Das Schlimmste ist überstanden.
Nach meinem vorherigen Eintrag war ich internetlos, weil der Netzbetreiber sein Modem zurückhaben wollte; der Nachmittag ging mit Packen und Räumen über die Bühne, am Abend wurde die ganze Prozedur dann ziemlich mühsam, weil mein Zeitplan aufgrund etlicher eintreffender "Abschiedstelefonate" reichlich durcheinanderkam. Den anrufenden Leutchen hätte ich am liebsten zugerufen, dass ich mich in Hinkunft weniger als dreihundert Kilometer östlich befinden werde und keineswegs nach Neuseeland auswandere, aber andererseits fand ich die Anrufe auch rührend, und so habe ich im Endeffekt noch bis Mitternacht gepackt. Für den nächsten Morgen war um acht Uhr die Spedition angekündigt.
Ein großer Lkw und vier sehr nette Möbelpacker rückten an und räumten binnen kürzester Zeit unser bisheriges Wohnhaus leer - über sechzig Schachteln mit Büchern und Geschirr, diverse Kisten, Computer, die Musikanlage, natürlich Kleidung und nicht zuletzt etliche Möbelstücke. Es ist ein seltsames Gefühl, seine Habseligkeiten - und somit einen Teil seines Lebens - in einem Lastwagen zusammengepackt zu sehen ... Am frühen Nachmittag schlossen sich die Türen des Transporters. Gemeinsam mit meiner mittlerweile aus der Schule heimgekehrten Tochter säuberte ich noch die Böden, dann verstauten wir die letzten "Schätze" im Auto und fingen unsere Katzen ein, um sie in ihre Transportboxen zu verfrachten. Unser gar nicht so kleines Auto war vollgestopft bis unters Dach, als wir uns bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg in unsere neue Heimat machten. Die Westautobahn im Feierabendverkehr und bei waberndem Nebel geht unter keinen Umständen als Strecke für eine Vergnügungsreise durch, und erst recht nicht, wenn aufgrund der psychischen und physischen Belastungen der hinter einem liegenden Wochen und Monate die Konzentration nachzulassen droht. Aber wozu gibt es schließlich Kraftreserven ? Mit gemächlichen 110 km/h im Durchschnitt sind wir sicher in Wien angekommen, wo uns der beste aller Ehemänner schon erwartet hatte. Am nächsten Tag würde der Lkw um halb acht vor der neuen Wohnung stehen.
Mit Schlaf war es - wie schon in den Nächten zuvor - nicht allzuweit her, dafür war die Aufregung einfach zu groß, und so wachte ich auch ohne Wecker sehr früh auf. Vor unserem neuen Wohnhaus parkte bereits in der extra für uns eingerichteten Ladezone der Lkw mit unserem Inventar, und die Leutchen waren beim Ausräumen noch schneller als beim Einladen, sodass noch vor Mittag die Aktion beendet war.
Die Tage seit dem Freitag sind mit dem Zusammenbau unserer Möbel, mit Möbelkauf (ein neues Zimmer für die Tochter), mit der Einrichtung einer provisorischen Küche (die neue Küche wird erst Anfang Februar geliefert) und der Organisation eines halbwegs funktionierenden Haushaltes vergangen - und mit etwas Erholung, nachdem sich bei uns allen stressbedingte Ausfallserscheinungen bemerkbar machen.
Trotz aller (allmählich nachlassenden) Anspannung ist es schön, hier zu sein und nicht wieder nach spätestens drei Tagen wegfahren zu müssen. Und noch schöner ist, dass der beste aller Ehemänner nicht mehr jedes Wochenende 600 km fahren muss, um 24 Stunden lang bei seiner Familie sein zu können. Weihnachtsgeschenke im klassischen Sinn gab es heuer bei uns keine, dafür hat mich in der vergangenen Woche der beste aller Ehemänner auf einen Slogan der Wiener SPÖ aufmerksam gemacht, der lautet: "Wien ist wie ein Geschenk". Stimmt nicht. Für mich ist Wien ein Geschenk.
Nach meinem vorherigen Eintrag war ich internetlos, weil der Netzbetreiber sein Modem zurückhaben wollte; der Nachmittag ging mit Packen und Räumen über die Bühne, am Abend wurde die ganze Prozedur dann ziemlich mühsam, weil mein Zeitplan aufgrund etlicher eintreffender "Abschiedstelefonate" reichlich durcheinanderkam. Den anrufenden Leutchen hätte ich am liebsten zugerufen, dass ich mich in Hinkunft weniger als dreihundert Kilometer östlich befinden werde und keineswegs nach Neuseeland auswandere, aber andererseits fand ich die Anrufe auch rührend, und so habe ich im Endeffekt noch bis Mitternacht gepackt. Für den nächsten Morgen war um acht Uhr die Spedition angekündigt.
Ein großer Lkw und vier sehr nette Möbelpacker rückten an und räumten binnen kürzester Zeit unser bisheriges Wohnhaus leer - über sechzig Schachteln mit Büchern und Geschirr, diverse Kisten, Computer, die Musikanlage, natürlich Kleidung und nicht zuletzt etliche Möbelstücke. Es ist ein seltsames Gefühl, seine Habseligkeiten - und somit einen Teil seines Lebens - in einem Lastwagen zusammengepackt zu sehen ... Am frühen Nachmittag schlossen sich die Türen des Transporters. Gemeinsam mit meiner mittlerweile aus der Schule heimgekehrten Tochter säuberte ich noch die Böden, dann verstauten wir die letzten "Schätze" im Auto und fingen unsere Katzen ein, um sie in ihre Transportboxen zu verfrachten. Unser gar nicht so kleines Auto war vollgestopft bis unters Dach, als wir uns bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg in unsere neue Heimat machten. Die Westautobahn im Feierabendverkehr und bei waberndem Nebel geht unter keinen Umständen als Strecke für eine Vergnügungsreise durch, und erst recht nicht, wenn aufgrund der psychischen und physischen Belastungen der hinter einem liegenden Wochen und Monate die Konzentration nachzulassen droht. Aber wozu gibt es schließlich Kraftreserven ? Mit gemächlichen 110 km/h im Durchschnitt sind wir sicher in Wien angekommen, wo uns der beste aller Ehemänner schon erwartet hatte. Am nächsten Tag würde der Lkw um halb acht vor der neuen Wohnung stehen.
Mit Schlaf war es - wie schon in den Nächten zuvor - nicht allzuweit her, dafür war die Aufregung einfach zu groß, und so wachte ich auch ohne Wecker sehr früh auf. Vor unserem neuen Wohnhaus parkte bereits in der extra für uns eingerichteten Ladezone der Lkw mit unserem Inventar, und die Leutchen waren beim Ausräumen noch schneller als beim Einladen, sodass noch vor Mittag die Aktion beendet war.
Die Tage seit dem Freitag sind mit dem Zusammenbau unserer Möbel, mit Möbelkauf (ein neues Zimmer für die Tochter), mit der Einrichtung einer provisorischen Küche (die neue Küche wird erst Anfang Februar geliefert) und der Organisation eines halbwegs funktionierenden Haushaltes vergangen - und mit etwas Erholung, nachdem sich bei uns allen stressbedingte Ausfallserscheinungen bemerkbar machen.
Trotz aller (allmählich nachlassenden) Anspannung ist es schön, hier zu sein und nicht wieder nach spätestens drei Tagen wegfahren zu müssen. Und noch schöner ist, dass der beste aller Ehemänner nicht mehr jedes Wochenende 600 km fahren muss, um 24 Stunden lang bei seiner Familie sein zu können. Weihnachtsgeschenke im klassischen Sinn gab es heuer bei uns keine, dafür hat mich in der vergangenen Woche der beste aller Ehemänner auf einen Slogan der Wiener SPÖ aufmerksam gemacht, der lautet: "Wien ist wie ein Geschenk". Stimmt nicht. Für mich ist Wien ein Geschenk.
kaltmamsell meinte am 26. Dez, 21:58:
Brot! Salz!Alles Gute im neuen Heim und einen wunderbaren Start in die Wiener Zukunft!
creature meinte am 26. Dez, 22:08:
Willkommen in Wien!
woelfin meinte am 28. Dez, 11:17:
ich sorgte mich schon
wegen des 'du seist dann weg'werde alljährlich euch mit meinem sylvester-sms beglücken
und stelle mich gern zur verfügung für ein allfälliges arbeitsmarkt coaching. wo man aufpassen muss (leihfirmen), wo sie einen legen, wie man ins ams reinkommt, sofern der bedarf besteht. und wie man drinbleibt. äh ist jetzt alles recht kryptisch, das liegt an der eile im ischler inet cave wo ich bin. na egal. ich freu mich so euch in wien zu wissen. ihr seid hier offenbar von allen seiten mehr als willkommen.
diefrogg meinte am 29. Dez, 18:22:
Na, dann...
Alles Gute im Neuen Heim... und im Neuen Jahr, jetzt, wo wir gerade dabei sind.
tilak meinte am 31. Dez, 00:12:
WELCOME!!!!!
ich kann es gar nicht erwarten eure neue Adresse rauszufinden :)Im Jänner bin ich voller Tupperware Partys, aber im Februar organisiere ich ein welcome-walküre-peziso-inwien-blogger-treffen für euch ! Versprochen !
Was gibt es schöneres, als einen ersehnten Umzug zum Jahreswechsel !
HAPPY NEW YEAR im neuen Zuhause! Ihr werdet staunen, wie laut das neue Jahr in Wien beginnt! Deshalb fahre ich morgen auch aufs land *grins*
walküre meinte am 31. Dez, 14:15:
Vielen, vielen
lieben Dank für den warmherzigen Empfang, wobei ich Frau Kaltmamsells "Brot und Salz" als besonders symbolträchtige Geste überaus zu schätzen weiß. Creature, wir werden einander in nicht allzuferner Zukunft persönlich kennenlernen, und vielleicht verschlägt es ja auch die Frau Frogg mal ins benachbarte Ausland, und hier im Speziellen nach Wien ? Wölfin, vielen Dank für dein Angebot - bei Bedarf werde ich gerne darauf zurückgreifen ! Tilak, wir werden uns in Bälde bei dir melden und freuen uns sehr über dein Willkommensgeschenk in Form eines Treffens ... Apropos: Dank euch allen für den seelischen Beistand und die Begleitung durch die vergangenen Wochen und überhaupt - das wollte ich nur mal gesagt haben.