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Maria Hofbauer

 

Persönliches

Gestern waren es zwölf Jahre, die vergangen sind, seit ich begonnen habe, zu bloggen. In dieser Zeit ist sehr viel geschehen: Ich habe mich verliebt, habe einen Heiratsantrag angenommen, habe vergeblich gekämpft gegen einen Beruf, der die Tendenz hat, alles aufzufressen, was sich ihm in den Weg stellt. Krankheit, Alter, Tod, und wieder Krankheit. Meine Ehe hat das alles nicht überstanden, und so bin ich seit dem vergangenen Dezember geschieden.

In diesem meinem ersten Blog werde ich nicht mehr schreiben, aber hier drüben geht es weiter, denn das geschriebene Wort ist etwas, das in jeder Form zu meinem Leben gehört.

Es war schön hier. Danke!


Die Ankündigung der Umstellung vom 23. Februar ist leider durch meine Schuld etwas untergegangen, deshalb merke ich an dieser Stelle nochmals an, dass mein "Gundermann&Günsel"-Blog aus mehreren Gründen von mir gelöscht wurde. Die dortigen Einträge habe ich mit dem jeweiligen Datum des ursprünglichen Postings in der Titelzeile hierher verschifft.

Nach vielen Überlegungen habe ich mich jetzt endgültig entschlossen, mein bisheriges Zweitblog aufzulösen und nur mehr hier und auf wordpress zu bloggen; die Beiträge von "drüben", die ich behalten möchte, stelle ich hier mit dem jeweiligen Datum der Veröffentlichung neben dem Titel ein.

Auf ein Neues!

Mir graust jedes Jahr wieder sowohl vor einer größeren Anhäufung von Feiertagen in einem Monat (=Maifeiertage) als auch vor den Sommerferien, weil ich mich des Eindrucks schon lange nicht mehr erwehren kann, dass zu diesen Zeiten aushäusig organisatorisch genau gar nichts weitergeht, unter anderem, weil allem Anschein nach in allen möglichen Behördern, Ämtern und Firmen nur Journaldienst verrichtet wird, da die meisten Angestellten Urlaub genommen haben. Beispiele gefällig ?
  • Ich habe nicht nur mehrere Wochen(!) auf (Routine-)Unterlagen gewartet, die meinen Führerschein betreffen, sondern mich überdies (Achtung, Ironie !) sehr amüsiert darüber, dass bei der Umstellung von Papier zu EDV bei jener Behörde, die mir vor vielen Jahren meinen Taxischein ausgestellt hat, ein gravierender Fehler passiert ist, und zwar dergestalt, dass offensichtlich Daten verwechselt wurden, sodass mein Führerschein in der entsprechenden Datenbank der österreichischen Behörden verstörenderweise zunächst nicht auffindbar war.
  • Beruflich warte ich seit April auf bestimmte Entscheidungen und Abläufe, die zum größten Teil nicht von mir beeinflussbar sind und sich bestenfalls im Schneckentempo bewegen. Bei meiner Tochter verhält es sich übrigens ähnlich. We are not amused.
  • Eine Immobiliensache zieht sich aus weitgehend unerfindlichen Gründen wie ein Strudelteig, wobei begleitend die absurdesten Nebengeschichten ins Spiel kommen. Beispielsweise ein Interessent, bei dem sich herausstellt, dass er nicht geschäftsfähig ist. Oder ein anderer Interessent, in dessen Familie die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, was grundsätzlich nicht relevant ist, aber eine gewisse nicht zu unterschätzende Bedeutung erlangt, wenn es ums Zahlen geht - vor allem, wenn es sich um Ehepartner handelt. (Von den Leuten, die sich Immobilien anschauen, weil sie grad nichts Besseres zu tun haben, red ich erst gar nicht.)
  • Seit mehr als einem Monat ist ein Präparat, welches nur über eine bestimmte Firma bezogen werden kann, nicht lieferbar. Pech, dass es sich ausgerechnet um eine Salbe handelt, die meiner Schwiegermutter hilft, ihre Lebensqualität im Hinblick auf ihre Gesundheit ein wenig zu heben. Pech, dass es sich um kein Medikament im eigentlichen Sinn handelt, sodass auch kein Generikum verfügbar ist. Pech für mich, dass ich deswegen längere vertröstende Telefonate führen muss, die im Endeffekt zu nichts führen außer zu Wut auf die betreffende Firma und Frustration ob der sich stets nach dem selben Schema wiederholenden Telefonate.
  • Als Obershauberl habe ich heute zwei Briefe in der Post gefunden, die nach bereits erfolgter Öffnung mit dem Vermerk "falsch zugestellt" versehen und wieder zugeklebt wurden, darunter ein wichtiges Personaldokument. Natürlich wars die Urlaubsvertretung (sic !) unseres Zustellers, und natürlich ist bei der zuständigen Zustellbasis am Freitagnachmittag niemand mehr erreichbar.
[Sollte heute noch jemand auf die Idee kommen, mich realiter schief anreden zu müssen, könnt es sein, dass ihn verbal niederbügle, und da hat er dann sogar noch Glück gehabt. Der Chuck-Norris-Teil meines Wesens trainiert nämlich schon.]

Gleich vorweg möchte ich mich sehr herzlich für die besorgten Mails bedanken, welche mich in den vergangenen Tagen erreicht haben (und die ich selbstverständlich auch noch persönlich beantworten werde), weil es hier in der letzten Zeit etwas ruhig geworden ist !

Weshalb ich weniger geschrieben habe als sonst, ist leicht zu erklären; in diesem schier endlos scheinenden Winter (vor etwas mehr als zwei Wochen ist hier noch Schnee gelegen, wobei "hier" eine der wärmsten Gegenden Österreichs bezeichnet) war ich mit der Arbeit an einem Projekt beschäftigt, bei dem ich noch auf Rückmeldungen warte, danach hatte ich in Summe beinahe eine ganze Arbeitswoche damit zu tun, sämtliche Unterlagen zu sichten, die sich mit und seit dem Ableben meiner Eltern angesammelt hatten, wobei auch unsere eigenen Ordner gründlich gesichtet und ausgemistet wurden. Ausgesehen hat es in einer Ecke meines Arbeitszimmer bis dahin ungefähr so wie beim seligen Marcel Prawy, nur dass ich Papiersackerl statt Plastiktaschen verwendet hatte, und irgendwann war meine organisatorische Schmerzgrenze erreicht, wobei mir eben auch das unfreundliche Wetter meine Arbeit erleichtert hat. Ein dreiviertelvolle Altpapiertonne mit entsorgtem Aktenmaterial war das durchaus sehr befriedigende Ergebnis - und ein wieder ansprechend aufgeräumtes Arbeitszimmer.

Ostern war grauslich. Kälte und Schnee hatten am Abend des Ostersonntags buchstäblich einen Lagerkoller bei mir ausgelöst, wobei ich mir nicht ausmalen möchte, wie sich selbiger erst in einer Wohnung gestaltet hätte. Ab Ostermontag ist es hier wetter- und stimmungsmäßig allmählich wieder bergauf gegangen; die erste Morgenrunde mit dem Herrn Hund, bei der ich nach Monaten(!) nicht adjustiert war wie für eine Arktisexpedition, spürte sich nachgerade an wie ein Triumphzug aus Anlass des Sieges über den Winter. Ja, und dann ... dann ist buchstäblich der Frühling explosionsartig über uns bzw. mich hereingebrochen, denn was sich sonst zwischen Ende Februar und Mitte April im Garten abspielt, hat binnen einer Woche stattgefunden. Sozusagen der fliegende Wechsel von der Schneefräse zum Rasenmäher, und als Krönung hatte ich nach einem gärtnerischen Parforceritt am Donnerstag (strahlender Sonnenschein, etwas Wind und 25° im Schatten) gestern mit einem leichten Sonnenstich zu kämpfen, was man sich als dezente Mischung aus Migräne und Lebensmittelvergiftung vorstellen darf, gewürzt mit wiederkehrenden Kreislaufproblemen. Nach einem Tag mit viel Ruhe und sehr viel Flüssigkeitszufuhr bin ich heute wieder auf dem Damm, und beim nächsten Mal garteln bleibt der Strohhut garantiert nicht im Kasten. Ich bin ja lernfähig. Zeitweise halt.

Dazwischen Jobsuche; derzeit nicht sonderlich ergiebig, aber möglicherweise steht mir da mitunter auch meine Selbstwahrnehmung im Weg, denn unlängst habe ich im Kurier gelesen, Männer würden sich für eine Stelle schon bewerben, wenn die Übereinstimmung zwischen Anforderungsprofil und Qualifikation bei 50% oder mehr liege, Frauen erst bei 90% oder darüber. Da könnt was dran sein - was mich angeht, auf jeden Fall.

Über familiäre Dinge gibts auch nichts zu schreiben; der beste aller Ehemänner und ich sind dabei, unser gemeinsames Leben neu zu arrangieren, zumal die Tochter auch mittlerweile erwachsen ist und sich generell in den vergangenen Jahren einige unserer Lebensumstände verändert haben - eine Entwicklung, der Rechnung zu tragen ist, aber gemeinsame Veränderung sollte eigentlich in einer lebendigen Beziehung ohnehin der Standard sein. Die beste aller Schwiegermütter: Jo mei, aber gegen die Begleiterscheinungen des Alters ist halt nun einmal kein Kraut gewachsen.

Weiters nehme ich dankbar zur Kenntnis, dass auch im hiesigen Umfeld keinerlei Aufregungen menschlicher Art zu vermelden sind; die Nachbarn ringsum sind freundlich-entspannt, wie generell die meisten Leutchen hier, sodass sich unsere Koexistenz sehr friedlich gestaltet, was den (allerdings durchaus leicht verschmerzbaren) Nebeneffekt mit sich bringt, dass es keine wilden Geschichten zu posten gibt. Und das ist auch schon alles, was ich über mein derzeitiges Leben sagen kann ... naja, nicht ganz, denn in den kommenden Tagen habe ich (sofern ich mit meinen Vorbereitungen gut vorankomme) noch eine kleine Überraschung für mein p.t. Publikum parat.

Eine Waage kann lediglich in Zahlen dein Verhältnis zur Schwerkraft ausdrücken.
Und das ist auch schon alles !

Sie misst nichts, was in Bezug auf deinen Charakter, deine Ausstrahlung, deine Stärke, deine Möglichkeiten, deine Begabungen von Bedeutung ist.

3-4-2013

Sehr geehrte Wettergottheiten und Wetterheilige,

wir haben ein schwerwiegendes Problem mit dem Betriebssystem "Jahreszeiten.2013", da dieses das bereits installierte Update "Frühling.13" offensichtlich nicht erkennt, weswegen "Winter.13" noch immer im herkömmlichen Modus läuft. Dadurch bedingt funktionieren auch diverse weitere Anwendungen nicht (beispielsweise die Applikationen "Griller & Smoker", "Garten_neu" und "Biker's Dream", oder nur sehr eingeschränkt, wie es bei "Lebensgeister" der Fall ist), wohingegen die bereits veralteten Programme "Winterdepression" sowie "Kachelofen" und "Schneeräumen" nach wie vor hartnäckig starten, was unbestreitbar einen unhaltbaren Zustand darstellt.

Mit der Bitte um umgehende Klärung und Behebung der bestehenden Komplikationen

Walküre, die schneereiche

PS: Anbei finden Sie einen aktuellen Screenshot des hiesigen Gartens, aufgenommen vor etwa einer Stunde.

... ob die Krähe auf dem benachbarten Strommasten freiwillig so lange da oben sitzt oder nur nicht mehr wegfliegen kann, weil sie festgefroren ist.


[Schei*kälte. Sogar der Rest Hundewasser im Trinkeimer hat sich in der Nacht in einen Eisklumpen verwandelt.]

Eigentlich wollte ich mir jenen Gedanken, der mir nach etlichen in letzter Zeit gemachten entsprechenden internen (ich selber) und externen (andere Menschen) Erfahrungen schon seit Tagen hartnäckig durch den Kopf geht, erst in der nächsten Zeit ein bissl genauer anschauen, aber Anke Gröner hat wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, und so schließe ich mich ihr schon heute an. Worüber sie im konkreten Fall schreibt, trifft in allgemeinerer Form die Problematik vieler Menschen (mich eingeschlossen) im Kern: Die persönlichen Hürden, welche man (meist während Kindheit und Jugend, aber auch im Erwachsenenalter ist man vor solchen Erfahrungen nicht immer gefeit) vor die Nase gestellt bekommt, werden viel zu oft nicht nur nicht ignoriert, sondern kommentarlos übernommen und groteskerweise auch noch selber weiter ausgebaut, und zwar so lange, bis man sich nicht einmal mehr versuchsweise traut, drüberzukraxeln.

Mut ist, wenn man sich dennoch ein Herz nimmt und diese Schranken niederreißt. Dieser Mut spürt sich nämlich verdammt gut an, und das weiß ich mittlerweile aus eigener Erfahrung.

Projekt in der Endphase. Bin stark in Versuchung, panikbedingt zu prokrastinieren, gestatte mir selbiges aber nicht.

[Bitte nicht nachfragen, sondern Daumen halten. Danke.]

 

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