Kinder
In der vergangenen Nacht bin ich aufgewacht, weil ich wieder einmal irgendeinen Schwachsinn der gewohnten Art geträumt hatte; dachte: "naja, wenn ich schon wach bin, kann ich auch gleich das stille Örtchen aufsuchen" und habe beim Aufstehen im Vorbeiwanken auf die phosphoreszierenden Zeiger meines Weckers geschielt. Ein paar Minuten nach fünf Uhr, super ... Auf dem Rückweg von der Toilette hab ich dann im Zimmer der Tochter noch Licht gesehen und beschlossen, mich erzieherisch zu Wort zu melden. "Kind, es ist kurz nach fünf Uhr früh - trotz des Wochenendes solltest du besser jetzt schlafen gehen !!!" Die Tochter hat mich mit einer Mischung aus Amüsiertheit und Mitleid angeschaut und dann in entsprechendem Tonfall gemeint: "Mamaaa, es ist nicht fünf, sondern jetzt grad halb zwei !"
Ich stelle fest, dass ich rapide an pädagogischer Glaubwürdigkeit verliere.
Ich stelle fest, dass ich rapide an pädagogischer Glaubwürdigkeit verliere.
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Heute hat der gleichermaßen ersehnte und gefürchtete Facharzttermin bei einem Neurologen stattgefunden, um zu klären, was hinter diesen Symptomen steckt, und manche Faktoren ausschließen zu können. Die Untersuchung war äußerst gründlich und hat sich vom EEG bis hin zur Feststellung eines möglichen Eisenmangels erstreckt; ein Laborbericht wird noch nachgeliefert, anhand dessen auch Schilddrüsenwerte und ein paar andere Feinheiten ersichtlich sind.
Fazit: Die Enzephalitis hat trotz ihrer Schwere keinerlei Schäden hinterlassen, soviel steht fest - eine Diagnose, die mich unendlich erleichtert, denn ich hatte mir all die Jahre zeitweise durchaus heftige Selbstvorwürfe gemacht, weil ich meine Tochter einer Gefahr ausgesetzt hatte, die vermeidbar gewesen wäre, hätte ich meiner inneren Stimme gehorcht, die Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen in meiner Kindheit normale und weitgehend harmlose Kinderkrankheiten geäußert hatte (Dass es sich bei der Enzephalitis um eine Reaktion auf die MMR-Impfung gehandelt hat, konnte übrigens bis jetzt kein Arzt ausschließen !).
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge liegt - natürlich auch zur Freude meiner Tochter, die wohl bewusst oder unbewusst nicht wenig von meinen Befürchtungen übernommen hatte - kein dauerhaftes Problem vor, dafür hat sich aber eine verblüffend einfache mögliche Lösung für die vorliegende Symptomatik herausgestellt: Auch Jugendliche im Alter meiner Tochter brauchen nach Aussage des Arztes noch im Durchschnitt 9 Stunden Schlaf pro Nacht, auf mehr als sieben bis acht Stunden kommt die Tochter aber nicht, weil sie vor 23 Uhr nach eigener Aussage nicht müde ist. Schlaflieder vorsingen und Gutenachtgeschichten vorlesen hilft in ihrem Alter nur mehr mäßig, also müssen wir wohl eine Alternative finden. ;-)
PS: Falls dieser Eintrag etwas wirr wirken sollte, möge man mir dies nachsehen: Ich bin heute, nachdem diese große Last von mir abgefallen ist, unglaublich müde. Und sehr dankbar für dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk.
Fazit: Die Enzephalitis hat trotz ihrer Schwere keinerlei Schäden hinterlassen, soviel steht fest - eine Diagnose, die mich unendlich erleichtert, denn ich hatte mir all die Jahre zeitweise durchaus heftige Selbstvorwürfe gemacht, weil ich meine Tochter einer Gefahr ausgesetzt hatte, die vermeidbar gewesen wäre, hätte ich meiner inneren Stimme gehorcht, die Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen in meiner Kindheit normale und weitgehend harmlose Kinderkrankheiten geäußert hatte (Dass es sich bei der Enzephalitis um eine Reaktion auf die MMR-Impfung gehandelt hat, konnte übrigens bis jetzt kein Arzt ausschließen !).
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge liegt - natürlich auch zur Freude meiner Tochter, die wohl bewusst oder unbewusst nicht wenig von meinen Befürchtungen übernommen hatte - kein dauerhaftes Problem vor, dafür hat sich aber eine verblüffend einfache mögliche Lösung für die vorliegende Symptomatik herausgestellt: Auch Jugendliche im Alter meiner Tochter brauchen nach Aussage des Arztes noch im Durchschnitt 9 Stunden Schlaf pro Nacht, auf mehr als sieben bis acht Stunden kommt die Tochter aber nicht, weil sie vor 23 Uhr nach eigener Aussage nicht müde ist. Schlaflieder vorsingen und Gutenachtgeschichten vorlesen hilft in ihrem Alter nur mehr mäßig, also müssen wir wohl eine Alternative finden. ;-)
PS: Falls dieser Eintrag etwas wirr wirken sollte, möge man mir dies nachsehen: Ich bin heute, nachdem diese große Last von mir abgefallen ist, unglaublich müde. Und sehr dankbar für dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk.
Hiermit möchte ich micht sofort und hochoffiziell ;-) bei allen bedanken, die auf meine Anfrage prompt reagiert und mir bzw. uns konkret weitergeholfen haben - Ihr seid ganz, ganz großartige Menschen, die einem auch dann zur Seite stehen, wenns ungemütlich wird !
Der neueste Stand der Dinge sieht jetzt so aus, dass die neuropädiatrische Ambulanz im AKH grundsätzlich die richtige Anlaufstelle ist, ich dort aber (sehr freundlich übrigens) nicht zuletzt aufgrund der langen Wartezeiten (derzeit Februar) gebeten wurde, zunächst einen entsprechenden Facharzt zu Rate zu ziehen, der im Vorfeld schon manche Gegebenheiten abklären kann und - falls erforderlich - dann eine Überweisung für die Ambulanz ausstellt.
Auf jeden Fall steht in der kommenden Woche ein Facharzttermin an, der sehr wahrscheinlich bereits konkrete Anhaltspunkte liefern wird. Und ich bin erleichtert, denn auch wenn sich unerfreuliche Resultate ergeben sollten, sind mir diese deutlich lieber als lähmende Ungewissheit.
Der neueste Stand der Dinge sieht jetzt so aus, dass die neuropädiatrische Ambulanz im AKH grundsätzlich die richtige Anlaufstelle ist, ich dort aber (sehr freundlich übrigens) nicht zuletzt aufgrund der langen Wartezeiten (derzeit Februar) gebeten wurde, zunächst einen entsprechenden Facharzt zu Rate zu ziehen, der im Vorfeld schon manche Gegebenheiten abklären kann und - falls erforderlich - dann eine Überweisung für die Ambulanz ausstellt.
Auf jeden Fall steht in der kommenden Woche ein Facharzttermin an, der sehr wahrscheinlich bereits konkrete Anhaltspunkte liefern wird. Und ich bin erleichtert, denn auch wenn sich unerfreuliche Resultate ergeben sollten, sind mir diese deutlich lieber als lähmende Ungewissheit.
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Kann mir jemand folgende Fragen beantworten ?
Bin momentan ziemlich verzweifelt und deshalb dankbar für jede Information, die mir/uns weiterhilft ...
- Ist es möglich, dass eine im Kleinkindalter erlittene schwere (Meningo-)Enzephalitis mit unbekannter Ursache Schäden in Form von die Gehirnleistung beeinträchtigenden Dysfunktionen (Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen beispielsweise) hinterlässt, deren Auswirkungen erst im Erwachsenenalter deutlich werden ?
- Ist es möglich, solche Schäden mittels EEG oder ähnlicher Untersuchungsmethoden festzustellen ?
- Kennt jemand Krankenhäuser, entsprechende Ambulanzen und Ärzte in Wien und Umgebung, bei denen man mit dieser Problematik gut aufgehoben ist ?
Bin momentan ziemlich verzweifelt und deshalb dankbar für jede Information, die mir/uns weiterhilft ...
Mit leichter Verwunderung stelle ich fest, dass die zu Schulbeginn üblichen Erledigungen organisatorisch und finanziell deutlich an Schrecken verloren haben - nicht zuletzt, weil die Zeit der schnellen und unberechenbaren Wachstumsschübe vorbei zu sein scheint. Dass das Stadtleben vieles vereinfacht, steht ebenfalls fest: keine langen Autofahrten von Pontius zu Pilatus, wobei im Endeffekt erst recht wieder nicht alles zu bekommen ist, was benötigt wird, keine Parkplatzsuche, keine Staus. Heute waren wir Kleidung einkaufen; morgen gehts noch zum Friseur, ein Paar Schuhe besorgen wir bei dieser Gelegenheit ebenfalls, und das wars dann auch schon wieder.
Die gesparten Nerven schicke ich aus gegebenem Anlass dem geschätzten Herrn Merlix und seiner Herzdame ...
Die gesparten Nerven schicke ich aus gegebenem Anlass dem geschätzten Herrn Merlix und seiner Herzdame ...
Meinte die Tochter gestern zu mir:
"In England sind die Leute ganz anders angezogen als hier, nämlich viel eleganter, und außerdem ziehen sie nicht nur krampfhaft Kleidung an, die gerade in Mode ist. Wie hier bei uns viele Mädchen und Frauen herumlaufen, ginge in England überhaupt nicht, weil das dort als nuttig gelten würde." (Hierzulande scheint allerdings niemandem aufzufallen, dass junge Mädchen heutzutage modisch gekleidet sind, wenn sie aussehen wie in den 70er-Jahren die Mädels vom Straßenstrich.)
"Und weißt du, was mich richtig erschreckt hat ? In England sind viele Frauen so angezogen wie DU !" (Man stelle sich an dieser Stelle einen kurzen Atemstillstand meinerseits vor, währenddessen ich fieberhaft überlege, ob ich ich den Inhalt meines Kleiderschrankes noch im Laufe dieser Woche der Caritas überantworten soll.) "Die wissen nämlich ganz genau, was an ihnen gut ausschaut und tragen diese Kleidung, ohne sich darum zu kümmern, ob sie gerade modisch ist oder nicht."
"In England sind die Leute ganz anders angezogen als hier, nämlich viel eleganter, und außerdem ziehen sie nicht nur krampfhaft Kleidung an, die gerade in Mode ist. Wie hier bei uns viele Mädchen und Frauen herumlaufen, ginge in England überhaupt nicht, weil das dort als nuttig gelten würde." (Hierzulande scheint allerdings niemandem aufzufallen, dass junge Mädchen heutzutage modisch gekleidet sind, wenn sie aussehen wie in den 70er-Jahren die Mädels vom Straßenstrich.)
"Und weißt du, was mich richtig erschreckt hat ? In England sind viele Frauen so angezogen wie DU !" (Man stelle sich an dieser Stelle einen kurzen Atemstillstand meinerseits vor, währenddessen ich fieberhaft überlege, ob ich ich den Inhalt meines Kleiderschrankes noch im Laufe dieser Woche der Caritas überantworten soll.) "Die wissen nämlich ganz genau, was an ihnen gut ausschaut und tragen diese Kleidung, ohne sich darum zu kümmern, ob sie gerade modisch ist oder nicht."
Viel haben wir ja nicht an Nachrichten aus Großbritannien erhalten: Je 1 Anruf (Mitte der ersten Woche) und 1 Mail (Mitte der zweiten Woche), diese allerdings beide sehr begeistert. Gestern nun haben der beste aller Ehemänner und ich die Tochter vom Flughafen abgeholt - in Gesellschaft etlicher anderer Elternpaare, beinahe alle sichtlich aufgeregt und die meisten genauso wenig seitens des Nachwuchses informiert wie wir. Dass die Heathrow-Passagiere die Ankunftshalle stürmten, war unschwer an den "I love London"-Shirts zu erkennen, die in allen möglichen Farben ihre Träger und Trägerinnen zierten und ebenso unsere etwas müde, aber glückliche Tochter. Der Klimaschock beim Verlassen der Halle war nicht unerheblich, denn in England hatte es am Morgen bei Regen 15° gehabt, wogegen hier die Sonne vom Himmel brannte.
Hier nun die Kurzversion des mehrstündigen Reiseberichtes:

Hier nun die Kurzversion des mehrstündigen Reiseberichtes:
- Die Reiseleiterin war überängstlich bezüglich dessen, was in Großbritannien derzeit als "swine flu" durch die Medien geistert, und deshalb fast immer mit Desinfektionsmittel bewaffnet.
- London ist absolut klasse !
- Das Essen im Quartier war leider enttäuschend, weil Allerweltsküche, was in diesem Kontext nicht mit Fusion Cooking verwechselt werden sollte. Das Gros der Jugendlichen hätte sich mehr englische Küche gewünscht - es hätten ja nicht gleich Kidney Pie und Haggis serviert werden müssen.
- Leeds Castle ist total schön !
- Die meisten Lehrer beim Sprachkurs waren sehr freundlich, ebenso fast alle Mitreisenden, die tatsächlich auch aus sehr entfernten Gegenden gekommen waren.
- Taiwanesinnen sind sehr nett und beherrschen sozusagen aus dem Stand die Kunst des Origami, deren Ergebnisse sie gerne verschenken, ebenso wie kleine Mitbringsel aus der Heimat.
- Spanierinnen im Teenageralter sind zickige Naturschönheiten, deren Anwesenheit jedes andere Mädchen aus männlicher Sicht augenblicklich verschwinden lässt. Die südländischen Schönheiten waren gottseidank aber eh nur in der ersten Woche da.
- Shopping in London ist geil !!!
- Eine Schiffahrt auf der Themse auch.
- Das Quartier hat ein bissl ausgesehen wie Hogwarts.
- Es war keine Minute langweilig.
- Cambridge ist auch sehr beindruckend.
- Big Ben hört sich wunderschön an, die Wachsoldaten in ihren Bärenfellmützen sehen super aus, und London ist riesengroß und sooo eine tolle Stadt !
- Von vierzehn Tagen hat an genau vier Tagen das geherrscht, was hierzulande grad noch als Schönwetter durchgehen könnte. Der erste Weg nach der Ankunft beim Hinflug: Einen warmen Sweater kaufen.
- Fish & Chips schmeckt suuuper, und die örtlichen Burgerimbisse sind besser als McMagenschmerz !
- Wann fliegen wir gemeinsam nach London ?

Die Tochter hat also Großbritannien besetzt, zusammen mit anderen jungen Menschen aus allen möglichen Ecken Europas. Gefreut hat sie sich auf die Reise schon seit der Buchung, auch wenn sie in den Tagen vor dem Abflug durchaus gemischte Gefühle hatte: Das erste Mal ohne die Eltern im Ausland, welches nicht einmal benachbart ist.
Dass uns allen nach einem turbulenten Jahr ein wenig Abstand voneinander gut tut, darüber waren wir uns einig, und darüber, dass es nur gut sein kann, wenn dieser Abstand für die Tochter mit neuen und spannenden Begegnungen und Gegenden verbunden ist, auch. Trotzdem ist es jetzt, am Abend, seltsam ruhig hier in der Wohnung, und so recht will es dem besten aller Ehemänner und mir (noch ?) nicht gelingen, diese Ruhe gebührend zu würdigen ...
Dass uns allen nach einem turbulenten Jahr ein wenig Abstand voneinander gut tut, darüber waren wir uns einig, und darüber, dass es nur gut sein kann, wenn dieser Abstand für die Tochter mit neuen und spannenden Begegnungen und Gegenden verbunden ist, auch. Trotzdem ist es jetzt, am Abend, seltsam ruhig hier in der Wohnung, und so recht will es dem besten aller Ehemänner und mir (noch ?) nicht gelingen, diese Ruhe gebührend zu würdigen ...
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Ferienbeginn.
Mit der Tochter Eisessen gewesen und geredet und dabei Irrtümer aus der Welt geschafft - unter anderem jenen, dass ich keine Fehler haben darf.
Alles ist gut.
[Außer der Tatsache, dass unser Auto allmählich seinen Geist aufgibt - aber das ist eine andere Geschichte.]
Mit der Tochter Eisessen gewesen und geredet und dabei Irrtümer aus der Welt geschafft - unter anderem jenen, dass ich keine Fehler haben darf.
Alles ist gut.
[Außer der Tatsache, dass unser Auto allmählich seinen Geist aufgibt - aber das ist eine andere Geschichte.]
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Großes Aufatmen.
In Österreich verhält es sich nämlich so, dass das jeweilige Standesamt, welches die Geburtsurkunde ausgestellt hat, automatisch von jeder rechtlich relevanten Änderung des Personenstandes dieses Menschen verständigt wird, auch wenn diese Verständigung aus einem diesbezüglichen Dokument nicht eindeutig hervorgeht.
Soll heißen: Das wichtigste der beiden Dokumente gelangt heute am Nachmittag tagesaktuell zum Versand !
PS: Die beiden freundlichen und kompetenten Magistratsangestellten hier in Wien und in Oberösterreich haben den thumben Toren von gestern mehr als wettgemacht.
In Österreich verhält es sich nämlich so, dass das jeweilige Standesamt, welches die Geburtsurkunde ausgestellt hat, automatisch von jeder rechtlich relevanten Änderung des Personenstandes dieses Menschen verständigt wird, auch wenn diese Verständigung aus einem diesbezüglichen Dokument nicht eindeutig hervorgeht.
Soll heißen: Das wichtigste der beiden Dokumente gelangt heute am Nachmittag tagesaktuell zum Versand !
PS: Die beiden freundlichen und kompetenten Magistratsangestellten hier in Wien und in Oberösterreich haben den thumben Toren von gestern mehr als wettgemacht.