Grundsätzlich denke ich derzeit jeden Morgen, ich könne überhaupt nicht mehr schlechter schlafen als in der jeweils vergangenen Nacht, um dann jeweils am Morgen des darauf folgenden Tages eines Besseren belehrt zu werden. Was ich nächtens träume, ist solcher Schrott, dass es nicht einmal einen Blogeintrag zwecks Deutungsmöglichkeiten wert ist; eine wirre, auch in größeren Zügen völlig unstrukturierte Abfolge von Bildern und Gefühlen, die mich gesichtslos noch den halben Tag lang verfolgen. Und zwar so sehr verfolgen, dass ich heute früh im Postkasten vergeblich unsere abonnierte Freitagszeitung gesucht habe und mir erst bei der gedanklichen Formulierung der Reklamation in den Sinn gekommen ist, dass Freitagsblätter üblicherweise nicht an Donnerstagen zugestellt werden.
Die Krönung des heutigen Tages war aber zweifellos der vormittägliche Einkauf. Ich wollte den besten aller Ehemänner (Home-Office) mit einem bestimmten seiner Lieblingsgerichte überraschen, dessen Grundzutat gleichzeitig jene einer anderen Lieblingsspeise darstellt. Eingekauft habe ich die Grundzutat - und den Rest für das zweite, nicht geplante Gericht. Draufgekommen bin ich zu meinem Entsetzen allerdings erst in jenem Augenblick, als ich die Zutaten aus dem Einkaufskorb genommen hatte und sie - "Schau, was ich heute koche !" - meinem Mann zeigte, der angesichts des Einkaufs logischerweise jenes Gericht nannte, welches ich heute nicht zubereiten wollte.
Dieser plötzliche Bruch der gemutmaßten Realität war mehr als grausig. Genau so muss es sich anspüren, wenn Alzheimer-Patienten lichte Momente haben ...
Die Krönung des heutigen Tages war aber zweifellos der vormittägliche Einkauf. Ich wollte den besten aller Ehemänner (Home-Office) mit einem bestimmten seiner Lieblingsgerichte überraschen, dessen Grundzutat gleichzeitig jene einer anderen Lieblingsspeise darstellt. Eingekauft habe ich die Grundzutat - und den Rest für das zweite, nicht geplante Gericht. Draufgekommen bin ich zu meinem Entsetzen allerdings erst in jenem Augenblick, als ich die Zutaten aus dem Einkaufskorb genommen hatte und sie - "Schau, was ich heute koche !" - meinem Mann zeigte, der angesichts des Einkaufs logischerweise jenes Gericht nannte, welches ich heute nicht zubereiten wollte.
Dieser plötzliche Bruch der gemutmaßten Realität war mehr als grausig. Genau so muss es sich anspüren, wenn Alzheimer-Patienten lichte Momente haben ...
walküre - am Donnerstag, 13. August 2009, 11:26 - Rubrik: Befindlichkeiten