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Maria Hofbauer

 

Fotoschule Wien 2011

Jetzt muss ich doch ob der Fülle der Eindrücke tatsächlich nachdenken, was am fünften Tag auf dem Programm stand ... ein Workshop wars auf jeden Fall - nur welcher ? Ahja, doch, es war Architekturfotografie. Architektur wird im herkömmlichen Sinn zum Zwecke der Dokumentation abgelichtet, und deshalb setzt diese Tätigkeit auch spezielle Ausrüstungsteile voraus - beispielweise Shift-Objektive, um optische Probleme wie Stürzende Linien von vornherein auszuschließen. Zum Ausprobieren durchaus interessant, allerdings habe ich festgestellt, dass mich Architekturfotografie eher weniger interessiert, weil ich für meinen Teil mehr Gefallen an in jedem Wortsinn schrägen Perspektiven und spannenden Details finde, was sich dann auch in eher kritischen Bildern vom Vienna International Center manifestiert hat. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich finde sehr wohl auch Gefallen an moderner Architektur, allerdings stehe ich mit großer Skepsis Stadtteilen gegenüber, die nicht im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten gewachsen sind, sondern per Reißbrett aus dem Boden gestampft wurden.

fotokurs_vic_2

Gustav Klimt war eine eigenwillige Persönlichkeit, der ich hiermit mit einer ebenfalls eigenwilligen Perspektive huldige:

fotokurs_sezession

Der sechste Tag war der Porträtfotografie gewidmet, einer Sparte, die mich brennend interessiert, weil es eine große technische und kreative Herausforderung darstellt, Menschen ihrem Wesen (oder auch ihrer Rolle) entsprechend darzustellen. Darüber hinaus ist es durchaus gewöhnungsbedürftig, Models Anweisungen zu geben, weil nicht nur bei mir in irgendeiner Ecke des Kopfes eine Art Sperre existiert, die diesen Anweisungen entgegensteht. Abgesehen davon weiß ich jetzt halbwegs, welche Gerätschaft zur Grundausstattung eines Studios gehört, wie man sie aufbaut, wie man mit Licht und Schatten arbeiten kann - und dass die Müdigkeit an diesem Tag nicht unbedingt vom Wetter herrührte, denn auch Profis sagen, dass ein Tag im Studio meist sehr, sehr anstrengend ist.

fotokurs_aishaModel: Aisha

Tag sieben war wieder für die Besprechung der Bilder reserviert. Sehr glücklich bin ich über die Tatsache, dass auch Photoshop aus einem schlechten Bild nur selten bis gar nicht ein gutes zaubern kann. Ich habe keine Schwierigkeiten, beispielsweise einen ungewollt hervorblitzenden BH-Träger wegzuretuschieren oder auch einen ins Bild ragenden Teil eines Stativs, aber außerhalb gewollter künstlerischer Verfremdungen und kleiner Korrekturen ist (nicht nur für mich) das ursprüngliche Foto noch immer das Maß aller Dinge.

fotokurs_eric
Model: Eric

Am achten und letzten Tag lautete das Motto "Tierfotografie", und wo könnte man dieses Unterfangen hier in Wien besser umsetzen als im Schönbrunner Tiergarten ? Geduld brauchts, ein gutes Teleobjektiv und einen Blick fürs Motiv ...

fotokurs_tiergarten_pfau
fotokurs_tiergarten_spatz

Nein, Selbstfindungskurs, werte Leserschaft, war das keiner, zumindest nicht laut Angebot. Vielmehr hat es sich um einen Intensivkurs zum Thema "Digitalfotografie" gehandelt, zu dem mir der beste aller Ehemänner riet, nachdem eine seiner Arbeitskolleginnen von einem solchen Seminar geschwärmt hatte. Tatsache ist ja, dass ich von der Analogfotografie komme und meine digitalen Bilderfahrungen sich bislang auf meine kleine Olympus beschränkt hatten; eine digitale Spiegelreflexkamera bietet jedoch enorm viele neue Möglichkeiten, die sich sehr wahrscheinlich nicht per Handbuch erlernen lassen, sondern nur in verschiedenen Echtsituationen, was bedeutet, dass etliche Sparten der Kunst des Fotografierens in Wort und Bild thematisiert werden müssen.

Begonnen wurde die Veranstaltung mit einem Tag Theorie, bei dem zunächst das Wissen des Vortragenden mehr als imponiert hat. Gleich danach hatte ich den Eindruck, ich hätte niemals zuvor in meinem Leben eine Kamera in der Hand gehalten - um wiederum noch am selben Tag jeglicher Automatikprogramme meiner Nikon gründlich zu entsagen. Noch mit gemischten Gefühlen, aber zumindest per Vorsatz.

Am zweiten Tag ist schon der erste Workshop auf dem Programm gestanden: Landschafts- und Gartenfotografie, naheliegenderweise im Schönbrunner Park. Mit den neuen Anforderungen bin ich von Anfang an besser zurechtgekommen als befürchtet, obwohl das Denken bei der Hitze dieses Tages nicht immer leichtgefallen ist. Schwarze Strümpfe, straff über das Objektiv gezogen, ergeben übrigens den selben Effekt wie ein Weichzeichner ... Und natürlich habe ich auch ein Bild zum Tage anzubieten, nämlich eine Spielerei mit einem Prismenfilter:

fotokurs_gloriette

Der dritte Tag war für mich völliges Neuland, weil es um Tanz- und Bühnenfotografie ging, ein Sujet, welches ich bislang nur aus Bildbänden gekannt hatte. Beinahe nebenher haben wir auch gelernt, mit welchem Zubehör man in einem Studio arbeitet. Irgendwann habe ich erstaunt festgestellt, dass erst drei Tage Kurs alleine vom Zuwachs an Wissen her direkt unglaubwürdig schienen, andererseits aber die drei Tage unfassbar schnell vergangen waren.

fotokurs_tanz_michaela
Model: Michaela

Am vierten Tag wurden die Ergebnisse der beiden vorangegangenen Workshops besprochen. Ergebnis: Ich selber bin meine gnadenloseste Kritikerin, was ja eigentlich nichts Neues ist - aber man kanns auch übertreiben. Selbstzerfleischung ist absolut sinnlos, das nur zu meiner eigenen Kenntnisnahme. Und als Bildbeitrag kommt hier noch eine Aufnahme aus dem Studio:

fotokurs_tanz_leonModel: Leon


Fortsetzung folgt

  1. Der letzte Tag,
  2. erkenntnisreich wie alle zuvor.
  3. Des Rätsels Lösung folgt spätestens am Montag !

  1. Wie jeden Tag etwas dazugelernt, unter anderem, dass
  2. auch hier die richtige Mischung für das richtige Ergebnis sorgt.
  3. Das Finale - und somit des Rätsels Lösung - naht.

  1. Eingehende Blicke hinter die Kulissen und
  2. Experimente davor.
  3. Vom sich wieder normalisiert habenden Wetter zum Umfallen müde.

  1. Ein Besuch in der Geisterstadt,
  2. ein insgesamt nicht sonderlich spannender Tag, an dem sich allerdings Präferenzen herauskristallisiert haben und der insofern
  3. doch wieder recht erfreulich war.

  1. Konstruktive Selbstkritik
  2. Konstruktive Fremdkritik
  3. Höchste Zeit, auch beim aktuellen Sujet mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln !

  1. Was, wirklich erst drei Tage ?
  2. Tatsächlich, schon drei Tage.
  3. Der Übergang in eine neue Dimension.

  1. Gut, ein bissl mehr als nichts weiß ich ja doch.
  2. Haaaß is' (30° im Schatten, beinahe windstill).
  3. Strümpfe lassen sich nicht nur als Keilriemen zweckentfremden. (Nein, als Kondom eignen sie sich sicher nicht !)

  1. WOW !!!
  2. Scio me nihil scire.
  3. Weniger ist manchmal mehr.

[Für alle, die wissen, worum es geht: Pssssst, bitte nix verraten !]

 

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