Hauptpostamt 1130 Wien, heute kurz nach 12:30:
Als ich das Postamt betrete, sehe ich vor mir eine längere Schlange wartender Kunden; besetzt ist ein einziger Schalter, obwohl dieses Postamt offiziell durchgehend offen hat und deshalb um die Mittagszeit hier fast immer reger Betrieb herrscht. Eine weiter hinten stehende Kundin ruft - keineswegs unfreundlich - nach vor, ob es möglich sei, einen weiteren Schalter in Betrieb zu nehmen. Als Antwort ertönt ein lapidares "Nein". Erst nach ungefähr zehn Minuten wird ein zweiter Schalter geöffnet, die Schlange reicht mittlerweile fast bis zur Eingangstür (das Postamt ist keineswegs klein). Teils recht umständliche Kunden treffen auf wenig motivierte Mitarbeiter, was eine äußerst mühsame Mischung ergibt. Die Schlange wird nicht kürzer. Wiederum ein paar Minuten später öffnet ein dritter Schalter, wobei ein bis dato seitwärts außerhalb der Schlange gewartet habender Kunde mit Geschäftskorrespondenz, der ohnehin bereits an der Reihe wäre, schnell zu diesem Schalter tritt, woraufhin die Postangestellte hinter diesem Schalter ihm einen derart giftigen Blick zuwirft, dass ein Laserstrahl dagegen als Kinderspielzeug verblasst.
Aufgrund der Wartezeit langsam unter Zeitdruck kommend und deshalb in Gedanken, registriere ich nur am Rande, dass wegen des Kunden am dritten Schalter bei den Angestellten Unruhe entsteht, die darin gipfelt, dass einer der Postmitarbeiter über die Köpfe der Wartenden hinweg in Richtung dieses Kunden unüberhörbar ruft, dieser sei ein "Kopfschüssler", was wohl auch der größte Optimist kaum als Sympathiekundgebung werten kann. Weiters wird abfällig und höhnisch gleichermaßen kundgetan, dass es sich bei diesem Mann schließlich - im Gegensatz zu den Postangestellten - um einen Beamten!!! handle, welcher nach Abgabe der Poststücke nach Hause gehe.
Erst beim Verlassen des Postamtes fällt mir auf, dass der auf diese Weise attackierte Mann die ganze Zeit über nicht gesprochen, sondern sich nur durch Gesten verständigt hat.
Als ich das Postamt betrete, sehe ich vor mir eine längere Schlange wartender Kunden; besetzt ist ein einziger Schalter, obwohl dieses Postamt offiziell durchgehend offen hat und deshalb um die Mittagszeit hier fast immer reger Betrieb herrscht. Eine weiter hinten stehende Kundin ruft - keineswegs unfreundlich - nach vor, ob es möglich sei, einen weiteren Schalter in Betrieb zu nehmen. Als Antwort ertönt ein lapidares "Nein". Erst nach ungefähr zehn Minuten wird ein zweiter Schalter geöffnet, die Schlange reicht mittlerweile fast bis zur Eingangstür (das Postamt ist keineswegs klein). Teils recht umständliche Kunden treffen auf wenig motivierte Mitarbeiter, was eine äußerst mühsame Mischung ergibt. Die Schlange wird nicht kürzer. Wiederum ein paar Minuten später öffnet ein dritter Schalter, wobei ein bis dato seitwärts außerhalb der Schlange gewartet habender Kunde mit Geschäftskorrespondenz, der ohnehin bereits an der Reihe wäre, schnell zu diesem Schalter tritt, woraufhin die Postangestellte hinter diesem Schalter ihm einen derart giftigen Blick zuwirft, dass ein Laserstrahl dagegen als Kinderspielzeug verblasst.
Aufgrund der Wartezeit langsam unter Zeitdruck kommend und deshalb in Gedanken, registriere ich nur am Rande, dass wegen des Kunden am dritten Schalter bei den Angestellten Unruhe entsteht, die darin gipfelt, dass einer der Postmitarbeiter über die Köpfe der Wartenden hinweg in Richtung dieses Kunden unüberhörbar ruft, dieser sei ein "Kopfschüssler", was wohl auch der größte Optimist kaum als Sympathiekundgebung werten kann. Weiters wird abfällig und höhnisch gleichermaßen kundgetan, dass es sich bei diesem Mann schließlich - im Gegensatz zu den Postangestellten - um einen Beamten!!! handle, welcher nach Abgabe der Poststücke nach Hause gehe.
Erst beim Verlassen des Postamtes fällt mir auf, dass der auf diese Weise attackierte Mann die ganze Zeit über nicht gesprochen, sondern sich nur durch Gesten verständigt hat.
walküre - am Donnerstag, 4. Juni 2009, 15:37 - Rubrik: Gesellschaft
Wildgans (Gast) meinte am 4. Jun, 17:44:
Gift
Ein Trost gegen diese Gift sprühenden Menschen kann nur sein, dass diese wenig glücklich sein können...Der Satz am Ende erklärt und lässt das nochmal in einem anderen, unguten Licht sehen!