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zwischen Pubertät und Altersstarrsinn

 
Ich koche gerne und am liebsten, wenn auch Gäste bewirtet werden, weil ich meine, dass sich Kochen erst richtig ab vier Personen auszahlt. Allerdings koche ich inspiriert und mit Elan, was eine schönere Formulierung dafür ist, dass ich beim Kochen Chaos um mich verbreite, was wiederum keineswegs davon abhängt, ob ich einen Geschirrspüler zur Verfügung habe oder nicht. Die nachstehenden Bilder dokumentieren anschaulich, wie es bei uns aussieht, wenn ich dreierlei Wiener Schnitzel backe und dazu Petersilerdäpfel sowie den klassischen Salat zu Wiener Schnitzeln, nämlich Erdäpfel und Vogerlsalat (=Feldsalat) gemischt, reiche:

kuechenchaos-1
kuechenchaos-2
kuechenchaos-3
la-mamma meinte am 29. Dez, 21:12:
dreierlei wiener schnitzerl
kommt mir irgendwie bekannt vor. bei uns goutieren auch nicht alle familienmitglieder ingwer im ei und nüsse oder haferflocken in den bröseln;-) 
walküre antwortete am 29. Dez, 21:16:
Nein, das ist diesfalls anders zu verstehen: Unser Gast hat sich auf klassische Art zubereitete Wiener Schnitzel gewünscht, woraufhin wir entschieden haben, nicht ein Lokal aufzusuchen (der Renner in Nußdorf hat leider Weihnachtsurlaub), sondern selber zu kochen. Zwecks Sondierung des Terrains und zur Demonstration der verschiedenen Aromen gab es Kalbs-, Schweins- und Putenschnitzel. :-)

btw: Geriebene Nüsse in den Panierbröseln schmecken exzellent, wenn mich wer fragt ! 
la-mamma antwortete am 29. Dez, 21:19:
aber mit unserer art
gibt´s noch mehr schüsseln;-)
wobei pute für mich aber echt nimmer als wiener schnitzel durchgeht ... beim schwein kamma halt nix machen .. 
walküre antwortete am 29. Dez, 21:23:
Wenn jemand Geflügel gerne mag (so wie ich), hat er mit Putenschnitzeln, sofern sie richtig zubereitet sind, viel Freude. :-) 
dus meinte am 30. Dez, 10:54:
:) 
steppenhund meinte am 30. Dez, 11:13:
Dieses Auseinanderdividieren beim Kochen kennen wir von unseren Kindern. Der eine isst keine Erdäpfeln, die andere kein Gemüse, die andere kein Obst oder sonstige Früchte. Wenn ich Cordon Bleu mache, markiere ich die Stücke mit Zahnstochern, welcher Inhalt drinnen ist.
Das mit den Haselnüssen mache ich auch manchmal.
Am 28.12. hatte ich noch einen ganzen Schweinslungenbraten, der für den Wellington nicht gebraucht worden war. Den machte ich als Naturschnitzel, wobei ich schon bereit war, in zwei Pfannen zu kochen, bis ich entdeckte, dass ich keine Ananas zuhause hatte.
Dann gab es mehlbestäubt, ohne Ei aber mit Nussbröseln in einer Sauce, die ich vorher schon mit Zwiebeln und allerlei Gewürzen angereichert hatte. (Kurkuma, etwas Curry und Kardamon nebst Pfeffer und Salz) Etwas Weißwein dazu.
Was soll ich sagen: es war einfach zu wenig, obwohl zwei Familienmitglieder schon mit einem neuen Minus-Wellington zufrieden waren. Nur Farce, kein Lungenbraten. Es war ein richtiges Restlessen am Sonntag. Wie es in der Küche ausgesehen hat? Na, ungefähr gleich:)
Aber wenn die Küche durch so einen Hund veredelt wird, ist es egal, wie sie aussieht:) 
walküre antwortete am 30. Dez, 14:08:
Das Kompliment hab ich unverzüglich an den Herrn Hund
weitergeleitet ! :-)

Bei uns hat es an den beiden Weihnachtsfeiertagen Restlessen der gehobenen Art gegeben; weil am Heiligabend nur die Hälfte des kleinen Truthahns verzehrt worden war, hat die Schwiegermama eine Keule mit verschiedenen Beilagen mitbekommen und sich sehr darüber gefreut. Das Filet hab ich am ersten Abend dann mit ein paar gebratenen Baconstreifen und der restlichen Sauce vermischt, dazu gabs Papardelle - wirklich fein ! Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir überhaupt Freestyleessen gehabt, weil wir ohnehin wussten, dass die Küche wieder auf vollen Touren läuft, sobald unser Gast hier ist.
Eigentlich macht es mir gar nichts aus, wenn ich verschiedene Geschmäcker beim Kochen berücksichtigen muss, weil für mich in erster Linie zählt, dass es der ganzen Tischgesellschaft schmeckt, und zu dem Thema, dass Kinder gefälligst zu essen haben, was auf den Tisch kommt, hab ich mittlerweile eine dezidierte Meinung, und zwar insofern, als ich neulich in einem ernährungswissenschaftlichen Buch eine eigene Beobachtung bestätigt bekommen habe. Mir ist nämlich bei meiner Tochter, die keinesfalls heikel ist und auch immer schon gerne Neues ausprobiert hat, aufgefallen, dass sie im Laufe der Entwicklung manche Gemüse, die sie zunächst gerne gegessen hatte, plötzlich rundweg ohne erkennbaren Anlass ablehnte; im Buch hab ich dann gelesen, dass kindliche Geschmacksnerven eine andere Wahrnehmung haben, wonach manche Speisen beispielsweise für sie unerträglich bitter schmecken (Kohlsprossen sind so ein Fall). Also wozu Machtkämpfe austragen, wenn es gar nicht um Macht geht, sondern um einen ganz anderen Punkt ?

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich mag es einfach, in der Küche zu stehen, rundherum gute Gerüche zu haben, aus den einzelnen Zutaten etwas Neues zu schaffen, was dann auch noch schmeckt. Feine Sache, das. 
steppenhund antwortete am 30. Dez, 14:43:
Machtkämpfe waren Frau Columbo sowieso immer fremd. Vor allem mit den Kindern und leider auch mit dem Hund:) 
Nathaneal meinte am 23. Feb, 20:27:
Sie hatten recht, Sie können gut mit meinem ganz privaten Schlachtfeld in der Küche mithalten. ;)
Spaß macht es ja schon, so ein Chaos zu veranstalten. Aber das Aufräumen im Nachhinein... 
walküre antwortete am 23. Feb, 21:17:
Das Aufräumen macht mir wenig bis gar nichts aus, solange ich über eine Geschirrspülmaschine verfüge. Aber eigentlich hats auch in Vor-Geschirrspüler-Zeiten bei mir nach größeren Kochaktionen nicht anders ausgesehen. Ich koche halt - sinnbildlich gesprochen - mit Händen und Füßen. :-) 
 

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