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zwischen Pubertät und Altersstarrsinn

 

Aus Stelzen mache ich mir im Grunde genommen genauso wenig wie die anderen beiden menschlichen Mitglieder meiner Familie, wenn wir allerdings in der Nähe vom Schweizerhaus sind, bestellen wir uns doch meist eine, die dann gemeinsam verzehrt wird. Weil wir gestern nach langer Zeit wieder einmal in den Prater gefahren sind (Nebenbei bemerkt: Ich glaub, ich werde alt, weil mich im Gegensatz zu früher mittlerweile die Technik der Fahrgeschäfte wesentlich mehr interessiert als die Möglichkeit, von den angebotenen Adrenalinkicks Gebrauch zu machen.), waren wir am frühen Abend im riesigen Gastgarten zu finden, wo wir uns die besagte Stelze schmecken haben lassen. Die Stelzen dort sind sehr gut gewürzt und mit viel Sachverstand genau richtig gebraten; mein Lieblingsstück ist ja die gebratene Schwarte mit den Gewürzen drauf, das eventuell darunterliegende Fett mag ich weniger und entferne es deshalb, sodass wirklich nur mehr der knusprige Teil überbleibt. Der leider auch der schwer verdaulichste an dieser Köstlichkeit ist, wie mir mein Magen dann am späteren Abend signalisiert hat, wobei: Alt genug wär ich ja, um mir diese Tatsache endlich einmal zu merken, denn problemlos essen hab ich Schwarte bestenfalls in meiner Kindheit können - wenn überhaupt.

Im Laufe des Abends hab ich mit wenig Begeisterung zwei kleine Underberg getrunken, davon den letzten Schluck ein paar Minuten vor dem Schlafengehen. Leute, eins kann ich euch sagen: Der Geschmack von Underberg, vermischt mit dem Aroma scharfer Pfefferminzzahncreme, ist mehr als nur suboptimal !! Geschlafen hab ich dann trotzdem miserabel, weil sich bis zum Morgen statt meines Magens eine massive Granitkugel in meinem Körper zu befinden schien ...


[Und bis zum nächsten Besuch hab ich das hier schon wieder vergessen.]

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