Hund und Katz
Herr Hund liebt Wasser. Er mag darin laufen, darin schwimmen, herumplatschen und sich nachher schütteln, dass die Tropfen nur so fliegen und alle Umstehenden die Flucht ergreifen. Und was ist schon für einen Hund köstlicher als mit rosafarbener, langer Zunge unter lautem Schlabbern (Gibt es dafür überhaupt einen hochsprachlichen Ausdruck ??) kühles Wasser zu sich zu nehmen ?
Herr Hund verabscheut Regen. Egal, ob es sich um einen warmen Sommerregen oder um einen mit Schnee durchmischten Vorboten des nahenden Winters handelt, er kann ihn nicht leiden. Herr Hund geht aus dem Haus, zieht sofort scheelen Blickes seinen Kopf ein, dreht seinen schönen, buschigen Schweif zu einem missmutigen Seitwärtskringel und bedenkt mich mit einem Blick, angesichts dessen ich mich schlichtweg charakterlos fühle. Ich rede Herrn Hund und mir aufmunternd zu, ducke mich unter meinen Schirm und dann stemmen wir uns gemeinsam gegen den kalten Novemberwind. Die Geschäfte und Büros haben schon geschlossen, zum Ausgehen hat bei diesem Wetter offensichtlich kaum jemand Lust. Wir sind beinahe die einzigen Passanten an diesem Abend, allein ein anderer Hundehalter schiebt sich mit seinem Hundchen ebenfalls durch die unwirtlichen Straßen und einer jener Menschen, die ich als echte Läufer bezeichne, weil sie bei Wind und Wetter und zu jeder Jahreszeit unterwegs sind, begegnet uns. Wir sehnen uns nach jenen langen, warmen Sommerabenden, an denen wir nach ausgedehnten Spaziergängen in der ausklingenden Abenddämmerung unter einem sternklaren Himmel nach Hause kommen ...
Herr Hund drückt sich, wo vorhanden, an Häuserwänden entlang, duckt sich unter Sträucher und Hecken, sucht Vordächer auf und geht schlimmstenfalls unter meinem Schirm. Er lebt sichtlich auf, als wir in unsere Straße zurückkehren, erledigt schnell sein Geschäft und kann dann gar nicht schnell genug wieder ins Haus kommen. Im Vorzimmer wartet schon ein ausrangiertes Badetuch, auf dem er sich sofort plaziert, um trockenfrottiert zu werden, wobei er immer wieder im Liegen das Badetuch mit den Zähnen festhält und schelmisch darauf wartet, mit gespielter Empörung meinerseits bestätigt zu bekommen, dass er eine furchtbar, FURCHTBAR, gefährliche Bestie sei, was er wiederum mit einem launig-zufriedenen Gesichtsausdruck quittiert. Allmählich kriecht die Kälte wieder aus meinen Händen und seinen Pfoten, und während ich mir einen Punsch koche, wartet er auf sein abendliches Leckerli, um sich dann behaglich brummend unter dem Tisch niederzulassen.
Herr Hund und ich freuen uns schon wieder auf den Frühling.
Herr Hund verabscheut Regen. Egal, ob es sich um einen warmen Sommerregen oder um einen mit Schnee durchmischten Vorboten des nahenden Winters handelt, er kann ihn nicht leiden. Herr Hund geht aus dem Haus, zieht sofort scheelen Blickes seinen Kopf ein, dreht seinen schönen, buschigen Schweif zu einem missmutigen Seitwärtskringel und bedenkt mich mit einem Blick, angesichts dessen ich mich schlichtweg charakterlos fühle. Ich rede Herrn Hund und mir aufmunternd zu, ducke mich unter meinen Schirm und dann stemmen wir uns gemeinsam gegen den kalten Novemberwind. Die Geschäfte und Büros haben schon geschlossen, zum Ausgehen hat bei diesem Wetter offensichtlich kaum jemand Lust. Wir sind beinahe die einzigen Passanten an diesem Abend, allein ein anderer Hundehalter schiebt sich mit seinem Hundchen ebenfalls durch die unwirtlichen Straßen und einer jener Menschen, die ich als echte Läufer bezeichne, weil sie bei Wind und Wetter und zu jeder Jahreszeit unterwegs sind, begegnet uns. Wir sehnen uns nach jenen langen, warmen Sommerabenden, an denen wir nach ausgedehnten Spaziergängen in der ausklingenden Abenddämmerung unter einem sternklaren Himmel nach Hause kommen ...
Herr Hund drückt sich, wo vorhanden, an Häuserwänden entlang, duckt sich unter Sträucher und Hecken, sucht Vordächer auf und geht schlimmstenfalls unter meinem Schirm. Er lebt sichtlich auf, als wir in unsere Straße zurückkehren, erledigt schnell sein Geschäft und kann dann gar nicht schnell genug wieder ins Haus kommen. Im Vorzimmer wartet schon ein ausrangiertes Badetuch, auf dem er sich sofort plaziert, um trockenfrottiert zu werden, wobei er immer wieder im Liegen das Badetuch mit den Zähnen festhält und schelmisch darauf wartet, mit gespielter Empörung meinerseits bestätigt zu bekommen, dass er eine furchtbar, FURCHTBAR, gefährliche Bestie sei, was er wiederum mit einem launig-zufriedenen Gesichtsausdruck quittiert. Allmählich kriecht die Kälte wieder aus meinen Händen und seinen Pfoten, und während ich mir einen Punsch koche, wartet er auf sein abendliches Leckerli, um sich dann behaglich brummend unter dem Tisch niederzulassen.
Herr Hund und ich freuen uns schon wieder auf den Frühling.
walküre - am Dienstag, 10. November 2009, 20:13 - Rubrik: Hund und Katz
Um die Zeit, zu jener ich üblicherweise mit Herrn Hund zu einem langen Abendspaziergang aufbreche, zeigte sich der Himmel heute in eine satte dunkelgraue Wolkenwand gehüllt. Unbeirrbarer Mensch, der ich bin, wenn es um das Wohl meiner Mitbewohner geht, habe ich beschlossen, dennoch hinauszugehen, zumal sich in dieser Woche schon zweimal ein ähnliches Bild gezeigt hatte - und nichts geschehen war. Einen Schirm habe ich vorsichtshalber mitgenommen.
Irgendwo da oben sitzt ein Wesen mit für meine Begriffe sehr mittelmäßigem Humor, denn sobald Herr Hund und ich auf freiem Feld angelangt waren, hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und gezeigt, was unter einem Wolkenbruch im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen ist. Als ich wieder Straßenpflaster unter den Füßen hatte, hab ich meine Schuhe ausgezogen, denn in einem Sturzbach geht es sich barfuß besser, und der Schirm war besser als nichts, hatte aufgrund der Windböen jedoch nur eine eher unbedeutende Funktion inne. Anfangs spürt sich der durchdringende Regen nach einem heißen Tag wie heute ja noch schön an, aber irgendwann beginnt die Kleidung klamm und ziemlich schwer zu werden, sodass ich dann froh war, daheim angekommen zu sein. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen ... Eine warme Dusche später, mit einer Tasse Fischsuppe vor mir und trockener Kleidung am Leib kann allerdings auch ich schon wieder über meine Freidusche lachen.
Herr Hund bekommt übrigens bei massiver Regeneinwirkung einen äußerst dandyhaften Mittelscheitel. Und Hängeohren.
Irgendwo da oben sitzt ein Wesen mit für meine Begriffe sehr mittelmäßigem Humor, denn sobald Herr Hund und ich auf freiem Feld angelangt waren, hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und gezeigt, was unter einem Wolkenbruch im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen ist. Als ich wieder Straßenpflaster unter den Füßen hatte, hab ich meine Schuhe ausgezogen, denn in einem Sturzbach geht es sich barfuß besser, und der Schirm war besser als nichts, hatte aufgrund der Windböen jedoch nur eine eher unbedeutende Funktion inne. Anfangs spürt sich der durchdringende Regen nach einem heißen Tag wie heute ja noch schön an, aber irgendwann beginnt die Kleidung klamm und ziemlich schwer zu werden, sodass ich dann froh war, daheim angekommen zu sein. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen ... Eine warme Dusche später, mit einer Tasse Fischsuppe vor mir und trockener Kleidung am Leib kann allerdings auch ich schon wieder über meine Freidusche lachen.
Herr Hund bekommt übrigens bei massiver Regeneinwirkung einen äußerst dandyhaften Mittelscheitel. Und Hängeohren.
walküre - am Donnerstag, 3. September 2009, 20:32 - Rubrik: Hund und Katz
Glück ist auch, Herrn Hund dabei zu beobachten, wie er sich in der taufeuchten Wiese vor Wohlbehagen wälzt und dabei vergnügt grunzt und bellt ...
walküre - am Freitag, 21. August 2009, 12:52 - Rubrik: Hund und Katz
Unser Katertier tut sich mit dem Thema "Sanftheit" schon allein aufgrund seiner Körpergröße (Maine Coon) ein wenig schwer, ganz zu schweigen davon, dass er seine eigene Kraft immer wieder einmal ordentlich unterschätzt, was dann zu Kuschelkollateralschäden in Form von Kratzern und krallenbedingten punktuellen Stichverletzungen führt.
Auf der seelischen Ebene allerdings beherrscht er die ganze Klaviatur von laut und grob über höflich und bestimmt bis zu auffällig unauffällig; heute abend beispielsweise hab ich den leeren Futternapf weggenommen (Trockenfutter hat er immer zur Verfügung), um ihm frisches Feuchtfutter zu geben. In der Zwischenzeit wurde mein Tee fertig, die Tochter ließ sich kurz blicken, und danach hab ich mich wieder zum Laptop gesetzt. "Seltsam, irgendetwas stimmt nicht" ist mir plötzlich in den Sinn gekommen. Ich sehe mich um und bemerke das Katertier, welches sich auf der Sitzbank, im Schatten des Esstisches, niedergelassen hat und sich putzt, allerdings auf eine eigenwillige Weise, denn er legt zwischendurch lange Pausen ein, in denen er mich mit einem undefinierbaren, aber tendenziell nachdenklichen Gesichtsausdruck ansieht, beobachtet, fixiert. Das Spiel geht so lange, bis mir siedendheiß einfällt, dass ich vergessen habe, ihm frisches Futter hinzustellen.
Auf der seelischen Ebene allerdings beherrscht er die ganze Klaviatur von laut und grob über höflich und bestimmt bis zu auffällig unauffällig; heute abend beispielsweise hab ich den leeren Futternapf weggenommen (Trockenfutter hat er immer zur Verfügung), um ihm frisches Feuchtfutter zu geben. In der Zwischenzeit wurde mein Tee fertig, die Tochter ließ sich kurz blicken, und danach hab ich mich wieder zum Laptop gesetzt. "Seltsam, irgendetwas stimmt nicht" ist mir plötzlich in den Sinn gekommen. Ich sehe mich um und bemerke das Katertier, welches sich auf der Sitzbank, im Schatten des Esstisches, niedergelassen hat und sich putzt, allerdings auf eine eigenwillige Weise, denn er legt zwischendurch lange Pausen ein, in denen er mich mit einem undefinierbaren, aber tendenziell nachdenklichen Gesichtsausdruck ansieht, beobachtet, fixiert. Das Spiel geht so lange, bis mir siedendheiß einfällt, dass ich vergessen habe, ihm frisches Futter hinzustellen.
walküre - am Donnerstag, 26. März 2009, 18:55 - Rubrik: Hund und Katz
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Der Königskater arbeitet an seiner Dissertation:
"Europäische Rabenvögel in ihren winterlichen Lebensräumen unter besonderer Berücksichtigung schmackhafter und für Katzen bekömmlicher Zubereitungsarten."
(Zumindest lässt sein Gesichtsausdruck darauf schließen.)
"Europäische Rabenvögel in ihren winterlichen Lebensräumen unter besonderer Berücksichtigung schmackhafter und für Katzen bekömmlicher Zubereitungsarten."
(Zumindest lässt sein Gesichtsausdruck darauf schließen.)
walküre - am Mittwoch, 12. November 2008, 11:42 - Rubrik: Hund und Katz
Gefühlte zwanzig Kilo schnurrendes Fell, auf dem Solarplexus sitzend, empfindet der Mensch gemeinhin nicht zwingend als angenehm. Ganz im Gegensatz zur Katze, die diesen Moment jedesmal aufs Neue sichtlich genießt.
walküre - am Freitag, 7. November 2008, 10:09 - Rubrik: Hund und Katz
Herrn Hund geht es seit der Futterumstellung wunderbar und wir sind sehr erleichtert, den Schlüssel zu seinen gesundheitlichen Problemen gefunden zu haben. Was ich aber noch ergänzend anmerken möchte, ist eine Beobachtung, die ich mittlerweile mehrfach gemacht habe: Gepresste Kauknochen (aus Rinderhaut) handelsüblicher, in Österreich erhältlicher Marken findet Herr Hund zwar großartig, leider sind die meisten jedoch sehr schlecht gepresst, sodass sich der Kauknochen plötzlich sehr schnell in mindestens handtellergroße Stücke aufzulösen beginnt, die ein Hund problemlos mit einem Bissen verschlingen kann. In dieser Menge bewirkt der Verzehr solcher Kauknochenteile jedoch ebenfalls Durchfall, und zwar relativ hellen und süßlich-übelriechenden, der nach Weglassen des Kauknochens binnen eines Tages von selbst wieder aufhört. Leider habe ich im österreichischen Fachhandel noch kein Produkt gefunden, das sich als haltbarer erweist, sodass ich keine diesbezügliche Empfehlung abgeben kann, bin aber für Tipps dankbar !
walküre - am Freitag, 10. Oktober 2008, 11:53 - Rubrik: Hund und Katz
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Derzeit ist es bei uns ein bissl schwierig, die Betten zu machen, weil der große Kater - sofort nach seinem Frühstück und während ich noch im Bad bin - unseren Schlafplatz okkupiert.
walküre - am Freitag, 10. Oktober 2008, 11:40 - Rubrik: Hund und Katz
Da sitzt nun also Herr Hund auf meinem Bett und schaut beim offenen Fenster hinaus, wobei er herzzerreißend heult, weil er auf der Gasse das Bellen der läufigen Nachbarshündin hört.
walküre - am Freitag, 27. Juni 2008, 19:12 - Rubrik: Hund und Katz

walküre - am Sonntag, 22. Juni 2008, 13:54 - Rubrik: Hund und Katz