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    <title>Walküre : Rubrik:Erinnerungen</title>
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    <title>Walküre</title>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5143513/">
    <title>Blick zurück ohne Zorn</title>
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    <description>Wenn ich mit Herrn Hund des Abends durch ruhige Seitenstraßen wandere und versuche, an nichts besonderes zu denken, tauchen manchmal plötzlich Szenen und Gefühle aus den Tiefen meiner Erinnerung auf. Die Moorleiche, die heute an die Oberfläche gekommen ist, stammt aus meiner Teenagerzeit und hat sich offensichtlich recht gut gehalten ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war nie eines jener Mädchen, welche schon beim Betreten des Klassenzimmers die Herzen der gleichaltrigen Jungs höher schlagen ließen und die in den Pausen wie Prinzessinnen Hof hielten. Das Privileg, bei Schulausflügen neben ihnen sitzen zu dürfen, wussten diese Altersgenossinnen wohl einzusetzen, und selten gewährte außerschulische Verabredungen kamen einem Ritterschlag gleich. Mir wiederum fiel die Rolle der Trösterin zu. Für die Jungs nämlich, wenn sie jemanden brauchten, dem sie ihre Herzen ausschütten konnten, weil sie wieder einmal Liebeskummer hatten, nachdem sie draufgekommen waren, dass die Angebeteten es mit ihnen doch nicht so ernst gemeint hatten und sie keineswegs die einzigen Aspiranten auf das Herz von Miss Wonderful waren. Besonders interessant sind übrigens die Gefühle, die entstehen, wenn einem jemand, in den man selber heimlich verliebt ist, lang und breit erzählt, was zwischen ihm und seiner Leider-nicht-Herzkönigin vorgefallen ist, während man selber besser, als einem lieb ist, weiß, welche Mistamsel sich hinter dem wimpernklimpernden Prinzessinnenantlitz verbirgt, weil man ja schließlich Ohren hat, die schon längst mitbekommen haben, was in den Pausen über die Jungs getuschelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hätte ich machen sollen ? Dem jeweiligen Jungen erzählen, wem er da auf den Leim gegangen ist ? Nach einem einzigen Lächeln und einem treuherzigen Augenaufschlag der Prinzessin wäre ich als Lügnerin dagestanden, denn was die Jungs in diesem Alter zuviel an Hormonen besitzen, fehlt ihnen an Menschenkenntnis. Hätte ich ihm - diesfalls einem Jungen, für den ich schwärmte - sagen sollen, er möge mir ins Herz schauen, weil &lt;i&gt;ich&lt;/i&gt; diejenige sei, die ihn wirklich und ehrlich gernhabe ? Vielleicht hätte ich die Gunst der Stunde wirklich nutzen können - aber was für ein jämmerlicher Erfolg das gewesen wäre ! Aufrichtige Zuneigung ist ein zu reines Geschenk, als dass man es durch schnöde Berechnung erniedrigen dürfte. Eine weitere Alternative wäre gewesen, den Jungen zu ermutigen, die Prinzessin weiter zu hofieren, in der Hoffnung, sie würde irgendwann erkennen, dass sie mit ihrem Verhalten einen lieben Kerl vor den Kopf stieß, der es ehrlich mit ihr meinte. Auch eine halbe Sache, im Endeffekt sinnlos und in absehbarer Zeit mit einem noch größeren Kater verbunden. Heute würde ich in einer vergleichbaren Situation einem Mann raten, sich auf seine Stärken zu besinnen, wenn möglich eine Auszeit zum Nachdenken zu nehmen und sich gleichzeitig zu überlegen, was ihn gerade zu dieser Frau so sehr hingezogen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals habe ich jedem gesagt, was ich glaubte, dass er hören wollte: Sie würde schon noch draufkommen, dass er der Richtige sei. Die Zeit war meine Vertraute; sie hat die meisten Strohfeuer gelöscht und andere entfacht, auf sie konnte ich mich verlassen, auf sie, die viele Wunden heilt. Die Objekte meiner jugendlichen Schwärmereien habe ich aus den Augen verloren, geblieben ist die Erinnerung daran, dass Diplomatie mitunter sehr schmerzhaft sein kann.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-08-23T18:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/5121475/">
    <title>Die nicht ganz so böse Hexe des Westens</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/5121475/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://tilak.twoday.net/stories/5120512/&quot;&gt;Tilak&lt;/a&gt; präsentiert eines ihrer Kinderporträts. Ich habe ebenfalls ein wenig auf meiner Festplatte herumgestöbert und ein Bild gefunden, auf dem ich als Kind zu sehen bin; aus Gründen der Diskretion handelt es sich nur um einen Bildausschnitt von mäßiger Qualität. Kurios ist die Tatsache, dass ich mich an die Entstehung dieses Bildes noch ganz genau erinnern kann: Ich war damals ungefähr fünf Jahre alt und besuchte meine Großeltern an einem glühendheißen Sommertag. Meine Großmutter hatte mich fürsorglicherweise sofort mit einem ihrer Sonnenhüte, die sie immer zur Gartenarbeit trug, versorgt. Weshalb mein Vater, der sonst ein guter Hobbyfotograf war, allerdings alle auf dem Bild abgebildeten Menschen ausgerechnet so positionierte, dass ihnen die Sonne direkt ins Gesicht schien, weiß bestenfalls der Himmel ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;482&quot; alt=&quot;hexe-des-westens&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/hexe-des-westens.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-08-13T13:41:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4919283/">
    <title>Zibaba</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/4919283/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;jezibaba&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/jezibaba.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.opera-guide.ch/libretto.php?id=116&amp;uilang=en&amp;lang=de&quot;&gt;Jezibaba&lt;/a&gt;, kurz Zibaba genannt&lt;br /&gt;
Geburtsdatum unbekannt - 10. Mai 2008</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4346018/">
    <title>Ausgeliefert</title>
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    <description>Die Mutter erwartete von dem kleinen Mädchen hündischen Gehorsam. Sobald sich das Mädchen, das noch keine sechs Jahre alt war, nicht nach den Vorstellungen der Mutter verhielt, redete diese oft stundenlang, manchmal auch tagelang nur das Nötigste mit dem Kind; am Abend, wenn der Vater nach Hause gekommen war, hörte das Mädchen dann jedes Mal aus der Küche die zornige Stimme der Mutter, die dem schweigenden und zwischendurch zu beschwichtigen versuchenden Vater hinwarf, aus dem Kind werde wohl nie &quot;etwas Gescheites&quot; werden. Manchmal drohte die Frau dem Kind: &quot;Wenn du nicht brav bist, gehe ich fort und komme nicht mehr heim !&quot; Das Mädchen war sich keiner Schuld bewusst und wagte es oft genug kaum, sich frei zu bewegen. Es begann, sich zu wünschen, die Mutter würde ihre Ankündigung wahrmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/U7-q1WRaKNg&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/U7-q1WRaKNg&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
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    <title>Verwundung</title>
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    <description>Muttertag. Der Mann schenkt seiner Frau ein nach seinen Angaben von einem Goldschmied gefertigtes Collier. Aus heiterem Himmel giftet ihn die Frau bösartig an:&quot;&lt;i&gt;Mir&lt;/i&gt; brauchst du zum Muttertag überhaupt nichts schenken, ich bin ja schließlich nicht deine Mutter !&quot;</description>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4307623/">
    <title>Die Schiffsschaukel</title>
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    <description>Das kleine Mädchen hat zuhause keine Schaukel, obwohl es sich sehnlichst eine wünscht. Solch eine, wie sie bei den Großeltern an der Teppichstange hängt und in der es ganze Nachmittage verbringen würde, ließe man es. Bei der Kirchweih stehen immer zwei Schiffsschaukeln gegenüber dem Autodrom - eine für die Großen, die so hoch schaukelt, dass die Leute drinnen, wenn sie mutig sind, die Füße am höchsten Punkt der Schaukel mühelos anziehen können, weil man dann einen winzigkleinen Moment lang beinahe schwerelos ist, und eine für die Kleinen, die neben der großen Schaukel fast wie eine Miniatur wirkt, obwohl sie dem Mädchen mit seinen fünf Jahren trotzdem nicht geheuer ist. Das Knarren der Bodenbretter beim Einsteigen, das Anstoßen der Gondel, dann der Schwung, den die Leute in der Schaukel drinnen mitnehmen und dann immer höher hinaufschaukeln, so hoch, dass der Kleinen schon beim Hinaufschauen schwindelt. Mit ihrem Vater traut sie sich nicht zu schaukeln, denn der meint es zwar gut, versteht aber nicht so recht, warum sie ihn auf halbem Weg bittet, nicht mehr höher zu schaukeln. Sie möchte ihn nicht enttäuschen, deshalb lässt sie das Schaukeln lieber ganz sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine Mädchen steht mit seinen Eltern grad vor den beiden Schaukeln, als sein  gleichaltriger Cousin und dessen Eltern den Weg heraufkommen. Das Mädchen mag seine Tante und deren Mann, weil sie so liebevoll miteinander umgehen. Wenn die beiden nebeneinander sitzen, legt der Mann immer beschützend seinen Arm um sie, und ihre Blicke zeigen wiederum, wie gerne sie ihn hat. Das gefällt dem Mädchen, weil dieses Bild ehrliche Wärme und Geborgenheit ausstrahlt, obwohl das Herz des Mädchens dabei froh und traurig zugleich wird. Der Onkel, ein stattlicher dunkelhaariger Mann mit meist fröhlich blitzenden Augen, schlägt vor, sein Sohn solle mit dem kleinen Mädchen schaukeln gehen. Das Mädchen hat einerseits Angst, andererseits freut es sich über das Angebot. Ganz kurz nur überlegt es und nickt dann, weil sprechen nicht so recht sein will mit dem Angstknödel im Hals. Die beiden Kinder steigen in die Gondel, der Bub sieht ein bissl die Angst in den Augen des Mädchens und ein wenig ist ihm wohl auch selber mulmig, und so schaukelt er nicht allzu wild, sodass sich das Mädchen sogar traut, ein wenig mitzuschaukeln. Gesehen hat die Kleine das schon oft, und so weiß sie, dass man in die Knie gehen muss, wenn die Gondel nach vor schaukelt und am tiefsten Punkt angelangt ist, dann wieder aufstehen, beim Rückwärtsschaukeln stehenbleiben, um dann das ganze Spiel wieder von vorn zu beginnen. Es macht ihr sogar ein wenig Spaß, weil sie spürt, dass sie die Gondel mitbewegt, dass ein Teil des Schwunges von ihr kommt. Als sie gerade, mutig geworden, mehr Schwung geben möchte, spürt sie das Schleifen des Bremsbretts am Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aussteigen hat sie ein bisschen weiche Knie, ist aber sehr stolz auf sich selber und fragt ihre Eltern aus diesem Stolz heraus, ob sie nicht auch fänden, dass sie gut geschaukelt habe. Noch bevor der Vater antworten kann, platzt ihre Mutter lauthals und höhnisch heraus:Gut ? Du bist da oben gehangen wie ein toter Hase !  Onkel und Tante sind verstummt, während die Mutter sich schier ausschüttet vor Lachen.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-09-30T19:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4306691/">
    <title>Vergiftete Pfeilspitze</title>
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    <description>Die Ausgangssituation:&lt;br /&gt;
Ein 10 Monate altes Kind, eine überlastete, weil seit 10 Monaten rund um die Uhr für das Kind daseiende und deshalb dauermüde Mutter, eine rüstige Großmutter mit viel Freizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szene:&lt;br /&gt;
&quot;Kann die Kleine an meinem Geburtstag bei euch übernachten ? Ich würde so gerne &lt;i&gt;einmal&lt;/i&gt; wieder ausschlafen ...&quot; &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Antwort erfolgt in einem verächtlichen und scharfen Tonfall, der keine Zweifel daran lässt, dass der Satz absolut ernstgemeint ist:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Nein. Wenn du ausschlafen willst, musst du eben früher ins Bett gehen.&quot;</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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    <dc:date>2007-09-30T07:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4157507/">
    <title>Vor 27 Jahren</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;500&quot; alt=&quot;portraet-wien&quot; width=&quot;500&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/portraet-wien.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;Wien, Wollzeile, Oktober 1980&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


Erkenntnis, 27 Jahre später:&lt;br /&gt;
Lebe deinen Traum, statt dein Leben zu träumen !</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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    <title>Familienalbum</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;600&quot; alt=&quot;oma&quot; width=&quot;450&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/oma.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;center&gt;Meine geliebte und leider längst verstorbene Großmutter im Alter von ca. 20 Jahren; das Foto hat heute anlässlich einer Geburtstagsfeier wieder meinen Weg gekreuzt.&lt;/center&gt;</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/4046484/">
    <title>Die alte Frau und der iPod</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/4046484/</link>
    <description>Die gute Nachricht zuerst: Die Tochter hat ein sehr erfreuliches Zeugnis nach Hause gebracht, was ihr den lange ersehnten iPod eingetragen hat. Einen in blitzblau-türkis-metallic (oder wie auch immer man die Farbe nennen will) mit einer Speicherkapazität, von der Technikfreaks noch vor 20 Jahren nur geträumt haben. Wobei wir auch schon bei der eher unerfreulichen Komponente angelangt wären, nämlich der Tatsache, dass mir angesichts des niedlichen Kästchens, welches dünner als eine Zigarettendose ist, ein paar Erinnerungen durch den Kopf gehen, die mich im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen lassen. Wer also jetzt denkt: &quot;Pah, schon wieder die alte Leier von der Midlifecrisis !&quot;, darf sich gerne hier ausklinken, ohne etwas zu versäumen. Die zwei Leser, die noch da sind, nehme ich mit auf die Reise in eine scheinbar längstvergangene Zeit ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war einmal ein Mädchen von etwa 12 oder 13 Jahren, welches leidenschaftlich gerne Musik hörte; der einzige Zugang, den es zu dieser Musik hatte, war zunächst ein Radio, der sich in der Küche seiner Eltern befand. Es beneidete jene wenigen Mitschülerinnen und Mitschüler, die einen dieser steilen Grundig-Kassettenrecorder besaßen und ihn sogar in den Schikurs mitnehmen durften ! Etwa in der Mitte der 70er-Jahre beschloss sein Vater in einem Anfall von Leichtsinn, eine Musikanlage zu kaufen, und da er Wert auf Qualität legte, musste es eine dieser modernen Stereoanlagen sein. In einem Geschäft in der Landeshauptstadt erstand er eine Nordmende-Kompaktanlage, die Plattenspieler, Kassettenrecorder und Radio in einem einzigen, schaltpultähnlichen Gerät vereinte, welches einen Ehrenplatz im Wohnzimmer erhielt. Dreimal darf geraten werden, wo das Mädchen ab diesem Zeitpunkt seine Nachmittage verbrachte ! Emsig nahm es diverse Radiosendungen auf Kassette auf, stellte eigene Sampler zusammen und erwarb nach und nach diverse Schallplatten, die zu hören es nicht müde wurde. Kurze Zeit später kam ein Urahn der heutigen Ghettoblaster ins Haus, der zwar nur aus einem Radio und einem Kassettendeck bestand, dafür aber auch ein eingebautes Mikrofon besaß. Sowohl Kompaktanlage als auch Ghettoblaster landeten - um des Hausfriedens willen und weil die Eltern gerne wieder an den Abenden in Ruhe fernsehen wollten - früher oder später im Zimmer des Mädchens, welches in diesem Augenblick eine frühe Version des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/SingStar&quot;&gt;SingStar&lt;/a&gt; erfand, indem es - hinter sich die Stereoanlage, vor sich das Mikrofon - diversen Hits neue Dimensionen verschaffte. Mit Cliff Richard sang es im Duett &quot;It&apos;s so funny how we don&apos;t talk anymore&quot;, ELO bekam durch seinen stimmlichen Einsatz zusätzlich zu den elektrischen Geigen eine besondere Note und REO Speedwagon durften sich mit solch einer Sängerin glücklich schätzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zur selben Zeit bekam ein Cousin, dessen Vater technikbegeistert war, zu Weihnachten ein Spiel, welches mit Hilfe des häuslichen Fernsehers dargestellt wurde. Der Bildschirm blieb dabei weitgehend schwarz, nur eine weiße Mittellinie war zu sehen, am linken und rechten Rand befanden sich je ein kurzer Strich und am oberen Rand links und rechts von der Mittellinie eine Art Zähler. Ziel dieses Spieles war es, die beiden kurzen Linien so zu bewegen, dass ein ballähnliches Etwas immer wieder zurückgeschossen wurde, wobei &quot;schießen&quot; eine unzulängliche Beschreibung dieses Vorganges darstellt, da der Ablauf verhältnismäßig langsam vor sich ging. Das Prinzip war das selbe wie beim Tennis, das Spiel war eine absolut faszinierende Sache und hieß &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Pong&quot;&gt;Pong&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Mädchen in ein Alter kam, in dem die Wochenenden üblicherweise nicht mehr durchgehend zu Hause verbracht werden, tauchten in den Lokalen mehr und mehr verschiedene Arten von Spielautomaten auf, bei denen es nicht darum ging,  Geld zu gewinnen, sondern die auf Reaktionsschnelligkeit und Geschicklichkeit abzielten. Manche waren mehr und manche weniger interessant, aber ein Spiel gab es, das es wirklich begeisterte: &lt;a href=&quot;http://www.homecomputermuseum.de/game/spiele3_de.htm&quot;&gt;Phoenix.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls gegen die Mitte der 70er-Jahre hin hatte einer der Onkel des Mädchens geheiratet; die Tante hatte relativ schnell nacheinander zwei Kinder bekommen. Als diese Kinder ungefähr 10 oder 11 Jahre alt waren, lag unter deren  Christbaum eine Neuheit, von der viele Kinder damals ebenfalls träumten; es handelte sich um einen merkwürdig aussehenden Kasten, den man an den Fernseher anschließen konnte und der die seltsame Bezeichnung &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nintendo_Entertainment_System&quot;&gt;&quot;Nintendo&quot;&lt;/a&gt; trug. Dass die kleine Cousine und der kleine Cousin schon am zweiten Weihnachtsfeiertag ihre große Cousine als blutige Anfängerin abqualifizierten, indem sie ihr mittels &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ice_Climber&quot;&gt;Ice Climber&lt;/a&gt; gnadenlos ihre Grenzen aufzeigten, tat dem Unterhaltungwert  keinen Abbruch. Spaß machte das Spiel trotzdem, und zwar sogar sehr großen !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahre gingen dahin, Jahre, in denen sich aus merkwürdigen Ideen verschrobener Tüftler handfeste Innovationen entwickelten, die nicht nur Kommunikation und Unterhaltung revolutionieren sollten. In der Zwischenzeit war aus dem Mädchen längst eine Frau geworden, die bereits selbst wieder eine Tochter hatte. Als diese Tochter ungefähr zwei Jahre alt war, kam der erste Computer ins Haus. Kurz zuvor hatte sich die Frau einen dreiwöchigen Computerkurs selbst finanziert, da ihr zu dumm war, einer neuen Technologie gegenüberzustehen wie der sprichwörtliche Ochs dem neuen Scheunentor. Der Umgang mit dem Computer machte ihr Freude und schnell merkte sie, dass sie gut mit dem Gerät umgehen konnte, viel besser als die meisten Menschen aus ihrem Umfeld. Sie installierte, deinstallierte, tüftelte am System herum und formatierte auch schon mal die Festplatte, wenn sich zuviel Softwareschrott angesammelt hatte. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Windows_95&quot;&gt;&quot;Windows 95&quot;&lt;/a&gt; nannte sich das Betriebsprogramm; es hatte seine Tücken, erschien aber dennoch sehr viel sympathischer als das trockene &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/MS_DOS&quot;&gt;MS/DOS&lt;/a&gt;, auf welches sie nur beim Formatieren zurückgriff. Ach ja, und ein Spiel gab es, welches die Frau, das heißt: mich, in seinen Bann schlug: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Siedler_2#Die_Siedler_II&quot;&gt;Die Siedler II&lt;/a&gt;. An dem Spiel stimmte (und stimmt auch heute noch) für mich alles: Aufbau, Charaktere, Spielmöglichkeiten, Animation und vor allem auch die Akustik (Das knuffige &quot;Yippieee !&quot;, wenn ein Forscher Bodenschätze findet und das &quot;Grugru&quot; der Taube beim Posteingang, das Hämmern in der Schmiede und das Krachen der Bäume beim Holzfällen ... ). Abgesehen davon hatten mit diesem Computer auch Musik-CDs Eingang in meinen Haushalt gefunden, die mir trotz aller Nostalgie wesentlich sympathischer als Schallplatten sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, meine Tochter mag Musik genauso gerne wie ich, und mittlerweile hatte sie ihren ersten Radio mit Cassettendeck im Kinderzimmer; als dieser seinen Geist aufgegeben hatte, bekam sie einen tragbaren CD-Player, wenig später einen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Game_Boy_Advance&quot;&gt;Game Boy Advance SP&lt;/a&gt;, der im vergangenen Jahr von einem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nintendo_ds&quot;&gt;Nintendo DS&lt;/a&gt; abgelöst wurde. Unsere Tochter besitzt seit heuer einen eigenen Computer, und wenn ich mir ansehe, wie selbstverständlich und ohne Schwellenangst sie mit all diesen Geräten agiert, bin ich stolz auf sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selber sitze mittlerweile an einem Notebook, das eine unglaubliche Menge an Stückln spielt, bewege mich selbstverständlich im Internet, pfeife aufs Festnetz und telefoniere mittels Handy, kenne ICQ und Teamspeak und wundere mich nur mehr manchmal darüber, wie selbstverständlich für mich der Umgang mit meiner Digicam geworden ist, wo ich doch mit einem alten Agfa-Fotoapparat das Fotografieren gelernt und mich dann über eine Fujica AZ-1 und eine Canon EOS 500 weiterentwickelt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn ich mir manchmal ganz schön alt vorkomme, wenn ich an die Technologien meiner Kindheit und Jugend zurückdenke, faszinieren mich die Entwicklung und Entstehung neuer technischer und kommunikativer Dimensionen, und auch hier gilt nach meinem Dafürhalten, dass keine dieser Neuerungen per se gut oder schlecht ist, sondern dass es darauf ankommt, was der Mensch daraus macht. Unsere Tochter ist jedenfalls überglücklich und befüllt gerade ihre neueste Errungenschaft gnadenlos mit Musikfiles jedweden Genres. Hmm, interessantes Teil, das. Ich glaube, ich werde mir zum Geburtstag vielleicht auch einen iPod wünschen ...</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-07-07T16:02:00Z</dc:date>
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    <title>Ich</title>
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    <description>&lt;center&gt;Gestern habe ich mit meiner Tochter in alten Fotoalben herumgestöbert und bin dabei auf ein Bild gestoßen, das mich mit ca. 17 Jahren zeigt. Seltsam - halb fühlt es sich an, als sei erst ein Tag seitdem vergangen und halb liegt es schon eine Ewigkeit zurück, dass jenes Bild entstanden ist. Aber dieses Gefühl tief in mir drinnen, diese Unruhe, dieses Alles-Wollen, die sind immer noch da und flüstern mir zu, dass das Beste noch kommt ...&lt;/center&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;500&quot; alt=&quot;portraet-sw&quot; width=&quot;375&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/portraet-sw.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
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    <title>Fernsehen zum Gernsehen</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/2701340/</link>
    <description>Offensichtlich hat &lt;a href=&quot;http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/&quot;&gt;Frau Kaltmamsell &lt;/a&gt; mit ihren Erinnerungen an &lt;a href=&quot;http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2006/09/applaus-frau-speidel.htm&quot;&gt;&quot;Drei sind einer zuviel&lt;/a&gt; eine meiner etwas verstaubteren Erinnerungsladen sperrangelweit geöffnet, denn mein Langzeitgedächtnis gefällt sich derzeit außerordentlich gut darin, in dieser Lade herumzukramen und mir zwischendurch immer wieder begeistert zuzurufen: Jö, schau, was ich gerade gefunden habe !. Natürlich folge ich schon aus reiner Neugier seinem Ruf, von einer inneren Verpflichtung ganz zu schweigen, denn wer seinen Dienst über lange Zeit so gewissenhaft versieht wie meine Erinnerung, der darf auch mal hemmungslos in alten Sachen stöbern, und was ich dabei entdecke, weckt zugegebenermaßen eine gewisse sehnsüchtige Melancholie. Nicht nach den wilden 70ern generell, nein, aber dafür nach einer Fernsehkultur, die ich im heutigen Kabel- und Satellitenprogrammeinheitsbrei durchaus vermisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sehr guter Erinnerung habe ich in diesem Zusammenhang den ARD (Ja, ich weiß, es müsste &quot;die ARD&quot; heißen, bei uns hat sich diese Bezeichnung jedoch nie durchgesetzt !), der in den 70er-Jahren wochentags zwischen 18 und 20 Uhr in verschiedenen Regionalfenstern sendete, in denen meist Serien mit einer Episodenlänge von 25 Minuten ohne Werbung (!!!) liefen. Michel aus Lönneberga war eine von ihnen, und mein Vater hatte das größte Gaudium angesichts des kleinen blonden Jungen, der in regelmäßigen Abständen in seiner Hütte Holzfiguren schnitzte, weil einer seiner Streiche seine Eltern wieder ihrem Grab einen Schritt näher gebracht und er einmal mehr eine Nachdenkpause verordnet bekommen hatte. Im Grunde genommen glaube ich, dass mein Vater sich sehr stark mit dem kleinen Lausebengel identifiziert hat, der er selber als Kriegskind nie sein konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im konkurrierenden ZDF gab es jeden Samstag am frühen Abend  oder späten Nachmittag, je nach Betrachtungsweise  eine volle Stunde Fernsehen vom Feinsten, unterbrochen lediglich durch fünf Minuten Werbung mit den Mainzelmännchen. Um 18:20 fiel der Startschuss, der annähernd drei Viertel aller im Sendebereich lebenden Menschen in Galaxien katapultierte, die noch nie zuvor ein Mensch gesehen hatte. Der Held meiner Kinderbücher war &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Robin_Hood&quot;&gt;Robin Hood&lt;/a&gt;, die Helden meiner televisionären Erstlingsjahre waren Captain Kirk und der langohrige Vulkanier mit der überragenden Intelligenz, die mit ihrer Mannschaft während der langen, langen Reise der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Raumschiff_Enterprise&quot;&gt;Enterprise&lt;/a&gt; unglaubliche Abenteuer zu bestehen hatten. Ach, Mr. Roddenberry, mögen Ihnen zum Dank für viele in atemloser Spannung verbrachte Fernsehstunden ihre geheimsten Wünsche im Jenseits in Erfüllung gehen !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An eine zweite Serie im ZDF zu dieser Sendezeit erinnere ich mich ebenfalls noch sehr gut. Ho-ho-ho-hooooo, ho-ho-ho-hoooooooooo ... Na, wer hats gesungen ? Carl Douglas, richtig, und die dazugehörige Serie hieß Kung Fu und verleitete die Hälfte der männlichen Jugend zu diversen Versuchen, mittels ihrer im Fernsehen erspähten vermeintlichen Kenntnisse fernöstlicher Kampftechnik kichernden Gänschen zu imponieren. Mir war Kwai Chang Caine etwas zu  naja, zu mönchisch eben, aber wie er den bösen Jungs, die übrigens immer auf den ersten Blick erkennbar waren, die Grenzen aufzeigte, das hatte schon was !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem hintersten Eck der Schublade schob sich gestern noch eine ARD-Erinnerung, und zwar die schönste von allen. Irgendwann, und zwar immer Freitags, lief in besagtem Vorabendfenster eine Reihe, die schon eine Sitcom war, als es das Wort noch gar nicht gab, den Namen Ein Mann im Haus trug und von einer WG mit zwei Frauen und einem Mann handelte. Das Serial spielte in London und zeichnete sich einerseits durch seine unspektakuläre Aufmachung, andererseits vor allem durch den großartigen britischen Humor aus, wobei auch die Charaktere der Darsteller sehr gelungen besetzt waren. Da gab es zunächst die kluge und patente, jedoch nicht unbedingt gängigen Schönheitsidealen entsprechende Chrissy, deren Gegenpart die blonde, langmähnige und niedlich-naive Jo darstellte; der Hahn im Korb hieß Robin und konnte sich nie entscheiden, in welche der beiden Frauen (die sich ihrer Gefühle übrigens auch nie so sicher waren) er jetzt verliebt war - im Zweifelsfall eben in beide, das aber wiederum in allen Ehren. Heute würde man das Sujet zu einem Softporno im Vorabendprogramm verarbeiten, damals standen Humor und Spielfreude an erster Stelle. Meine Identifikationsfigur war  wie könnte es anders sein  Chrissy, und mir scheint, dass die Serie auch damit endete, dass Chrissy und Robin ein Paar wurden (Es wäre aber auch gut möglich, dass dieses Finale nur meinem damaligen Wunschdenken entsprungen ist, jedenfalls kommt   dieses Ende in meiner Erinnerung vor). Genial waren auch die beiden Wohnungsvermieter, ein schrulliges Ehepaar, das  von den Figuren her mit Absicht völlig überzeichnet - für anhaltende Heiterkeit sorgte. Wenn seine Frau wieder einmal was an ihrem Mann auszusetzen hatte, pflegte Mr. Roper stets mit einem naserümpfenden nörgelnörgelnörgel zu kontern, und Mrs. Ropers Erscheinungsbild diente meiner Einschätzung nach später noch einigen Kabarettistinnen als Vorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann im Haus ist im deutschsprachigen Raum leider weder auf Deutsch noch im englischen Original erhältlich, aber wer weiß, vielleicht erbarmt sich in absehbarer Zeit jemand und bringt diese Serie auf DVD heraus. Bis dahin lasse ich meine Erinnerung noch ein wenig herumrumoren und freue mich, wenn sie einzelne Filmszenen zum Vorschein bringt.</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-21T10:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/2620004/">
    <title>Wie mein Vater den Zauber Italiens heimholte</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/2620004/</link>
    <description>Mein Vater war in jüngeren Jahren ein leidenschaftlicher Bergsteiger, der  aufgrund seiner unglaublichen Kondition sehr oft im Alleingang  die meisten Gipfel der österreichischen Alpen und der Dolomiten bezwang. Für die Berge der näheren Umgebung reichte ein Wochenende im Frühling oder Herbst, für die weiter entfernten nahm er ein paar Tage Auszeit, um dann um drei oder vier Uhr morgens mit unserem Auto gen Südwesten aufzubrechen. In den Tagen davor war schon sein Reisefieber zu spüren. Bergschuhe, Seil und Steigeisen wurden einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und gegebenenfalls das in der nahegelegenen Bezirkshauptstadt ansässig gewesene Sportfachgeschäft aufgesucht, um verschleißendes Material zu erneuern. Manchmal durfte ich dabeisein, und erst viele Jahre später verstand ich, dass er dort keineswegs nur als Umsatzbringer in den Genuss einer zuvorkommenden Behandlung kam, sondern weil er in unserer Gegend einen exzellenten sportlichen Ruf besaß und es für das Geschäft eine erstklassige Referenz darstellte, wenn mein Vater dort einkaufte. Am Vorabend wurde alles Notwendige eingepackt und der Rucksack verschnürt; der Geruch des Schuhleders und des Rucksackes hat sich seit dieser Zeit in meiner Erinnerung festgesetzt. Damals war ich noch keine sechs Jahre alt, und die ganzen Vorbereitungen hatten für mich etwas aufregendes und abenteuerliches an sich. Dass ich während der Abwesenheit meines Vaters im elterlichen Doppelbett schlafen durfte, erleichterte mir den Abschied wesentlich, dass der Tagesablauf  an diesen Tagen ein weniger geregelter war, ebenfalls. Von meinen Eltern war es zwar nicht vorgesehen, dennoch wachte ich am Abreisetag meistens mitten in der Nacht auf, obwohl meine Eltern sich beim Frühstück sehr leise unterhielten. Es gab keine Tränen, aber dafür beim Abschied stets das Versprechen eines Mitbringsels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei oder drei Tage ohne meinen Vater vergingen immer wie im Fluge; an jenem Tag, von dem ich wusste, mein Vater würde wieder heimkommen, stieg die Spannung beträchtlich an. Bei meiner Mutter auch aus Angst, weil zur damaligen Zeit Handys noch blanke Utopie waren und sie bis zu seiner Rückkehr nie sicher sein konnte, dass ihr Mann seine Bergtour unbeschadet überstanden hatte, bei mir vor allem aus Vorfreude und Neugier auf das zu erwartende Geschenk, denn von dem, was bei seinen Unternehmungen schlimmstenfalls hätte geschehen können, machte ich mir kein Bild. Ich war mir sicher, dass er unbeschadet heimkommen würde  es konnte gar nicht anders sein, schließlich handelte es sich um meinen Vater, der immer wusste, was er tat und den ich auf eine kindlich-naive Weise für unverletzbar hielt. Irgendwann im Laufe des Nachmittags hörte ich unseren Wagen die Straße heraufkommen und meine Mutter und ich rannten aus dem Haus und die Treppe hinunter, um gerade recht zu kommen , wenn er in die Einfahrt einbog. Immer stieg mein Vater  braungebrannt und strahlend aus, stolz auf seinen Sieg über den Berg und glücklich, wieder bei seiner Familie zu sein. Den Rest des Tages verbrachten meine Mutter und ich damit, den Erzählungen meines Vaters zuzuhören  meine Mutter voll Bewunderung und auch Schaudern ob der Gefahren, die sie trotz fehlender Erwähnungen sehr wohl kannte, und ich, weil mir seine Geschichten zwischen den Zeilen davon erzählten, wie schön es auch anderswo sein kann und wie wichtig es ist, manchmal Abstand vom Alltag zu gewinnen. Im Laufe dieses atemlosen Zuhörens wurde auch die Neugier immer größer, ob sich wohl irgendwo in den Tiefen des Rucksacks oder auch im Auto ein Souvenir fände. Selbstverständlich war das nicht, weil es auch ein- oder zweimal vorgekommen war, dass mein Vater in Gegenden unterwegs war, wo sich weit und breit keine Touristen aufhielten und somit auch Geschäfte mit Reiseandenken obsolet waren, sodass er mit leeren Händen heimkam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er jedoch zur damaligen Zeit gerade dabei war, die Südtiroler Bergwelt zu erkunden, fanden stets wundervolle Geschenke den Weg zu meiner Mutter und mir. Während seiner Erzählungen tauchte dann meist ganz unerwartet etwas auf, das er unterwegs erstanden hatte. Nun ja, nicht unerwartet, nur hatte ich in meiner Begeisterung meistens übersehen, dass schon die längste Zeit ein Päckchen neben ihm lag. Ich erinnere mich noch an wunderbare italienische Puppen, die  mit kunstvollen Frisuren und Abendroben versehen  mehr zum Ansehen und Bewundern als zum Spielen gedacht waren und fast meine Körpergröße hatten. Stunden verbrachte ich damit, die schönen Damen in meine Kinderkleidung zu gewanden, was sie mir allerdings auf Dauer meist verübelten, indem plötzlich ein Arm oder ein Fuß lose wurde, was aber der Liebe keinen Abbruch tat. Ja, und einmal stand im Zuge des väterlichen Reiseberichtes dieses Kästchen vor mir auf dem Tisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;spieluhr-1&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/spieluhr-1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Dieses Mal hatte mein Vater noch einen Abstecher zur Riviera gemacht und dort eine  geheimnisvolle Holzschachtel erstanden; er erzählte davon, wie man dortselbst auf Märkten und auch in Geschäften handeln müsse, weil man sonst von vornherein nicht ernstgenommen würde, erzählte davon, wie lebensfroh und begeistert die Menschen in Italien die Tage so nahmen, wie sie kamen, erzählte von farbenfrohen alten Städten, von Wärme und Gastfreundschaft. Er war amüsiert über das Temperament und die Theatralik jener Frau, die ihm diese Schatulle nach längerem Feilschen verkauft hatte. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das Kästchen als Spieluhr mit einer wunderschönen unbekannten Melodie, die erklang, sobald der Deckel geöffnet wurde. In diesem Augenblick gab es auch sein zweites Geheimnis preis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;spieluhr-2&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/walkuere/images/spieluhr-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Hinter den beiden Tänzerinnen befinden sich fünf Spiegel, die beim Blick von vorne ein ganzes Ballett erscheinen lassen, ein Wunder, das mich als kleines Mädchen stundenlang gefangennehmen konnte. Diese Spieluhr zählt zu meinen ganz besonderen Kindheitserinnerungen. Sie musiziert schön wie am ersten Tag, und auch wenn die beiden Balletteusen schon ein wenig Farbe verloren haben, fasziniert mich ihr Tanz noch immer. Ein Hauch von Exotik und Fernweh umgibt sie, und bei ihrem Anblick ist mir, als sei ich erst gestern als kleines Mädchen auf dem Küchensofa gesessen, um den Erzählungen meines Vaters zu lauschen ...</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://walkuere.twoday.net/topics/Erinnerungen&quot;&gt;Erinnerungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-09-03T20:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://walkuere.twoday.net/stories/2548414/">
    <title>Erstickt</title>
    <link>http://walkuere.twoday.net/stories/2548414/</link>
    <description>Heute nachmittag habe ich eine Frau wiedergesehen, die ich schon seit meiner Kindheit kenne. Sie ist nur wenig älter als ich und wuchs in der entfernteren Nachbarschaft auf, ihr Vater kam beruflich des öfteren in mein Elternhaus und unsere Mütter kannten und verstanden einander damals schon seit längerer Zeit gut. Kinder waren in ihrem Elternhaus immer willkommen, sodass ich gerne  in Ermangelung eigener Geschwister  bei diesen Nachbarn vorbeischaute, wobei ich besagte Jugendfreundin glühend um ihre beiden Brüder beneidete. Der Vater schien mir relativ streng zu sein, aber im Großen und Ganzen empfand ich die in dieser Familie herrschende Atmosphäre als friedlich und wohltuend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wurden erwachsen; sie ging ihrem Beruf nach, den sie liebte, ich ging nach Beendigung meiner Ausbildung sozusagen auf Wanderschaft, und so kam es, dass wir einander kaum noch trafen. Bei einem meiner seltenen Heimatbesuche erzählten mir meine Eltern, C. hätte mittlerweile einen Freund und die beiden seien sehr glücklich miteinander. Der Eindruck, den ich von ihr bekam, als ich sie einige Monate später selbst traf, bestätigte diese Aussage, was mich überaus freute, zumal ich mich zu jenen Menschen zähle, denen es dann gut geht, wenn auch von mir geschätzte Freunde und Familienmitglieder glücklich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronologie dessen, was dann geschah, lässt sich nur bruchstückhaft rekonstruieren, nicht zuletzt deshalb, weil sich diese Ereignisse über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren hinwegziehen. Plötzlich erfuhr ich, dass ihr Freund einen schweren Verkehrsunfall gehabt hatte und wahrscheinlich für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt bleiben würde, was sich aber als Irrtum herausstellte, denn mittels Therapien und C.s unermüdlicher Unterstützung konnte er sich nach geraumer Zeit wieder aus eigener Kraft und auf eigenen Füßen fortbewegen. Irgendwann, ob die beiden damals schon verheiratet waren, kann ich nicht mehr sagen, kam eine Frau ins Spiel, der er langsam, aber umso sicherer verfiel. Sie hing Idealen nach, die in den 60er Jahren in diversen Kommunen gelebt wurden, träumte von utopischen Gesellschaftsordnungen und hatte auch einen deutlichen Hang zu Esoterik, was naturgemäß seiner persönlichen, durch das einschneidende Erlebnis des Unfalls verursachten Krise sehr entgegen kam. C. bekam ein Kind von ihm, dem im Laufe der nächsten Jahre noch zwei weitere folgen sollten. Der Vater der Kinder wohnte schon damals nicht mehr ständig bei seiner Familie, sondern lebte halb hier, halb dort, und C., immer auf eine dauerhafte Rückkehr hoffend, verschleuderte Jahre, die für sie gute hätten sein können, im Festhalten ihrer verlorenen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sie sich mittlerweile zu einer Scheidung durchgerungen hat, ist mir nicht bekannt, denn ich hatte heute nicht den Mut, auf sie zuzugehen und mich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Aus unserem letzten Gespräch weiß ich, dass alle drei Kinder chronisch kränkeln und kenne die Familie gut genug, um auch zu wissen, dass es ihnen rein äußerlich an nichts mangelt. Bei unserer letzten Begegnung erweckte C. noch den Eindruck, es fehle ihr nicht an Lebensenergie, heute jedoch sah ich eine vor der Zeit gealterte Frau, deren leicht gebückte Haltung verrät, dass die Bürde ihres Lebens zu schwer für sie ist. Kummerfalten durchkerben ihr Gesicht, ein Gesicht, in dem vor vielen Jahren der sprühende Übermut der Jugend die Augen funkeln ließ, ein Gesicht, dessen Lächeln damals nicht ahnen konnte, wieviel an Verbitterung ihre Abdrücke mit den Jahren hinterlassen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits schäme ich mich für meine Feigheit, andererseits bin ich nicht in der Lage, in solch einer Situation meine Betroffenheit zu verbergen, geschweige denn, jemandem Mut zuzusprechen. Was hätte ich auch sagen sollen angesichts ihrer einer griechischen Tragödie würdigen Familiengeschichte ?</description>
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    <dc:date>2006-08-18T20:47:00Z</dc:date>
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    <title>Einfach zum Nachdenken</title>
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    <description>&quot;Warum habt ihr euer Kind bekommen ?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Jemand muss das alles hier schließlich einmal erben.&quot;</description>
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