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zwischen Pubertät und Altersstarrsinn

 

Schon gestern stürzten sich viele Medien auf ein gefundenes Fressen in Form eines Einbruchs in einem Kremser Supermarkt, im Zuge dessen ein Vierzehnjähriger erschossen wurde. Offensichtlich ein willkommener Anlass für Politiker und Medien, sich in Betroffenheit und Polizeibashing zu üben - zumindest komme ich zu dieser Ansicht, wenn ich diverse Wortmeldungen und Schlagzeilen lese.

Unabhängig vom Tathergang und vom Ablauf der Ereignisse fällt mir jedoch drastisch auf, dass in den meisten Fällen bei der Berichterstattung Ursache und Wirkung weitgehend außer Acht gelassen werden; grundsätzlich sollte man nämlich schon erkennen, dass der erschossene Teenager noch am Leben wäre, hätte er nicht versucht, sich weit nach Mitternacht als Einbrecher zu profilieren.

Eine Frage drängt sich mir in diesem Zusammenhang vor allem auf:
Weshalb sind die beiden Beamten alleine in den großen Supermarkt (Merkur-Märkte - und um einen solchen handelt es sich hier - sind generell großflächig angelegt) gegangen ? Liegt dieser Entscheidung eine Fehleinschätzung der eigenen Möglichkeiten zugrunde, die dazu führte, dass keine Verstärkung angefordert wurde ? Oder wäre schlichtweg kurzfristig keine Verstärkung verfügbar gewesen, sodass die zwei Beamten nolens volens auf sich allein gestellt waren ? Dass mir jetzt niemand mit kopfschüttelnder Ungläubigkeit reagiert: Krems und Umgebung sind eher dem ländlichen Raum zuzuordnen, und in diesem wird gerne an Polizeibeamten gespart, wo es nur möglich scheint ! Die fehlende Verstärkung scheint mir persönlich der Schlüssel zum Ablauf der Geschehnisse zu sein, zumal ich hier in Wien schon einmal in einem vergleichbaren Fall aus nächster Nähe miterlebt habe, dass bei einem Alarm zunächst die übliche Zwei-Mann-Streife vorfuhr, die Lage begutachtete und dann eben Verstärkung anforderte. Da die Räumlichkeiten des betreffenden Gebäudes teils schwer einsehbar sind, kam auch ein Polizeihund zum Einsatz; die ganze Aktion lief sehr (im positiven Sinn) routiniert ab, wobei sich herausstellte, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hatte. Kein Problem - besser so als wie in Krems geschehen. Um es nochmals zu sagen: Mich interessiert am meisten, weshalb keine Verstärkung vor Ort war.

Für sehr richtig halte ich übrigens auch die Argumentation von Heinz Patzelt, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll.

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