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zwischen Pubertät und Altersstarrsinn

 
Liebe Leute da draußen, wenn ich mir so ansehe, was sich auf den Einkaufsstraßen, in Geschäften und Postämtern derzeit abspielt, dann frage ich mich ernsthaft, ob ich möglicherweise den Beruf des Christmas-Planners ins Leben rufen sollte. Ist es wirklich so schwer, sich auf ein Ereignis vorzubereiten, dessen Eintreffen man schon mindestens ein Jahr vorher ersehen kann ? Hier nun also drei Anregungen, die die Adventzeit deutlich entspannter gestalten und etlichen Menschen gleichzeitig Freude bereiten können:
  • Die Portokosten für diverse Brief- und Paketsendungen lassen sich schon im Herbst auskundschaften, ebenso Auskünfte über eventuelle Zollmodalitäten und Einfuhrbeschränkungen für Länder außerhalb der EU. Es ist nicht notwendig, dass in den letzten beiden Wochen vor Weihnachten vor kleineren Postämtern vier Menschenschlangen bis auf den Gehsteig hinaus stehen, weil jeder zweite Kunde ausführliche Fragen ans Personal hat oder selbiges ihm erläutern muss, dass er für diese und jene Sendung zum Teil nicht zu kurze Zollpapiere auszufüllen hat !
  • Niemand, aber auch gar niemand, der im Verkauf tätig ist, hat auf der Stirn stehen:
    "Ich bin gerne Fußabtreter/Watschenmann/Blitzableiter !"
  • Um Geschenke zu finden, die gut ankommen, braucht man nicht zwingend Fantasie - es genügen gute Ohren. Wer im Laufe des Jahres jenen Menschen aufmerksam zuhört, die er beschenken möchte, wird garantiert schon spätestens ab September wissen, wie er diesen Menschen echte Freude bereiten kann. Sofern es sich dann nicht ohnehin um ideelle Gaben handelt, hat man genug Zeit, in Ruhe jene Geschenke ausfindig zu machen, die einem vorschweben. Eine Woche vor Weihnachten noch verzweifelt nach Geschenken zu suchen, ohne überhaupt zu wissen, was man nun schenken soll, ist würdelos - sowohl für den Schenker als auch für den Beschenkten.
testsiegerin meinte am 17. Dez, 17:19:
Mein Alternativvorschlag:
Weihnachten gar nix schenken, sondern dann, wenn einem danach zumute ist. Wenn einem das Herz voll ist oder die Geldbörse, wenn man jemanden überraschen will, im April oder im September oder wann auch immer. 
walküre antwortete am 17. Dez, 17:30:
Jein.

1. Mit Kindern ist das Unterfangen, nichts zu verschenken, nur äußerst schwer umzusetzen.
2. Wem sich Weihnachten als eine Art Insel der Geborgenheit mit erfreulichen sozialen Kontakten eingeprägt hat und wer darüber hinaus gerne schenkt, dem würde diesfalls einiges fehlen.
3. Aufgrund der Urlaubs- und Feriensituation kann man manche Menschen wirklich nur zu diesen Feiertagen sehen, insofern sind spontane Geschenke zu anderen Zeiten nicht möglich. 
la-mamma antwortete am 18. Dez, 11:50:
ich find beides ok!
mit und ohne anlass schenken und beschenkt werden. wobei ich eher froh bin, wenn´s mir die nicht-kinder zu den anlässen teilweise unter strikter einhaltung von gegenseitigkeit erlassen ... 
rosenherz meinte am 18. Dez, 00:18:
Hallo Frau Walküre,

gestern bin ich doch nach Wien gefahren und habe mich bei L'Occitane umgesehen und ausgiebig geschnuppert. Bei den Produkten der Eisenkraut-Duftlinie bin ich hängengeblieben, die sind sehr fein in der Nase. Beim Duft der Rosenserie, da muss ich sagen, da greife ich doch lieber zu Hauschka oder Weleda. 
walküre antwortete am 18. Dez, 10:35:
Die Verveine-Düfte mag ich, wenn es Sommer ist, im Winter brauche ich warme Gerüche wie Orangenblüten und dergleichen. Was die Rosen anbelangt, ziehe ich wiederum L'Occitane vor, weil mich diese Art Rosenduft an jene Duftseifen erinnert, die ich aus meiner Kindheit (und auch aus meinem eigenen früheren Rosengarten) kenne, aber wie der Lateiner so schön zu sagen pflegt: De gustibus non est disputandum. :-) 
peziso meinte am 18. Dez, 11:03:
naja
also mein problem ist, dass ich zwar die augen und ohren offenhalte um infos über mögliche geschenksideen zu bekommen, nur die "botschaften" sind nicht wirklich für mich erkennbar. (sicher bei zb jugendlichen hat man es da etwas leichter, da diese keine nuss und mandelkern erwarten , sondern schlichte high tech).
aber dann sehe ich etwas das mir als geschenk für die angebetete angemessen erscheint, kommt doch schon wieder dieses mistige kleine engel und teufelpaar , setzt sich auf meine schultern und diskutiert sich eins.
teuferle meint, na nimms doch ist doch hübsch, aber engerle sagt, wenn du das nimmst, dann ist sie sauer, will sie doch nicht so übertriebene präsente.
ich bin ca 1,5 std um eine hermes stola rumgeschlichen, meine smith und visa im anschlag, die beiden "schulterstücke" aufs wildeste gestikulierend und miteinander keifend, doch dann hat das engerle gesiegt.
gemeiner weise ist (zb) der züricher flughafen gespickt mit "teufelegeschenken", also was nehm ich nun ?
verzwiefelung pur!
PS: solche sachen, wie küchenmaschinen aller art, parfums und komische gutscheine kommen für mich rundweg nicht in frage, denn diese geschenke sind nicht "sadisfactionsfähig" sondern eher eine beleidigung! (zb könnte man ja statt des küchengerätes gleich eine kette kaufen in passender länge zwischen herd und esstisch,kommt sich aufs selbe raus..) 
la-mamma antwortete am 18. Dez, 11:48:
was tun sich denn da für bildungslücken auf?
die kette muss vom herd zum bett reichen, nicht zum esstisch!
ansonsten - hier stehen doch eh jede menge anderer tipps;-) 
peziso antwortete am 18. Dez, 12:05:
omg !!!
la - mamma keine ahnung !
die kette wird umgehängt, da ja sonst bei grösseren wohnungen die reichweite zu gross ist !

und ad tipps: wenn ja wo ? 
walküre antwortete am 18. Dez, 13:06:
"Smith & Visa" ist genial ... :-)))

PS: Generell großzügige Menschen müssen sich zu Weihnachten nicht nochmal extra anstrengen - das ist meine Meinung. 
eria meinte am 18. Dez, 12:59:
wir haben letztens diskutiert. kinder sagen dir, was sie sich wünschen und die meisten bekannten und verwandten auch, wenn man sie fragt... nur die herzensmenschen, die glauben, man muss erraten, was das "richtige" geschenk für sie ist. ich schenke jahr und tag, immer wenn etwas passendes mich findet. aber ich hasse es, wenn zu weihnachten dann die grossen unausgesprochenen erwartungen erfüllt werden sollen.


... und ps... was im sommer noch ein akuter wunsch gewesen sein mag, kann im dezember schon nicht mehr der rede wert sein.
würdelos ist ein sehr hartes wort, für menschen, die last minute shoppen. ich zum beispiel habe jedes jahr kleinigkeiten, die ich erst am 24 besorge - das aus berrechung und ganz gezielt.

aber du hast ansonsten recht. umgangsformen sollte man sich das ganze jahr nicht abgewöhnen und schon gar nicht in der weihnachtszeit... 
walküre antwortete am 18. Dez, 13:04:
Das ist eben die hohe Kunst des Schenkens, dass man unterscheiden kann, was ist ein kurzfristiger und schon wieder vergessener Wunsch und was eine Herzenswunsch ist ... :-) 
tilak meinte am 18. Dez, 15:14:
@walküre
bei mir bekommen nur die Kinder Geschenke, das ist eben Tradition und so bekomme ich auch etwas Weihnachts-Christbaum-Feeling ab.
In der Familie schenken wir uns nichts mehr, jeder ist knapp bei Kassa, und so setzen wir uns zusammen, plaudern, essen und schauen einen guten Film.

Neulich wollte ich ins Postamt am Rochusmarkt, mit einem ganzen Ikea Sack Vorschreibungen (Zinszettel für die Mieter), das war so voll, dass die Tür gar nicht aufging. Ich mußte dann 30 Minuten warten, obwohl alle Sendungen frankiert waren, aber ich brauchte für die Einschreiber die Stempel!

Mit R. war ich in Asien und Amerika im Dezember und bin immer knapp vor dem 24. heim gekommen, das war die entspannteste Adventzeit, ever. 
walküre antwortete am 18. Dez, 17:39:
Da ich selber gut organisieren kann, aber genausogut weiß, dass ich damit nicht zur Masse gehöre, bleib ich eher gelassen, wenn sich solche Situationen wie die von dir geschilderte am Postamt ergeben, aber neulich wars mir wirklich nimmer wurscht. Während ich im Postamt war (ebenfalls ca. eine halbe Stunde lang), hatten nur höchstens 20% der Kunden Postsendungen, die komplikationslos über die Bühne gegangen sind (darunter meine Pakete), alle anderen Kunden haben sich benommen, als wären sie zum ersten Mal auf einem Postamt. Die Schalterbeamten und -beamtinnen hab ich ob ihrer Freundlichkeit bewundert - ich hätt ein paar der Kunden schon ihre Briefe und Packerl höchst unweihnachtlich nachgschmissen ... 
 

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