte Foto aufgenommen wurde. Es scheint aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass an einem sonnigen Tag im Frühling oder Sommer sich in der Getreidegasse nur eine einzige Person aufhält !
Na ja, irgendwann ließen mir dann die Bildunterschriften keine Ruhe mehr, und als ich das Alphabet genügend verinnerlicht hatte, lernte ich langsam, aber sicher mit diesem Buch lesen ...