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zwischen Pubertät und Altersstarrsinn

 

Kleine Lebensweisheiten

Köstlich, dieses erotisch angehauchte Valentinstag-Special aus der Feder Tastatur jenes Herrn, der die wunderbaren Herzdamengeschichten verantwortet !




[Von führenden Jungfrauen - mir zum Beispiel - empfohlen ! ;-) ]

PS: Die Prognose "Sie werden wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und sittenwidrigen Verhaltens verhaftet. Aber sonst alles prima." hat mich zu einem Text verleitet, von dem ich allerdings noch nicht weiß, ob ich mich traue, ihn zu veröffentlichen.

Lotte Tobisch, die langjährige Organisatorin des Wiener Opernballes, in einem NEWS-Interview:

... Ich suche mir die Leute aus, die mich beleidigen können. ...

Sie ist eine Grande Dame, ohne Zweifel. Wunderbar.

Die größte Schwierigkeit beim Zusammenleben mit einem weiblichen Teenager besteht darin, zwischen jugendlichem Zickenterror und echten Problemen zu unterscheiden.

Der beste aller Ehemänner hat mir aus der Schweiz Champagnertrüffel mitgebracht, deren Geschmack mir verrät, dass sie zur eher hochpreisigen Ware zählen. Mein erster Impuls ist in solche Situationen noch immer, zu sagen, dass "das doch nicht nötig gewesen wäre". Da ich aber mittlerweile gelernt habe, dass falsche Bescheidenheit ein sehr großer Fehler ist, begnüge ich mich in diesen Fällen mit der Bemerkung, solche Mitbringsel dürften kein Dauerzustand werden. M. hat augenzwinkernd gemeint, das würden sie ohnehin nicht, aber für mich sei schließlich das Beste gerade gut genug. Dementieren werd ich solche Bemerkungen sicher nicht mehr, denn ich habe vor geraumer Zeit aufgehört, mein eigener Feind zu sein. Trotzdem hat es lange gedauert, mir selber darüber klar zu werden, dass es ein Unding ist, ein Geschenk abzulehnen oder zu beteuern, dass es solches nicht gebraucht hätte, wenn es der Geber gerne schenkt - und erst recht, wenn er nicht den leisesten Gedanken an ein adäquates Gegengeschenk hegt.

Es hat Jahre gebraucht, bis ich verstanden habe, wie kränkend ein solches Verhalten auf jemanden wirkt, der mit Liebe schenkt, und wieviel grelles Licht dies auf das Selbstwertgefühl des Beschenkten wirft.

(...) A diary is the last place to go if you wish to seek the truth about a person. Nobody dares to make the final confession to themselves on paper: or at least, not about love. (...)

Lawrence Durrell - "Balthazar", erstmals erschienen 1958

Knowin' you can always count on me
for sure
that's what friends are for.

Stevie Wonder singt diesen Text in seinem Lied "That's what friends are for", und manchmal erlebt man mit Freunden jene unglaublichen Situationen, in denen ein paar Worte der Schlüssel zu einer bislang unüberwindbaren Türe werden, und zwar ohne dass man sich zuvor erklären muss. Solche Worte sind einfach da, so, als ob das Gegenüber die eigenen Gedanken aufgenommen hätte und nun die vielen Fragen mit einem einzigen Satz beantworten würde, klar, verständlich und erlösend. Gestern durfte ich genau einen solchen Moment erleben, als ich - in gänzlich anderem Kontext - die Gesundheitsprobleme meiner Eltern erwähnte, und eine Freundin, die eine ähnliche familiäre Situation mir mir teilt und darüber hinaus beruflich seit vielen Jahren in der Altenbetreuung tätig ist, im selben Augenblick die Geschichte dahinter erfasste und zu mir (sinngemäß, denn vor Verblüffung habe ich den genauen Wortlaut sofort wieder vergessen) sagte:

Wenn ein betagter Mensch mit gravierenden gesundheitlichen Problemen trotz schwerer ärztlicher Bedenken seinen gewohnten Lebensstil beibehält, so muss man davon ausgehen, dass eine kürzere Lebenszeit mit einer subjektiv höheren Lebensqualität für diesen Menschen erstrebenswerter ist als ein längeres Leben, dessen Alltag von medizinischen Maßnahmen und als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfundenen Änderungen der persönlichen Lebensweise dominiert wird.


Goldene Worte.

Ganz entkommt man ja dem Rummel um die bevorstehende Fußballmeisterschaft leider nicht; so haben wir gestern eine Flasche Cointreau erstanden, der ein aufblasbarer Winke-Handschuh in den französischen Nationalfarben beigepackt war.

Sage ich: "Naja, er hat halt nicht die österreichischen Nationalfarben ..."
Meint der beste aller Ehemänner trocken: "Dafür kann man ihn länger verwenden."

Die Eingangstür unseres Wohnhauses ist schon seit unserem Einzug im Dezember ein Grund zu leichter Beunruhigung, da sie zeitweise völlig problemlos ins Schloss fiel, um dann am nächsten Tag unvermittelt wieder nicht zu schließen. Von innen konnte die Tür dann nur bei Betätigung der Klinke geschlossen werden, von außen nur mit Kraftaufwand und ziemlich viel Schwung. Mit diesem Hausbrauch nicht vertraute Besucher und Lieferanten betraten und verließen das Haus ohne entsprechende Aktionen, und einmal mehr blieb die Haustür offen, was speziell in der Nacht nicht unbedingt zu meiner Beruhigung beigetragen hat, zumal zwar fast alle Wohnungen im Haus schon verkauft sind, jedoch noch lange nicht alle Eigentümer hier wohnen. Die Hausverwaltung hat immer wieder Handwerker geschickt, nach gründlicher Begutachtung und diversen Aktionen funktionierte die Tür dann einen Tag lang und am darauf folgenden Tag fing das alte Spiel wieder von neuem an. Vor zwei Wochen waren wieder einmal zwei Angestellte einer Schlosserei hier, bei deren Arbeit ich Zeugin wurde, weil ich soeben das Haus betrat; die beiden besahen ausgiebig die Tür, feilten ein wenig am Schließblech herum und danach fiel die Tür butterweich ins Schloss. Bis zum nächsten Tag, an dem die Tür wie eh und je wieder vor dem Einrasten ins Schließblech stoppte. Am Metallrahmen der Tür konnte es nun wirklich nicht liegen, denn auch die Nachttemperaturen blieben mittlerweile deutlich über dem Gefrierpunkt, sodass ein Verziehen nicht wahrscheinlich war. Jetzt war allerdings der Moment erreicht, in dem es mir zu bunt wurde und ich das Schloss mitsamt seinen Details genau in Augenschein nahm, und weil ich dankenswerterweise mit einer wohldosierten Portion Hausverstand ausgestattet bin, wusste ich schnell, was zu tun war. Seit diesem Tag schließt die Tür zu jeder Tages- und Nachtzeit wie vorgesehen.

















Ich habe nämlich die Schlossfalle geölt.

Komplizierte Menschen sind solche, die langfristig selber nicht wissen, was sie wollen.

Die Grenze zwischen Altruismus und Selbstbetrug ist fließend.

 

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