Bücher

Ein Zuckerl zum Wochenstart, sozusagen.
"Mountolive" liegt - für mich reserviert - zur Abholung bereit. Ein Glück für den säumigen Vor-Leser, denn ich hatte mir schon ein paar stilechte orientalische (schließlich ist der Schauplatz Alexandria) Verwünschungen zurechtgelegt.
... So Seltsames geht in einer großen Stadt vor; in einer großen, südlichen, deren schon im Mai heißer Himmel seine Bläue wie knatterndes Fahnentuch in die bunten und belebten Gassen knallt. (...) Eine solche Stadt in ihrem vielen Lärm und Lichte ist zu beneiden um die duftigen, gepflegten, geheimen Hohlräume, welche sie enthält, wie verborgene, voilierte Kammern ihrer Seele. Und die stille Kühle in den Stiegenhäusern. Man kann sagen, man betrat sie nicht einfach von der Straße: man schied vielmehr von der Straße ab. ...
Es ist gut so, dass ich dieses Buch noch nie zuvor gelesen habe. In früheren Zeiten hätte es sich mir entweder nicht erschlossen oder eine so starke Sehnsucht ausgelöst, dass ich nicht mehr bereit gewesen wäre, den zu regelnden Dingen die ihnen zustehende Zeit zu gewähren.
Es ist gut so, dass ich dieses Buch noch nie zuvor gelesen habe. In früheren Zeiten hätte es sich mir entweder nicht erschlossen oder eine so starke Sehnsucht ausgelöst, dass ich nicht mehr bereit gewesen wäre, den zu regelnden Dingen die ihnen zustehende Zeit zu gewähren.
Der beste aller Ehemänner ist an allem interessiert, was mit Geschichte zu tun hat; heute hat sich nun ergeben, dass er sich an ein Buch erinnert hat, welches vor einigen Jahren im Handel war und sich mit der Thematik "Tiere in der Kriegsführung" beschäftigt hat. Leider können wir uns beide nicht mehr an den Titel erinnern und auch die Stichwortsuche im Internet hat kein brauchbares Ergebnis geliefert, sodass ich hoffe, dass uns eine/r meiner Leser/innen einen diesbezüglichen Tipp geben kann. Es spielt keine Rolle, ob ein entsprechendes Buch noch im Handel frei erhältlich oder nur mehr antiquarisch verfügbar ist, allerdings sollte der Inhalt wissenschaftlich fundiert (historisch belegbar) dargestellt werden.
Worum es konkret geht, ist hier gut zusammengefasst.
PS: Auch englischsprachige Bücher werden gerne genommen !
Worum es konkret geht, ist hier gut zusammengefasst.
PS: Auch englischsprachige Bücher werden gerne genommen !
Gestern nachmittag waren wir dann also tatsächlich in der Hauptbücherei. Ich bin jetzt glückliche Besitzerin einer Jahreskarte, die 18,00 Euro gekostet hat und mittels derer ich mir ohne Zusatzkosten Bücher leihen kann; die Tochter, da Schülerin, zahlt gar nichts - das zum Beispiel verstehe ich unter praktiziertem Sozialismus in seiner besten Ausprägung. Die Bücherei am Urban-Loritz-Platz ist riesig und befindet sich direkt über der U6-Station Burggasse/Stadthalle, sodass man von unserer Wohnung aus auch bei Schlechtwetter nahezu trockenen Fußes dorthin gelangt, was angesichts der nicht dauerhaft wasserfesten Materie einen erfreulichen Aspekt darstellt.
Ich hatte mich mittels Online-Bücherkatalog gleich auf die Suche nach den vier Büchern begeben und stellte fest, dass einige Ausgaben vorlagen, von denen allerdings die meisten derzeit verliehen waren. Die freien Exemplare trugen die Anmerkung "Magazin", mit der ich bei Durchsicht der in Frage kommenden Regale nicht ad hoc etwas anzufangen wusste, weshalb ich mich an einen Mitarbeiter wandte, der mir versicherte, es liege nicht an mir, sondern daran, dass mit "Magazin" wirklich ein nur für Mitarbeiter zugängliches Lager gemeint ist. Dorthin begab er sich dann auch und kam mit "Justine" und "Clea" wieder zum Vorschein; "Mountolive" war nicht greifbar. Bei nochmaliger Recherche fand ich "Balthazar" in einer englischen Ausgabe und beschloss, mir diese mitzunehmen.
Jedenfalls bin ich gestern abend bis halb zwölf auf dem Balkon gesessen und habe mich bis zum vierten Teil von "Justine" durchgelesen. Dieser hat zwar nicht viele Seiten, ich wollte mir das Finale aber nicht selber zerstören, indem ich es nur mehr unkonzentriert läse, denn auch die nochmalige Lektüre am nächsten Tag ist nicht das selbe wie das bewusste und gespannte Lesen eines noch unbekannten Kapitels. Durrell schreibt, dass es mir stellenweise den Atem verschlägt; selbst wenn sich die äußeren Ereignisse Seite für Seite überschlügen, läge die wahre Spannung noch immer im Denken und Fühlen der Protagonisten, deren seelische Zustände er mit der Präzision eines Seziermessers offenlegt. Zwar wird das Äußerliche der Menschen durchaus geschildert, jedoch bildet sich das meiste der Vorstellungen, die ich im Kopf habe, aus den Handlungen, der Sprechweise, aus Blicken und Bewegungen, abgerundet von der weitgehend trostlosen Atmosphäre des Schauplatzes.
Falls es eine Verfilmung dieses Buches gibt, sollte ich sie mir besser nie ansehen, andernfalls würde dasselbe geschehen, was ich schon bei "Vom Winde verweht" erlebt habe. Bei der Lektüre ist ein wunderbarer Film, der so niemals realisierbar wäre, in meinem Kopf entstanden; als ich dann Jahre später die Verfilmung mit Clark Gable und Vivien Leigh sah, war ich maßlos enttäuscht.
Und heute nachmittag werde ich sehen, wie es mir mit dem englischen zweiten Teil ergeht.
Ich hatte mich mittels Online-Bücherkatalog gleich auf die Suche nach den vier Büchern begeben und stellte fest, dass einige Ausgaben vorlagen, von denen allerdings die meisten derzeit verliehen waren. Die freien Exemplare trugen die Anmerkung "Magazin", mit der ich bei Durchsicht der in Frage kommenden Regale nicht ad hoc etwas anzufangen wusste, weshalb ich mich an einen Mitarbeiter wandte, der mir versicherte, es liege nicht an mir, sondern daran, dass mit "Magazin" wirklich ein nur für Mitarbeiter zugängliches Lager gemeint ist. Dorthin begab er sich dann auch und kam mit "Justine" und "Clea" wieder zum Vorschein; "Mountolive" war nicht greifbar. Bei nochmaliger Recherche fand ich "Balthazar" in einer englischen Ausgabe und beschloss, mir diese mitzunehmen.
Jedenfalls bin ich gestern abend bis halb zwölf auf dem Balkon gesessen und habe mich bis zum vierten Teil von "Justine" durchgelesen. Dieser hat zwar nicht viele Seiten, ich wollte mir das Finale aber nicht selber zerstören, indem ich es nur mehr unkonzentriert läse, denn auch die nochmalige Lektüre am nächsten Tag ist nicht das selbe wie das bewusste und gespannte Lesen eines noch unbekannten Kapitels. Durrell schreibt, dass es mir stellenweise den Atem verschlägt; selbst wenn sich die äußeren Ereignisse Seite für Seite überschlügen, läge die wahre Spannung noch immer im Denken und Fühlen der Protagonisten, deren seelische Zustände er mit der Präzision eines Seziermessers offenlegt. Zwar wird das Äußerliche der Menschen durchaus geschildert, jedoch bildet sich das meiste der Vorstellungen, die ich im Kopf habe, aus den Handlungen, der Sprechweise, aus Blicken und Bewegungen, abgerundet von der weitgehend trostlosen Atmosphäre des Schauplatzes.
Falls es eine Verfilmung dieses Buches gibt, sollte ich sie mir besser nie ansehen, andernfalls würde dasselbe geschehen, was ich schon bei "Vom Winde verweht" erlebt habe. Bei der Lektüre ist ein wunderbarer Film, der so niemals realisierbar wäre, in meinem Kopf entstanden; als ich dann Jahre später die Verfilmung mit Clark Gable und Vivien Leigh sah, war ich maßlos enttäuscht.
Und heute nachmittag werde ich sehen, wie es mir mit dem englischen zweiten Teil ergeht.
Heute ausgelesen.
Es gibt ein Kriterium bei Belletristik, mit dessen Hilfe ich recht gut für mich selber definieren kann, wie sehr mir ein Buch gefallen hat. Kurz gefasst: Je länger ich brauche, um aus der Handlung wieder aufzutauchen, desto besser ist es geschrieben. Vor fast zwei Stunden habe ich "Die Eleganz des Igels" ausgelesen und bin noch immer nicht ganz zurück, was für meine Begriffe eine extrem lange Zeitspanne darstellt. Das Buch ist einfach wunderbar geschrieben: Franko- und sinophil, in schöner Sprache verfasst und Lachen und Weinen liegen so nahe beieinander wie halt im wirklichen Leben auch.
Leider hat der Verlag die deutsche Erstausgabe dieses Romans nicht - wie sonst üblich - als Hardcover herausgebracht, sondern nur als Taschenbuch, was nichts Gutes bedeutet. Der Rückschluss scheint zulässig, dass sich diese Art von Büchern, die jenseits einer rosa-klebrigen Barbara-Cartland-Idylle angesiedelt ist, nicht sonderlich gut verkauft. Leider.
Meine Lektüreempfehlung für Sommertage in der Hängematte oder auf der Hollywoodschaukel lautet jedenfalls:
Muriel Barbery - Die Eleganz des Igels
(dtv premium, ISBN 978-3-423-24658-3)
Es gibt ein Kriterium bei Belletristik, mit dessen Hilfe ich recht gut für mich selber definieren kann, wie sehr mir ein Buch gefallen hat. Kurz gefasst: Je länger ich brauche, um aus der Handlung wieder aufzutauchen, desto besser ist es geschrieben. Vor fast zwei Stunden habe ich "Die Eleganz des Igels" ausgelesen und bin noch immer nicht ganz zurück, was für meine Begriffe eine extrem lange Zeitspanne darstellt. Das Buch ist einfach wunderbar geschrieben: Franko- und sinophil, in schöner Sprache verfasst und Lachen und Weinen liegen so nahe beieinander wie halt im wirklichen Leben auch.
Leider hat der Verlag die deutsche Erstausgabe dieses Romans nicht - wie sonst üblich - als Hardcover herausgebracht, sondern nur als Taschenbuch, was nichts Gutes bedeutet. Der Rückschluss scheint zulässig, dass sich diese Art von Büchern, die jenseits einer rosa-klebrigen Barbara-Cartland-Idylle angesiedelt ist, nicht sonderlich gut verkauft. Leider.
Meine Lektüreempfehlung für Sommertage in der Hängematte oder auf der Hollywoodschaukel lautet jedenfalls:
Muriel Barbery - Die Eleganz des Igels
(dtv premium, ISBN 978-3-423-24658-3)
Nachdem ich also einen genussvollen Kurzurlaub verbringe und aufgrund der Hitze derzeit wenig Ambition habe, mich in die Innenstadt zu begeben, bin ich mit mir übereingekommen, mir wieder Büchernachschub zu besorgen. Herrlich, ungestört schmökern zu können ! Ich frage mich allerdings, von wem die Vorgabe stammt, Bestseller aus dem angloamerikanischen Raum müssen dergestalt übersetzt werden, dass pro Doppelseite mindestens je einmal "gottverdammt", "wahnsinnig" und "irrsinnig" vorkommt. Diese Diktion erinnert mich erstens an die Jerry-Cotton-Hefte, die ich in meiner Kindheit irgendwann einmal auf dem elterlichen Dachboden entdeckt (und natürlich gelesen) habe und zweitens an die zum Teil unglaublich schlechte Synchronisation englischsprachiger Filme in den 70er-Jahren ("Killed by Wenzel Lüdecke"). Zum Kauf solcherart übersetzter Bücher kann ich mich jedenfalls nicht entschließen, und Harry Rowohlt halte ich zeitweise schlichtweg für überschätzt.
Festgestellt habe ich auch, dass mir nach wie vor der Zugang zu "Buddenbrooks" fehlt. Fragt mich nicht, weshalb - ich habe schon mehrfach Anlauf genommen, bin aber über die ersten 50 Seiten nie hinausgekommen. An der Sprache liegt es sicher nicht, die wäre nämlich genau mein Fall. Auch Arno Geigers "Es geht uns gut" habe ich in Händen gehabt, dennoch hat mich irgendetwas zögern lassen, ohne dass ich sagen könnte, was es war, das mich dazu gebracht hat, das Buch nach der Lektüre einer Seite (in der Mitte des Buches, keinesfalls die erste Seite !) in das Regal zurückzustellen.
Dennoch bin ich nicht mit leeren Händen wieder gegangen, sondern habe vier Bücher gekauft und fünf bestellt. Bestellt habe ich die restlichen "Brenner"-Krimis von Wolf Haas (Herr Merlix hat mich auf den Geschmack gebracht; "Auferstehung der Toten" und "Der Knochenmann" habe ich am Wochenende gelesen) sowie "Menschenkind" von Josef Winkler, für dessen Nichtkennen ich mich wirklich geniere. Sein Erstlingswerk ist 1979 erschienen, und eigentlich war ich damals schon sehr gut über junge österreichische Autoren informiert und habe sie auch gelesen; "Herrenjahre", "Wie kommt das Salz ins Meer" und die Innerhofer-Trilogie "Schöne Tage", "Schattseite" und "Die großen Wörter" habe ich sozusagen verschlungen. Aber genau hinter den Innerhofer-Büchern hat sich Josef Winkler für mich sozusagen versteckt, denn Innerhofer war als Salzburger meinen damaligen Erfahrungswelten naturgemäß näher als ein Kärntner Autor, der vom dortigen Landleben berichtete.
Gekauft habe ich:

Das Buch über Kunst und Architektur in Wien musste einfach sein. Ich hab zwar erst geschätzte dreißig Bücher, die sich mit diesem Sujet befassen, aber das ist zuwenig. So. "Die Eleganz des Igels" ist eine Buchempfehlung der Frau Testsiegerin, auf die ich gespannt bin (Nicht auf die Frau Testsiegerin, die kenne ich ja mittlerweile schon ein bissl, sondern auf die Empfehlung !). Ebenfalls neugierig bin ich auf Sándor Márai, eine literarische Wiederentdeckung, und auch auf das ziemlich schräge "Bunny"-Buch, das von Kathrin Passig empfohlen wird. Wenns nicht passt, schicke ich der Frau Passig eine Mail und frage sie, was sie sich dabei gedacht hat - so unter uns Bloggerinnen halt.
Die beiden Bücher oben waren gestern und vorgestern mein Lesestoff; "Mitten ins Herz" habe ich wiedergelesen, und "Das Gesicht des Mondes" hat mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, zumal - wie meine Stammleserschaft ahnt - ich in diesem Buch etliche Ähnlichkeiten mit meinem familiären Hintergrund gefunden habe. Keine leichte Lektüre, aber Platz für Gedanken jenseits bestsellerstatusheischend-reißerischer Blicke in menschliche Abgründe.
Falls mich heute nachmittag jemand sucht - ich bin auf dem Sofa.
Festgestellt habe ich auch, dass mir nach wie vor der Zugang zu "Buddenbrooks" fehlt. Fragt mich nicht, weshalb - ich habe schon mehrfach Anlauf genommen, bin aber über die ersten 50 Seiten nie hinausgekommen. An der Sprache liegt es sicher nicht, die wäre nämlich genau mein Fall. Auch Arno Geigers "Es geht uns gut" habe ich in Händen gehabt, dennoch hat mich irgendetwas zögern lassen, ohne dass ich sagen könnte, was es war, das mich dazu gebracht hat, das Buch nach der Lektüre einer Seite (in der Mitte des Buches, keinesfalls die erste Seite !) in das Regal zurückzustellen.
Dennoch bin ich nicht mit leeren Händen wieder gegangen, sondern habe vier Bücher gekauft und fünf bestellt. Bestellt habe ich die restlichen "Brenner"-Krimis von Wolf Haas (Herr Merlix hat mich auf den Geschmack gebracht; "Auferstehung der Toten" und "Der Knochenmann" habe ich am Wochenende gelesen) sowie "Menschenkind" von Josef Winkler, für dessen Nichtkennen ich mich wirklich geniere. Sein Erstlingswerk ist 1979 erschienen, und eigentlich war ich damals schon sehr gut über junge österreichische Autoren informiert und habe sie auch gelesen; "Herrenjahre", "Wie kommt das Salz ins Meer" und die Innerhofer-Trilogie "Schöne Tage", "Schattseite" und "Die großen Wörter" habe ich sozusagen verschlungen. Aber genau hinter den Innerhofer-Büchern hat sich Josef Winkler für mich sozusagen versteckt, denn Innerhofer war als Salzburger meinen damaligen Erfahrungswelten naturgemäß näher als ein Kärntner Autor, der vom dortigen Landleben berichtete.
Gekauft habe ich:

Das Buch über Kunst und Architektur in Wien musste einfach sein. Ich hab zwar erst geschätzte dreißig Bücher, die sich mit diesem Sujet befassen, aber das ist zuwenig. So. "Die Eleganz des Igels" ist eine Buchempfehlung der Frau Testsiegerin, auf die ich gespannt bin (Nicht auf die Frau Testsiegerin, die kenne ich ja mittlerweile schon ein bissl, sondern auf die Empfehlung !). Ebenfalls neugierig bin ich auf Sándor Márai, eine literarische Wiederentdeckung, und auch auf das ziemlich schräge "Bunny"-Buch, das von Kathrin Passig empfohlen wird. Wenns nicht passt, schicke ich der Frau Passig eine Mail und frage sie, was sie sich dabei gedacht hat - so unter uns Bloggerinnen halt.
Die beiden Bücher oben waren gestern und vorgestern mein Lesestoff; "Mitten ins Herz" habe ich wiedergelesen, und "Das Gesicht des Mondes" hat mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, zumal - wie meine Stammleserschaft ahnt - ich in diesem Buch etliche Ähnlichkeiten mit meinem familiären Hintergrund gefunden habe. Keine leichte Lektüre, aber Platz für Gedanken jenseits bestsellerstatusheischend-reißerischer Blicke in menschliche Abgründe.
Falls mich heute nachmittag jemand sucht - ich bin auf dem Sofa.
Mittlerweile habe ich ja wieder ein wenig mehr Zeit zum Lesen, und so gestalte ich meine Abende derzeit vorwiegend mittels mannigfaltiger Lektüre.
Krimis lese ich nur sporadisch, weil meine Stimmung jeweils zum Buch passen muss (was nichts mit Mordgelüsten meinerseits zu tun hat, sondern mit der Bereitschaft, mich auf diese Art der Anspannung einzulassen) und auch genug Zeit zum Lesen vorhanden sein soll, denn länger als zwei Abende lang mag ich nicht an einem Kriminalroman tüfteln. Das bedeutet wiederum, dass auch die dicksten Wälzer an zwei Abenden bewältigt werden, was sich zeitweise entschieden negativ auf mein Schlafpensum auswirkt. Gut, man gönnt sich ja sonst nichts. Naja, stimmt nicht ganz, denn ein Glas feinen Likörs erhöht den Lesegenuss ! Beim Stöbern in einer Buchhandlung bin ich jedenfalls dem Inspektor Polt sehr nahegekommen, nachdem er mir schon in seinen Anfängen aufgefallen war, meine Leseambitionen aber lange überhaupt nicht in diese Richtung tendierten. Wer liest schon gerne Krimis, die in der Pampa angesiedelt sind, wenn man selber in einer wohnt ? Ich jedenfalls nicht. Gelesen habe ich kürzlich „Polt muss weinen“, „Blumen für Polt“, „Himmel, Polt und Hölle“ sowie „Polterabend“, also den ganzen aufeinander aufbauenden Jahreszeitenzyklus. Genossen habe ich die Lektüre auch, und zwar außerordentlich. Alfred Komarek, der Autor des Polt-Zyklus, ist ein Mensch mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe, seine Figuren sind aus dem Leben gegriffene, oft zwiespältige Persönlichkeiten - und nicht jeder Mord wird von einem Mörder begangen. „Die Villen der Frau Hürsch“ vom selben Autor ist zwar kein Polt-Krimi, ich bin aber dennoch zuversichtlich, was meine Lesevergnügen an diesem Buch betrifft. Es liegt nämlich schon in meinem Bücherreservoir.
Unterhaltsamkeit kann man dem Buch, von welchem ich nun erzählen möchte, eher nicht attestieren. Nichtsdestoweniger empfehle ich es jedem Menschen, der sich über Medizin und ihre Grenzen Gedanken macht und/oder vom Thema in irgendeiner Weise betroffen ist. Es bedurfte eines Werner Schneyder, um eines der wenigen noch vorhandenen Tabus in unserer Gesellschaft zu brechen. Sein heuer erschienenes Buch heißt „Krebs“ und berichtet in dankenswerter Offenheit vom langsamen Sterben seines Lebensmenschen. Es fällt mir gar nicht leicht, über dieses Buch zu schreiben, weil ich, was diese Krankheit anbelangt, leider(?) von mütterlicher Seite sehr stark belastet bin. Meine erste Begegnung mit einem Krankenhaus war jene, dass ich mit meiner Mutter ins Spital fuhr, damit sie sich von einer nahen Verwandten, die zugleich ihre beste Freundin war, für immer verabschieden konnte. Ich war damals noch zu klein, um auf das Bett hinaufzusehen, das von anderen Verwandten umringt war, aber ich werde nie den Anblick der knochigen, gelben Hand vergessen, die kraftlos auf dem Laken lag und von der ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie zu jener einstmals energiegeladenen und noch nicht einmal vierzig Jahre alten Frau gehörte, die ich als meine Taufpatin kannte. In den Reihen der Verwandten meiner Mutter war Krebs die Haupttodesursache, und die Betroffenen starben in einem Alter, das man gerne als „die besten Jahre“ bezeichnet. Aber ich schweife ab; was ich ausdrücken wollte, ist meine Zustimmung zu Schneyders Buch. Ich denke, man sollte einerseits Ärzten keinen Vorwurf machen, weil sie auch nur Menschen sind und nicht allmächtige Bezwinger jedweder Krankheit, aber es wäre nach meiner Sicht der Dinge für viele Ärzte an der Zeit, diese Tatsache auch selber zu erkennen. Der Medizin sind Grenzen gesetzt, damit müssen wir alle leben lernen. Was ist an therapeutischen Maßnahmen sinnvoll, was nicht ? Wie geht der einzelne Mensch mit seiner Krankheit um ? Wie agiert sein Umfeld ? Welche Sterbekultur hat unsere Gesellschaft ? Der Autor vermittelt jede Menge Denkanstöße und macht auch kein Hehl aus seinen Emotionen, heischt jedoch nie Mitgefühl oder gar Mitleid, sondern plädiert für die Würde des Menschen. Dieser Tage werde ich das zweite Exemplar dieses Buches kaufen. Das erste habe ich vor ein paar Tagen einer lieben Bekannten geschenkt, der vor kurzem der Krebs binnen weniger Monate eine über zwanzig Jahre währende Freundschaft genommen hat und die aufgrund ihrer Erfahrungen ebenfalls starke Zweifel am Umgang vieler Mediziner mit dieser Krankheit hegt.
Ein kritischer Geist ist auch Gunter Frank, seines Zeichens Darmspezialist, dessen Buch „Lizenz zum Essen“ gründlich mit so manchen Ernährungs-, Fitness- und Diätirrtümern aufräumt. Der Autor beleuchtet die Machenschaften vieler Lebensmittelkonzerne, hinterfragt Studien, die den Umsatz ihrer Auftraggeber erhöhen, stellt einige Entwicklungen der vergangenen fünfzig Jahre in Frage und entwirft vor allem das Bild eines mündigen Konsumenten, der sich nicht mehr vom Glanz unzähliger neuer und NOCH besserer Nahrungsmittel blenden lässt, sondern auf seinen eigenen Körper hört.
Wirklich erfreulich war auch meine Wochenendlektüre nicht, obwohl sie sehr gut geschrieben ist, denn sie behandelt ein gesellschaftliches Thema. „Generation doof“ heißt es, der provokante Untertitel lautet „Wie blöd sind wir eigentlich ?“. Um es vorweg zu nehmen: ziemlich. Die Autoren gehen mit ihrer eigenen Generation und der Nachfolgegeneration anhand von verschiedenen Beobachtungen und gesellschaftlichen Entwicklungen recht gnadenlos ins Gericht, und leider kann man ihnen nicht ernsthaft Übertreibung attestieren, sofern man mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht. Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss widmet sich der Titelfrage in den Bereichen Freizeit, Bildung, Beruf, Partnerschaft und Erziehung und schafft ein buntes Panoptikum dessen, was heute gerne als Kultur missverstanden wird. Als eines der typischen Beispiele von Dummheit wird übrigens diese Geschichte aus dem „Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn“-Blog angeführt ! Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dieses Buch im Bastei-Verlag erschienen ist, der sich üblicherweise nicht unbedingt als Hort hochgeistiger Lektüre darstellt. Dies soll dem trotz einiger aufkeimender Bitterkeit durchaus vorhandenen Lesevergnügen keinen Abbruch tun, und die enthaltenen Denkanstöße sind den Kaufpreis allemal wert, wenn man denn ein Buch mit materiellen Maßstäben messen will.
Gestern abend habe ich begonnen, „Der ganz normale Wahnsinn“ zu lesen. Die Autoren sind Christophe André und Francois Lelord, der durch sein Buch „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ bekannt wurde; beide sind ausgebildete Psychologen und behandeln in diesem Buch Menschentypen, die von ihrer Umwelt im allgemeinen als schwierig eingeschätzt werden.
Man kann also sagen, dass eine Persönlichkeit schwierig wird, wenn bestimmte Züge ihres Charakters zu markant oder zu verfestigt sind, den Umständen schlecht angepasst, sodass das Individuum selbst oder ein anderes darunter leidet (bzw. alle beide).
Das Kapitel mit den ängstlichen Persönlichkeiten habe ich bereits gelesen und auch schon eine Einsicht gewonnen, nämlich jene, dass die ängstliche Person nicht so sehr ihr Gegenüber als eher lebensunfähig einstuft, sondern Opfer der eigenen Ängste ist. Mir diese Tatsache vor Augen zu halten, daran muss ich noch arbeiten.
Und jetzt gehe ich wieder lesen.
Krimis lese ich nur sporadisch, weil meine Stimmung jeweils zum Buch passen muss (was nichts mit Mordgelüsten meinerseits zu tun hat, sondern mit der Bereitschaft, mich auf diese Art der Anspannung einzulassen) und auch genug Zeit zum Lesen vorhanden sein soll, denn länger als zwei Abende lang mag ich nicht an einem Kriminalroman tüfteln. Das bedeutet wiederum, dass auch die dicksten Wälzer an zwei Abenden bewältigt werden, was sich zeitweise entschieden negativ auf mein Schlafpensum auswirkt. Gut, man gönnt sich ja sonst nichts. Naja, stimmt nicht ganz, denn ein Glas feinen Likörs erhöht den Lesegenuss ! Beim Stöbern in einer Buchhandlung bin ich jedenfalls dem Inspektor Polt sehr nahegekommen, nachdem er mir schon in seinen Anfängen aufgefallen war, meine Leseambitionen aber lange überhaupt nicht in diese Richtung tendierten. Wer liest schon gerne Krimis, die in der Pampa angesiedelt sind, wenn man selber in einer wohnt ? Ich jedenfalls nicht. Gelesen habe ich kürzlich „Polt muss weinen“, „Blumen für Polt“, „Himmel, Polt und Hölle“ sowie „Polterabend“, also den ganzen aufeinander aufbauenden Jahreszeitenzyklus. Genossen habe ich die Lektüre auch, und zwar außerordentlich. Alfred Komarek, der Autor des Polt-Zyklus, ist ein Mensch mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe, seine Figuren sind aus dem Leben gegriffene, oft zwiespältige Persönlichkeiten - und nicht jeder Mord wird von einem Mörder begangen. „Die Villen der Frau Hürsch“ vom selben Autor ist zwar kein Polt-Krimi, ich bin aber dennoch zuversichtlich, was meine Lesevergnügen an diesem Buch betrifft. Es liegt nämlich schon in meinem Bücherreservoir.
Unterhaltsamkeit kann man dem Buch, von welchem ich nun erzählen möchte, eher nicht attestieren. Nichtsdestoweniger empfehle ich es jedem Menschen, der sich über Medizin und ihre Grenzen Gedanken macht und/oder vom Thema in irgendeiner Weise betroffen ist. Es bedurfte eines Werner Schneyder, um eines der wenigen noch vorhandenen Tabus in unserer Gesellschaft zu brechen. Sein heuer erschienenes Buch heißt „Krebs“ und berichtet in dankenswerter Offenheit vom langsamen Sterben seines Lebensmenschen. Es fällt mir gar nicht leicht, über dieses Buch zu schreiben, weil ich, was diese Krankheit anbelangt, leider(?) von mütterlicher Seite sehr stark belastet bin. Meine erste Begegnung mit einem Krankenhaus war jene, dass ich mit meiner Mutter ins Spital fuhr, damit sie sich von einer nahen Verwandten, die zugleich ihre beste Freundin war, für immer verabschieden konnte. Ich war damals noch zu klein, um auf das Bett hinaufzusehen, das von anderen Verwandten umringt war, aber ich werde nie den Anblick der knochigen, gelben Hand vergessen, die kraftlos auf dem Laken lag und von der ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie zu jener einstmals energiegeladenen und noch nicht einmal vierzig Jahre alten Frau gehörte, die ich als meine Taufpatin kannte. In den Reihen der Verwandten meiner Mutter war Krebs die Haupttodesursache, und die Betroffenen starben in einem Alter, das man gerne als „die besten Jahre“ bezeichnet. Aber ich schweife ab; was ich ausdrücken wollte, ist meine Zustimmung zu Schneyders Buch. Ich denke, man sollte einerseits Ärzten keinen Vorwurf machen, weil sie auch nur Menschen sind und nicht allmächtige Bezwinger jedweder Krankheit, aber es wäre nach meiner Sicht der Dinge für viele Ärzte an der Zeit, diese Tatsache auch selber zu erkennen. Der Medizin sind Grenzen gesetzt, damit müssen wir alle leben lernen. Was ist an therapeutischen Maßnahmen sinnvoll, was nicht ? Wie geht der einzelne Mensch mit seiner Krankheit um ? Wie agiert sein Umfeld ? Welche Sterbekultur hat unsere Gesellschaft ? Der Autor vermittelt jede Menge Denkanstöße und macht auch kein Hehl aus seinen Emotionen, heischt jedoch nie Mitgefühl oder gar Mitleid, sondern plädiert für die Würde des Menschen. Dieser Tage werde ich das zweite Exemplar dieses Buches kaufen. Das erste habe ich vor ein paar Tagen einer lieben Bekannten geschenkt, der vor kurzem der Krebs binnen weniger Monate eine über zwanzig Jahre währende Freundschaft genommen hat und die aufgrund ihrer Erfahrungen ebenfalls starke Zweifel am Umgang vieler Mediziner mit dieser Krankheit hegt.
Ein kritischer Geist ist auch Gunter Frank, seines Zeichens Darmspezialist, dessen Buch „Lizenz zum Essen“ gründlich mit so manchen Ernährungs-, Fitness- und Diätirrtümern aufräumt. Der Autor beleuchtet die Machenschaften vieler Lebensmittelkonzerne, hinterfragt Studien, die den Umsatz ihrer Auftraggeber erhöhen, stellt einige Entwicklungen der vergangenen fünfzig Jahre in Frage und entwirft vor allem das Bild eines mündigen Konsumenten, der sich nicht mehr vom Glanz unzähliger neuer und NOCH besserer Nahrungsmittel blenden lässt, sondern auf seinen eigenen Körper hört.
Wirklich erfreulich war auch meine Wochenendlektüre nicht, obwohl sie sehr gut geschrieben ist, denn sie behandelt ein gesellschaftliches Thema. „Generation doof“ heißt es, der provokante Untertitel lautet „Wie blöd sind wir eigentlich ?“. Um es vorweg zu nehmen: ziemlich. Die Autoren gehen mit ihrer eigenen Generation und der Nachfolgegeneration anhand von verschiedenen Beobachtungen und gesellschaftlichen Entwicklungen recht gnadenlos ins Gericht, und leider kann man ihnen nicht ernsthaft Übertreibung attestieren, sofern man mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht. Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss widmet sich der Titelfrage in den Bereichen Freizeit, Bildung, Beruf, Partnerschaft und Erziehung und schafft ein buntes Panoptikum dessen, was heute gerne als Kultur missverstanden wird. Als eines der typischen Beispiele von Dummheit wird übrigens diese Geschichte aus dem „Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn“-Blog angeführt ! Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dieses Buch im Bastei-Verlag erschienen ist, der sich üblicherweise nicht unbedingt als Hort hochgeistiger Lektüre darstellt. Dies soll dem trotz einiger aufkeimender Bitterkeit durchaus vorhandenen Lesevergnügen keinen Abbruch tun, und die enthaltenen Denkanstöße sind den Kaufpreis allemal wert, wenn man denn ein Buch mit materiellen Maßstäben messen will.
Gestern abend habe ich begonnen, „Der ganz normale Wahnsinn“ zu lesen. Die Autoren sind Christophe André und Francois Lelord, der durch sein Buch „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ bekannt wurde; beide sind ausgebildete Psychologen und behandeln in diesem Buch Menschentypen, die von ihrer Umwelt im allgemeinen als schwierig eingeschätzt werden.
Man kann also sagen, dass eine Persönlichkeit schwierig wird, wenn bestimmte Züge ihres Charakters zu markant oder zu verfestigt sind, den Umständen schlecht angepasst, sodass das Individuum selbst oder ein anderes darunter leidet (bzw. alle beide).
Das Kapitel mit den ängstlichen Persönlichkeiten habe ich bereits gelesen und auch schon eine Einsicht gewonnen, nämlich jene, dass die ängstliche Person nicht so sehr ihr Gegenüber als eher lebensunfähig einstuft, sondern Opfer der eigenen Ängste ist. Mir diese Tatsache vor Augen zu halten, daran muss ich noch arbeiten.
Und jetzt gehe ich wieder lesen.
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Heute waren meine Tochter, eine mir sehr nahestehende Verwandte, deren Sohn und ich in Passau, um in einer alteingesessenen, jedoch neu eröffneten Buchhandlung ausgiebig zu schmökern. Es war einfach wunderbar ! Nicht nur, dass ich mittlerweile wieder eine Buchhandlung betreten kann, ohne in Tränen auszubrechen - das Sortiment ist absolut überzeugend und die Beratung kompetent und freundlich. Nach dem Bezahlen sagte ich zu der sehr netten Dame an der Kassa: "Ich fürchte, ich werde öfter hierherkommen müssen !", woraufhin sie lächelnd meinte: "Ihre Furcht ist unsere Hoffnung !"
Und weil mein Leben derzeit einen deutlichen Saldo zu Lasten meiner Lebensqualität aufweist (Hach, schön formuliert, ich hätte auch etwas von geballter Schei** schreiben können), setze ich dem mal einen durch und durch positiven Aspekt entgegen, nämlich das bei Desideria gefundene Stöckchen:
Gebunden oder Taschenbuch?
Ist nicht wirklich relevant und hängt von verschiedenen Faktoren ab - für die Handtasche (sic !) bevorzuge ich Taschenbücher, in den Regalen sehen gebundene Werke schöner aus und sind natürlich auch haltbarer, wobei Bücher über 300 Seiten generell nur als Hardcover gekauft werden, weil sich Taschenbücher ab einer gewissen Seitenzahl spätestens nach dem dritten Mal Lesen in ihre Einzelteile auflösen.
Amazon oder Buchhandel?
Amazon ist mir aus verschiedenen Gründen suspekt, unter anderem deswegen, weil es sehr einfach ist, aus den literarischen Vorlieben eines Menschen ein Profil zu erstellen - irgendwie beschleicht mich da ein "Big Brother is watching you"-Gefühl. Generell hege ich eine gesunde Skepsis gegen Firmen, die sich geben, als hätten sie die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau erfunden.
Lesezeichen oder Eselsohr?
Um Gottes Willen !!! Als Lesezeichen lässt sich zur Not vieles verwenden (vielleicht nicht gerade der Führerschein, aber zum Beispiel Kuverts, Einkaufszettel und Fotos) !
Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Versuchsweise nach Sparte, das heißt nach Sachbüchern, Belletristik, Bildbänden und antiquarischen Werken, wobei meine/unsere Bücher mitunter ein irritierendes Eigenleben entwickeln und sich plötzlich an Plätzen finden, an denen sie sich eigentlich ihrem Wesen nach nicht aufhalten dürften. Das passiert vor allem dann, wenn ich wieder einmal einen Abend lang quergelesen habe (Ich schmökere beispielsweise in einem Bildband über Wien, bleibe dann an einer Stelle hängen, die mich an eine Episode von "Liebe in Wien" erinnert, schlage dort nach, finde ein Stichwort, das mich zu Lou Andreas-Salomé und in weiterer Folge zu Alma Mahler-Werfel führt).
Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Fehlkäufe passieren kaum, schon eher misslungene Geschenke, und dafür gibts dann e-bay. Wegwerfen geht nicht, das käme für mich einer Bücherverbrennung gleich.
Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Auf jeden Fall behalten; wenn er stört, wird er beim Lesen entfernt und kommt später wieder auf das Buch.
Kurzgeschichten oder Roman?
Sowohl als auch.
Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Selbstverständlich beides.
Harry Potter oder Lemony Snicket?
Den ersten Band der Harry-Potter-Bücher habe ich mit dem größten Vergnügen verschmökert, allerdings in erster Linie meiner Tochter wegen. Ansonsten liegt dieses Genre nicht auf meiner Linie, weshalb ich auch weder "Lemony Snicket" noch "Artemis Fowl" gelesen habe.
Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Müdigkeit ist die einzige akzeptable Entschuldigung für die Unterbrechung guter Lektüre. Eventuell gilt noch eine Herzattacke, aber das wars dann auch schon.
„Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder „Es war einmal"?
Diese Art der Selbstbeschränkung erlege ich mir grundsätzlich nicht auf.
Kaufen oder Leihen?
Kaufen, da mich mein Gespür beim Hineinlesen selten trügt.
Neu oder gebraucht?
Neu - natürlich mit Ausnahme antiquarischer Bücher.
Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Bestsellerlisten können mir gestohlen bleiben, da die meisten in der einen oder anderen Form manipuliert sind; Rezensionen genieße ich mit Vorsicht, da auch diese nur von Menschen geschrieben werden. Empfehlungen stehe ich grundsätzlich interessiert gegenüber, aber am liebsten stöbere ich - zuerst im Internet auf diversen Verlagsseiten, danach in der Buchhandlung.
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Meine Vita hat genug offene Enden - bei Büchern brauch ich die nicht auch noch !
Morgens, mittags oder nachts lesen?
Ja sicher, und auch vormittags, nachmittags und abends !
Einzelband oder Serie ?
Serien beispielsweise bei Bildbänden, deren Thema den Rahmen eines einzigen Buches sprengen würde. Und eine einzige Buchreihe habe ich mit Vergnügen von Anfang bis Ende gelesen: Robert van Guliks Krimis um Richter Di und seine Getreuen.
Lieblingsserie?
siehe oben
Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Jaroslav Hasek (Ich kann leider den Apostroph auf dem "s" nicht schreiben, aber es handelt sich um den Autor des "Schwejk") - Verhaltensregeln für Prager Jungfrauen
Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
"Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier
Welches Buch liest du gegenwärtig?
Keine neuen; aufgrund meiner derzeit etwas komplexen Lebenssituation, die einen Rückzug in mich selbst und eine Neuausrichtung erfordert, stöbere ich je nach Lust und Laune in der ansehnlichen hauseigenen Bibliothek, wobei ich derzeit besonders Biografien bevorzuge. Keine Angst, der nächste literarische Kaufrausch kommt bestimmt !
Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Diese Frage ist so nicht zu beantworten, weil mir in verschiedenen Lebensphasen jeweils andere Bücher von Bedeutung waren; eines, welches mich sicher einen Schritt näher zur persönlichen Freiheit gebracht hat, ist "Das LOL²A-Prinzip" von René Egli. Zeitlos wichtig sind mir auch die Bücher von Paul Watzlawick.
Hat Freude gemacht, danke !
Gebunden oder Taschenbuch?
Ist nicht wirklich relevant und hängt von verschiedenen Faktoren ab - für die Handtasche (sic !) bevorzuge ich Taschenbücher, in den Regalen sehen gebundene Werke schöner aus und sind natürlich auch haltbarer, wobei Bücher über 300 Seiten generell nur als Hardcover gekauft werden, weil sich Taschenbücher ab einer gewissen Seitenzahl spätestens nach dem dritten Mal Lesen in ihre Einzelteile auflösen.
Amazon oder Buchhandel?
Amazon ist mir aus verschiedenen Gründen suspekt, unter anderem deswegen, weil es sehr einfach ist, aus den literarischen Vorlieben eines Menschen ein Profil zu erstellen - irgendwie beschleicht mich da ein "Big Brother is watching you"-Gefühl. Generell hege ich eine gesunde Skepsis gegen Firmen, die sich geben, als hätten sie die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau erfunden.
Lesezeichen oder Eselsohr?
Um Gottes Willen !!! Als Lesezeichen lässt sich zur Not vieles verwenden (vielleicht nicht gerade der Führerschein, aber zum Beispiel Kuverts, Einkaufszettel und Fotos) !
Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Versuchsweise nach Sparte, das heißt nach Sachbüchern, Belletristik, Bildbänden und antiquarischen Werken, wobei meine/unsere Bücher mitunter ein irritierendes Eigenleben entwickeln und sich plötzlich an Plätzen finden, an denen sie sich eigentlich ihrem Wesen nach nicht aufhalten dürften. Das passiert vor allem dann, wenn ich wieder einmal einen Abend lang quergelesen habe (Ich schmökere beispielsweise in einem Bildband über Wien, bleibe dann an einer Stelle hängen, die mich an eine Episode von "Liebe in Wien" erinnert, schlage dort nach, finde ein Stichwort, das mich zu Lou Andreas-Salomé und in weiterer Folge zu Alma Mahler-Werfel führt).
Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Fehlkäufe passieren kaum, schon eher misslungene Geschenke, und dafür gibts dann e-bay. Wegwerfen geht nicht, das käme für mich einer Bücherverbrennung gleich.
Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Auf jeden Fall behalten; wenn er stört, wird er beim Lesen entfernt und kommt später wieder auf das Buch.
Kurzgeschichten oder Roman?
Sowohl als auch.
Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Selbstverständlich beides.
Harry Potter oder Lemony Snicket?
Den ersten Band der Harry-Potter-Bücher habe ich mit dem größten Vergnügen verschmökert, allerdings in erster Linie meiner Tochter wegen. Ansonsten liegt dieses Genre nicht auf meiner Linie, weshalb ich auch weder "Lemony Snicket" noch "Artemis Fowl" gelesen habe.
Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Müdigkeit ist die einzige akzeptable Entschuldigung für die Unterbrechung guter Lektüre. Eventuell gilt noch eine Herzattacke, aber das wars dann auch schon.
„Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder „Es war einmal"?
Diese Art der Selbstbeschränkung erlege ich mir grundsätzlich nicht auf.
Kaufen oder Leihen?
Kaufen, da mich mein Gespür beim Hineinlesen selten trügt.
Neu oder gebraucht?
Neu - natürlich mit Ausnahme antiquarischer Bücher.
Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Bestsellerlisten können mir gestohlen bleiben, da die meisten in der einen oder anderen Form manipuliert sind; Rezensionen genieße ich mit Vorsicht, da auch diese nur von Menschen geschrieben werden. Empfehlungen stehe ich grundsätzlich interessiert gegenüber, aber am liebsten stöbere ich - zuerst im Internet auf diversen Verlagsseiten, danach in der Buchhandlung.
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Meine Vita hat genug offene Enden - bei Büchern brauch ich die nicht auch noch !
Morgens, mittags oder nachts lesen?
Ja sicher, und auch vormittags, nachmittags und abends !
Einzelband oder Serie ?
Serien beispielsweise bei Bildbänden, deren Thema den Rahmen eines einzigen Buches sprengen würde. Und eine einzige Buchreihe habe ich mit Vergnügen von Anfang bis Ende gelesen: Robert van Guliks Krimis um Richter Di und seine Getreuen.
Lieblingsserie?
siehe oben
Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Jaroslav Hasek (Ich kann leider den Apostroph auf dem "s" nicht schreiben, aber es handelt sich um den Autor des "Schwejk") - Verhaltensregeln für Prager Jungfrauen
Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
"Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier
Welches Buch liest du gegenwärtig?
Keine neuen; aufgrund meiner derzeit etwas komplexen Lebenssituation, die einen Rückzug in mich selbst und eine Neuausrichtung erfordert, stöbere ich je nach Lust und Laune in der ansehnlichen hauseigenen Bibliothek, wobei ich derzeit besonders Biografien bevorzuge. Keine Angst, der nächste literarische Kaufrausch kommt bestimmt !
Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Diese Frage ist so nicht zu beantworten, weil mir in verschiedenen Lebensphasen jeweils andere Bücher von Bedeutung waren; eines, welches mich sicher einen Schritt näher zur persönlichen Freiheit gebracht hat, ist "Das LOL²A-Prinzip" von René Egli. Zeitlos wichtig sind mir auch die Bücher von Paul Watzlawick.
Hat Freude gemacht, danke !