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Maria Hofbauer

 
Wie bereits erwähnt, bin ich beim Barbecue im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen, und natürlich hat es mich gereizt, mich auch am Pulled Pork zu versuchen. Das Hauptproblem hierzulande ist aber vermutlich die Beschaffung des Fleisches, da mir kein Metzger bekannt ist, der Fleisch für Pulled Pork, echte Spareribs sowie Beef Brisket anbietet, und zwar am liebsten in Bio-Qualität. Hat jemand Lust, eine Marktlücke zu füllen? Als ich dann unlängst im Großmarkt einen Schopfbraten im Ganzen (in etwa 3 Kilo) entdeckt habe, musste ich folgerichtig nicht lange überlegen, ob ich ihn kaufe oder nicht. Dass der Braten ausgelöst war und somit die eigentlich erforderliche Schwarte fehlte, gedachte ich durch regelmäßiges Moppen des Fleischstückes auszugleichen.

Ein paar Tage später: Ungefähr eine Stunde vor dem Einlegen in den Smoker bastle ich einen Rub, um das Fleisch vorzubereiten.

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Es bleibt Zeit für einen Kaffee, danach wird das Mise en Place für den Smoker zusammengestellt:

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Unterzünder, zwei lange und hitzebeständige Handschuhe, Küchenrolle, Stoffhangerl, sowie fürs Aroma Hickorystücke zusätzlich zu den Buchenscheiten.

Die Axt im Hause.

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Wichtig ist auch, den Eimer, der für abtropfendes Wasser und Fett gedacht ist, aufzuhängen. Andernfalls nämlich Riesenschweinerei.

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Die Unterzünder malerisch drapieren und mittels Gasanzünder entflammen (mit Zündhölzern oder Feuerzeug wird man nämlich alt dabei).

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Das Loch im Deckel über der Feuerstelle dient nicht der Materialersparnis, sondern sorgt dafür, dass man den flachen Teil der Abdeckung als Herdplatte verwenden kann. Habe ich schon erwähnt, dass ich solcherart durchdachte Details sehr schätze?

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Scheiter auf die Anzünder, Lüftungsschlitze auf, Deckel zu.

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Die erforderliche Temperatur ist im Gegensatz zum Grillen schnell erreicht, und los gehts!

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Während das Fleisch warm wird, rühre ich in der Küche die Mopsauce zusammen. Der Geruch ist tatsächlich anfangs gewöhnungsbedürftig, aber das ist der von einer Rindsuppe, die gerade zu kochen beginnt, auch.

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Abwarten. Miss Amy sonnt sich, der Herr Hund zieht den kühlen Schatten vor, wir, die Zweibeiner, gönnen uns einen Eiskaffee auf der Terrasse.

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Ungefähr eineinhalb Stunden vor Schluss werden die Zutaten für meine spezielle Barbecuesauce im sogenannten Opfertopf (Opfertopf deshalb, weil er in den Smoker gestellt wird, damit die Sauce einreduziert, und man damit rechnen muss, dass er trotz Geschirrspüler nicht mehr so schön wird wie er vorher war - also besser Hände weg von der württembergischen Edelware!) zusammengemischt:

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Schaut gut aus, ja. Sogar mit Smokering.

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Schmeckt auch so.

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Nachtrag 1: Wir haben das Fleisch nicht händisch in Stücke zerpflückt, sondern in Scheiben geschnitten und dann auf den Tellern zerteilt, weil wir wussten, dass vom Bratenstück einiges bleiben würde. Die Fleischstückchen in angetoastete Burger Buns geben, Barbecuesauce darüber (über die originale Essigsauce haben wir uns dann doch geschmacklich noch nicht drübergetraut), dazu selbstgemachten Coleslaw. Perfekt.

Nachtrag 2: Nicht weniger perfekt ist die daraus resultierende Resteverwertung. Getoastete Sandwichbrotscheiben dünn mit Mayonnaise (diese Schreibweise ist Absicht) bestreichen, dünn geschnittene Scheiben vom Pulled Pork sowie eine Scheibe Käse nach Gusto darauflegen, zum Abschluss noch Tomatenscheiben und eine zweite Scheibe Brot - fertig ist das Frühstückssandwich für heiße Tage!

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