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Maria Hofbauer

 

Wien, wie ich es liebe

Am Nebentisch des Kaffeehauses im 1. Bezirk. Zwei Männer mittleren Alters, optisch und sprachlich wie einem Drehbuch von Ernst Hinterberger entstiegen:

"... wäu durt muaß i mich gewählt ausdrücken, vahstehst !"
In diesem Moment hätte ich mein Schmunzeln liebend gerne hinter einer Zeitung versteckt, in Ermangelung selbiger blieb mir nur der tiefe Blick in mein Buch.

**********

Verabschiedung eines Touristenführers von seiner Gruppe:

"Ei wisch juh ä neiß dee in Vienna !"
**********

Ich wusste nicht, dass Mary aus der "Strudlhofstiege" soviele Nachahmer hat. Die Tramfahrer müssen heute aufpassen wie die sprichwörtlichen Haftlmacher, da immer wieder Touristen mit hühnergleicher Kopflosigkeit vor fahrende Straßenbahnen rennen. Bei den U-Bahnen verhält es sich nur wenig anders, denn das Publikum macht auch hier teils einen eher chaotischen Eindruck (gruppenweises Einsteigen, sofortiges Wiederaussteigen, hektisches Wiedereinsteigen), was wiederum einen für seine launigen Ansagen bekannten Fahrer auf der Linie U4 zur Erheiterung der Fahrgäste zu der Durchsage veranlasste, "man möge im Zweifelsfall vom Angebot der Wiener Linien Gebrauch machen und sich zwecks Auskunft an deren Mitarbeiter wenden, zumal die meisten von ihnen durchaus tageslichttauglich sind".

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PS her oder hin - das Design dieses Ferrarimodells ist von zeitloser Größe.

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Am Graben, heute Mittag

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Die Meldung des Abends kam von meiner Tochter, die angesichts einer wunderschönen Drag Queen meinte, es sei ihr peinlich, dass sie in hohen Schuhen weit weniger stilvoll gehen könne als so manche Königin der Nacht ...

Offizielle Homepage des Life Ball

Meine Seele regeneriert sich nach und nach; anscheinend bewirkt aber die heftige Tätigkeit meines Unterbewusstseins einen immensen körperlichen Bewegungsdrang (und zwar noch deutlich mehr als sonst), sodass es mich geradezu magisch hinaus ins Frühlingsgeschehen zieht, was wiederum unter anderem zu Exkursionen fotografischer Art nach Schönbrunn führt. So kommt es, dass ich heute ein paar der Ergebnisse dieser Streifzüge hierorts mit meinem p.t. Publikum teile:

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tiergarten_pfau_mai2012
tiergarten_roter_panda_mai2012

tiergarten_kastanienbluete_mai2012

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tiergarten_robbenbulle_mai2012
tiergarten_kraehe_pavillon_mai2012

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Die Verbindung von alter und neuer Bausubstanz halte ich für gut gelungen, und die Atmosphäre selber sorgt bei mir umgehend für Fernweh. Obwohl ich als Kind und junges Mädchen kaum mit dem Zug unterwegs war, reizen mich Zugreisen eigentlich mehr als solche mit dem Flugzeug, was aber daran liegen könnte, dass ich Österreich und seine Nachbarstaaten ziemlich gut kenne, sodass ich bei beinahe jeder Lautsprecheransage sofort bestimmte Bilder vor Augen habe.

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Cafè Korb, April 2012

In unserem Grätzl gibt es eine Frau - ebenfalls Hundehalterin -, die jedem Drehbuch aus der Feder von Ernst Hinterberger zur Ehre gereichen würde, denn sie ist ein echtes Wiener Original mit einem großen Herzen und einem mindestens ebenso großen Mundwerk, dessen Schärfe allerdings nur jemand zu spüren bekommt, der versucht, diese resolute Person für dumm zu verkaufen oder sie gar beleidigt. Wenn wir einander begegnen, ergibt es oft, dass wir ein wenig miteinander reden, weil ich ihr erstens gerne zuhöre und sie zweitens keine Tratschn ist, vor der man sich besser in Acht nimmt.

Jemand, der - so wie sie - im Leben schon etliche Klippen umschifft hat, an denen viele andere zerschellt wären, hat natürlich auch was zu erzählen; heute nun haben wir uns wieder einmal unterhalten, wobei mir die Frau ein Bonmot geliefert hat, über das ich noch lange schmunzeln werde (vorausschicken muss ich noch, dass Favoriten, der zehnte Wiener Gemeindebezirk, ein Stadtteil mit sehr bodenständigen, geradlinigen Menschen ist, und nicht umsonst wohnen die Sackbauers laut Drehbuch anfangs ebendort in der Hasengasse). Als die Frau eines Tages mit einem Nachbarn von geringer Sozialkompetenz Schwierigkeiten hatte, scheute sie sich nicht, ihrem Ärger direkt und unmissverständlich verbal Luft zu machen, was sie dann mir gegenüber dergestalt geschildert hat:

"Do bin i daun favuritnerisch wurn !"

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Was habe ich hier am vergangenen Wochenende fotografiert ?

edit 27.1.: Die Auflösung

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abnahme_weihnachtsbeleuchtung_graben_2

Am Sonntag haben meine Familie und ich ganz spontan beschlossen, den Weihnachtsmarkt am Spittelberg aufzusuchen, einen Christkindlmarkt, von dem ich schon viel gehört habe, zu dessen Besuch es aber aus guten Gründen bis jetzt noch nicht gekommen war.

Kurz gesagt:
Der Schönbrunner Weihnachtsmarkt ist edel, schon alleine wegen der Kulisse. Und völlig überlaufen.
Der Christkindlmarkt am Rathaus hat vermutlich den größten Bekanntheitsgrad, weshalb auch er ... ähm, ja ... etwas sehr gut besucht ist.
Der Altwiener Christkindlmarkt an der Freyung hat Charme, ist für meine Begriffe jedoch etwas zu klein geraten.

Der Markt am Spittelberg ist bis jetzt mein absoluter Favorit unter den Wiener Weihnachtsmärkten - heimelig inmitten der kleinen, alten Gassen, und liebenswert wegen seiner vielfach nicht alltäglichen Produkte. Das Publikum dort macht einen weitgehend entspannten Eindruck, die Stimmung ähnelt eher jener eines Grätzlfestes als der einer überlaufenen touristischen Attraktion; was mir zusätzlich sehr zusagt, sind die vielen kleinen Geschäfte in den Gassen, die sich auch am Sonntag an den Verkaufsaktivitäten beteiligen. Ein paar Eindrücke habe ich bildlich festgehalten, allerdings mit der kleinen Olympus, sodass die Qualität nicht überwältigend ist, wofür ich um Nachsicht bitte:

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Fazit: Sicher einer der besten Plätze Wiens, um jenseits touristischer Punschbesäufnisse in Weihnachtsstimmung zu kommen !

 

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