Vorhin, auf Nachschau bei meinen Referrers, bei denen ich oft Suchanfragen finde, die für mindestens einen Lacher gut sind, sehe ich doch einen Satz, bei dem ich zweimal hinschauen muss, und zwar nicht aufgrund einer speziellen Fixierung meinerseits, sondern wegen einer gefährlichen Attacke des Dativs, der diesmal nicht dem Genitiv sein Tod ist, sondern dem Akkusativ auf dem Gewissen hat:
wie berühre ich ihm im intimbereich
Im konkreten Fall besser wortlos, würde ich empfehlen.
wie berühre ich ihm im intimbereich
Im konkreten Fall besser wortlos, würde ich empfehlen.
walküre - am Donnerstag, 21. September 2006, 14:32 - Rubrik: Zwiebelfischlein
dus meinte am 21. Sep, 14:44:
sprache wie sie leidet und lebt.
tilak meinte am 21. Sep, 14:48:
@walküre
nicht so streng sein, sie wollte wahrscheinlich alles richtig machen *grins*
walküre antwortete am 21. Sep, 15:01:
bei solchen anfragen
schwanke ich immer zwischen amüsiertheit und einem unbestimmten, aber unguten gefühl, weil es nach außen hin keine sexuellen tabuthemen mehr gibt und die realität dann so aussieht, dass frau im internet die antwort auf einfachste fragen sucht. einfache fragen deshalb, weil sowieso kein "patentrezept" vorhanden ist, wenn es um sexualität geht, und somit die einzige antwort darin bestehen kann, auf den körper des anderen einzugehen. einzugehen mit respekt vor dem anderen menschen und mit offenem gespür für reaktionen, die einem untrüglich sagen, was der andere ablehnt und was ihm gefällt oder auch zur leidenschaftlichen raserei treibt ...
tilak antwortete am 21. Sep, 15:04:
@walküre
wenn ich mir die Frage anschaue und dann deine Antwort, schätze ich die Fragende würde ob deiner Antwort einen Dolmetsch brauchen *lächel*
dus antwortete am 21. Sep, 15:23:
ich finde es ist ein zeichen dafür, wie es in unserer gesellschaft so zugeht. sie ist total darauf fixiert IHM zu gefallen, IHN zu befriedigen, es IHM recht zu machen,daran wird sie ihren selbstwert messen.
wie es IHM gefallen hat und geht.
walküre antwortete am 21. Sep, 15:38:
hm,
wenn dies der fall sein sollte, wird die partnerschaft ohnehin scheitern. ich kenne niemanden, der ein zusammenleben mit jemanden, der sich ausschließlich über andere definiert, auf dauer aushält. diese thematik passt übrigens zu einem buch, das ich gerade lese; es heißt "ich und wir" und behandelt unter anderem die problematik eines selbstwertgefühls, dessen komponenten größtenteils von außen definiert werden - durch medien, werbung und dergleichen (als beispiel: du MUSST diese bestimmten schuhe der marke xy tragen, um wirklich "dabei" zu sein, du MUSST dieses oder jenes verhalten an den tag legen, um einem bestimmten, von werbung oder medien kreierten bild gerecht zu werden).